Wenn gar nichts mehr geht – der Recovery-Modus

Jeder wird schon mal in die Situation gekommen sein, dass am Smartphone gar nix mehr ging; dann kommt er womöglich zum Einsatz – der Recovery-Modus.

Zu deutsch – die Wiederherstellungskonsole.

Recovery

SO sieht das Recovery-Menü auf meinem Smartphone aus

Nun ist das Recovery-Menü nichts Geheimnisvolles. Lediglich ein kleines Menü, in das man das Smartphone schicken kann, damit wieder etwas geht.

Es gibt manchmal Situationen, da geht absolut nichts mehr. Wer Windows nutzt, kennt das zur Genüge.
Wer Android nutzt, der nutzt letztlich Linux, und da kommt sowas höchst selten vor. Aber es kommt vor.

Mir widerfuhr es jüngst, dass sich das Mobilgerät autom. Updates für diverse Apps aus dem Google-PlayStore holte, und mittendrin nichts mehr vor oder zurückging. Da blieb dann nichts mehr, als das Gerät mit dem Ein-/Ausschalter einfach abzuwürgen. Sprich solange den Ausschalter drücken, bis es aus war. Und dann nochmal den Schalter drücken, bis es wieder anspringt.

In meinem Fall fing das Teil dann an, endlos „Apps zu optimieren“. Immer wieder von vorne.

Man kann dann allerlei noch versuchen: ZB die SD-Karte entnehmen, die SIM-Karte entnehmen, den Akku mal länger entfernen. Und dann jeweils versuchen das Gerät wieder hochfahren zu lassen.

Jedoch manchmal hilft alles nichts, und es bleibt nur noch der Recovery-Modus.

Das heißt jetzt nicht, dass es einen „Allheil-Knopf“ gibt. Genauso wenig, wie bei Windows.
Nein – es gibt eben eine Einrichtung, sprich „Wiederherstellung“, über die man im günstigsten Fall das Teil wieder so zum Laufen bringt, wie es war. Oder im ungünstigsten Fall das Teil auf Urzustand (Werkseinstellungen) zurückstellt.

Wie kommt man dorthin, in den Recovery-Modus?

Bei meinem Gerät, wie es auf dem Bild zu sehen ist, hält man, im ausgeschalteten Zustand, die Leiser-Taste gedrückt, drückt dann den Einschalter mit dazu, und hält beides solange gedrückt, bis das Display anspringt. Dann lässt man gleichzeitig los.

Nach einigen Sekunden kommt dann obiges Recovery-Menü.

Ein einfaches Menü, in dem man über die lauter/leiser-Wippe die paar Menüpunkte anfahren kann, und mit dem Einschalter auswählt und damit auslöst.

Nun sollte man freilich wissen, was die einzelnen Menüpunkte auslösen, denn das ist u.U. gravierend.

Der erste Punkt „reboot system now“ (auf dem Bild nicht so wirklich zu erkennen), ist noch völlig harmlos. Dieser startet das Gerät ganz normal. Den versucht man normalerweise als Erstes, wenn man das Menü benötigt. Kann ja mal sein, dass das Smartphone, warum auch immer, schlicht hängt, und durch Neustart wieder zum Laufen kommt. Ist quasi so, als würde man das Teil ausschalten und wieder einschalten. Dieser Punkt wird, in aller Regel, auch durchgeführt, nachdem einer der anderen Punkt durchgelaufen ist, um eben das Gerät neu zu starten.

Der zweite Punkt „apply update from ADB“, soll bedeuten, dass über eine Verbindung des Geräts mit dem PC ein Update eingespielt wird. Ev. etwas, was nur Fachleuten vorbehalten ist.

Der vierte Punkt „wipe cache partition“ möchte, vereinfacht, den Zwischenspeicher löschen. Normalerweise unkritisch, weil damit nur „Hilfsdaten“ gelöscht werden, den sich dieser Speicherbereich gemerkt hat, um bestimmte Aufgaben zuende zu führen.
Die werden durch diesen Punkt einfach gelöscht.

Der kritischste Punkt, ist der dritte Punkt „wipe data/factory reset“. Nichts anderes als eine komplette Daten-/Applöschung, und Rücksetzung auf den Werkszustand. D.h. also, wenn man dies ausführt/auslöst, ist alles weg, was auf dem Smartphone ist.

Deshalb sollte man sich, beim dritten Punkt, schon bewusst sein, was man tut. Es ist dann WIRKLICH alles weg. Das Smartphone installiert sich selbst von neuem, und kommt dann so daher, wie es war, als es seinerzeit aus der Fabrik kam (irgendwo auf den Speicherbausteinen des Geräts, sind all jene Bestandteile abgelegt, mit denen das Gerät auch ursprünglich einmal bespielt wurde; die werden dann frisch weg grundinstalliert).
Man muss keine Angst haben, dass nach Auslösen dieses dritten Punktes, alles sofort losgeht/weg ist. Es kommt da schon noch eine Abfrage, und dort muss man dann nochmal die Option YES weiter unten auswählen, und erst dann wird’s „kritisch“.

Hinterher startet das Smartphone dann neu. Mit den Apps, die ursprünglich mal vorhanden waren. Also auch ohne etwa „WhatsApp“ und dergleichen. Und natürlich sind auch all jene Daten weg, die man seit damals angelegt hatte. Aber manchmal hilft ja nichts anderes mehr. Und manchmal ist das ja auch gut so, um den ganzen Mist, den niemand braucht, gleich mit zu löschen.

Bleibt also die Frage, wie man wieder an seine Daten kommt.

Dazu noch einige Ausführungen:
Bei Android-Smartphones ist es in aller Regel so, dass man beim ersten Start gefragt wird, sich mit seinem Google-Konto anzumelden. Macht man das immer so, dann werden nach einer Neuinstallation sehr viele Daten von den Google-Servern wieder auf’s Gerät zurückgespielt (nicht alle, aber viele). Man wundert sich dann, dass alle Kontakte und sonstige Daten, wie von Zauberhand, wieder da sind.

Die Diskussion, was man davon halten kann, dass die eigenen Daten weitgehend auf Google-Server gespiegelt sind (andere würden sagen „kopiert sind“), und was Google damit macht oder nicht macht, die möchte ich an dieser Stelle nicht führen.

Ich persönlich melde mich zwar am Google-Konto immer an, aber die Häkchen zum Datensichern nehme ich raus. Ich halte nicht viel davon, dass viele meiner Daten woanders hinkopiert werden.

Aber selbst dann, gibt es noch diverse Möglichkeiten. Wenn man zB weiß, dass WhatsApp jeden Tag, um 2 Uhr morgens, für alle Chats ein Backup auf dem Smartphone macht, dann kann man, nachdem man den Messenger neu installiert hat, dieses Backup zurücksichern lassen (dazu muss man lediglich VOR der Installation, eine Datei kopieren).

Oder …. viele arbeiten heute mit „Dropbox“, also quasi einer kleinen Festplatte im Netz. Manche Daten kann man dorthin speichern. Also statt dass man seine Exceltabelle auf das Smartphone legt, sagt man beim Abspeichern …. auf Dropbox. Nach der kompletten Neuinstallation hat man, für diese Fälle, nicht die Notwendigkeit, irgendwelche Daten zurück zu sichern. Man braucht zum Öffnen der Tabelle (oder was auch immer), diese nur, wie gewohnt, über Dropbox öffnen. Dabei hatte man zuvor natürlich immer die Wahl, selbst zu entscheiden WELCHE Daten man auf Dropbox speichert.

Eine sehr schöne Möglichkeit (finde ich), ist auch die, alle seine Login-Daten (also Benutzernamen und Passwörter), für sämtliche Einlogprozeduren im Netz, in einem Passwortmanager zu hinterlegen. Befindet sich der Datensafe, mit allen Login-Daten im Netz, muss man, nach einer kompletten Neuinstallation des Smartphones, nur die App zum Passwort-Manager installieren (PlayStore), sich dort mit seinem sehr komplexen Verschlüsselungs-Passwort anmelden (bei mir ist das 18-stellig), und hat ALLE Login-Daten wieder zur Verfügung. Diese werden dann im Browser oder der App, so wie man das gewohnt ist, eingefügt, sobald man sich zB beim Stromversorger einloggen will, um seinen Zählerstand einzutragen.

Alle Daten wird man selbstverständlich NIE auf einen Schlag wieder vorhanden haben, aber eben alles Wesentliche.

Meine Wenigkeit benutzt auch einen Manager für meine persönlichen Informationen (Kontakte, Termine, Aufgaben). Und wenn ich die App dazu wieder installiert habe, wird kurz das Backup der Daten von Dropbox zurückgesichert, und ich habe alle Kontakte und Termine wieder zur Verfügung.

Sicher ist es immer Zeitaufwand, ein Gerät wiederherzustellen. Jedoch innerhalb einer Stunde hatte ich das, in meinem Fall, erledigt. Auch ohne Google.

Wie schon gesagt, man sollte wissen, was man tut. Also (nicht in den falschen Hals kriegen!!!) „Hirn einschalten“, denn verantwortlich für das Resultat ist man immer selbst, und nicht der Hersteller oder wer auch immer. Und dazu gehört zB AUCH, das man Apps nur aus dem PlayStore installiert, und nirgendwo anders her.

In diesem Beitrag habe ich mich, wie gewohnt, nur zu Android ausgelassen. Was iPhones angeht …. zum einen ist mir das zuwenig, was iOS (das Betriebssystem dort) einem an Möglichkeiten bietet (im Sinne von Betriebssystem), und zum anderen ist mir das suspekt, was Apple an Barrieren einbaut. Deshalb verwende ich diese Systeme nicht und kenne mich daher auch zuwenig mit ihnen aus, um hier Vorschläge machen zu können.

Es grüßt,
das Smamap (www.wkfm.eu – WasKeineFreudeMacht)

Fotos die 3.

Jüngst hatte ich HIER und HIER ein paar Eindrücke und Erläuterungen von mir gegeben, wie sich das Konzept der Fotos-App von Google für mich darstellt.

Nachdem ich die App jetzt etliche Tage in Benutzung hatte, kann ich feststellen, dass es, für mich zumindest, absolut erholsam ist, sich keine Gedanken mehr darüber machen zu müssen, WO sich ein Foto befindet, das ich mit einem mobilen Gerät geschossen habe, denn es befindet sich IMMER in der Cloud, also quasi auf der Internet-Festplatte.

Und weil dem so ist, habe ich mit JEDEM Gerät, mit dem ich über mein Google-Konto angemeldet bin, Zugriff auf dieselben Fotos.

Praxisbeispiel aus dem privaten Bereich:
Ich benötige ein Gewürz eines bestimmten Herstellers, mache zuhause mit dem Tablet ein Foto von der alten Packung und im Supermarkt öffne ich dann die Fotos-App auf dem Smartphone und habe jenes Bild zur Auswahl zur Verfügung. Obwohl ich das Foto mit diesem Gerät gar nicht gemacht hatte.

Genau das Gleiche könnte ich mit einer Rechnung veranstalten, mit einem Zubehörteil oder mit einer Arznei.

Das Ganze vereinfacht sich damit, nachdem irgendwelche Überspielereien, von einem Gerät auf das andere, schlicht entfallen.

Zwar gibt es da ein paar Unwägbarkeiten, von denen ich in meinem letzten Beitrag zum Thema berichtete, aber mal unabhängig davon, ob diese Punkte an meiner Wenigkeit liegen oder am Konzept der Fotos-App, so kann man mit diesen wohl leben.

Und wer kein Problem damit hat, dass seine Fotos auf einem Google-Server, irgendwo im Ausland liegen, der hat mit der App, so finde ich, eine sehr brauchbare Lösung für ein zentrales Fotoalbum.

Ich, für meinen Teil, habe der App die Berechtigung zur Standortermittlung in den App-Einstellungen entzogen, so dass sie dies weder über GPS noch über Netzdienste tut, habe darüber hinaus mein GPS ohnehin meistens aus, und werde DANN, wenn zentrale, umfassende Clouddienste endlich auch in D angeboten werden (die ersten Schritte dazu sind ja bereits gemacht), auch dorthin wechseln – denn die Datenschutzbestimmungen in D sind halt doch eine „klitzekleines Bischen“ anders, als an einem Serverstandort, der sich irgendwo auf einem Inselstaat befindet.

Was mir bleibt, ist, die Sache mit den Alben zu durchblicken, die die Fotos-Cloud-Lösung von Google anbietet. Das werde ich dann auch noch schaffen – sei es zeitlich oder energetisch.

Es grüßt,
das Smamap (www.wkfm.eu – WasKeineFreudeMacht)

Das etwas andere WhatsApp

Verschiedentlich hatte ich ja schon darüber berichtet, dass und wie ich es mir eingerichtet hatte, unterwegs ein Hosentaschen-Smartphone zu haben, und nur dann das Tablet mitzunehmen, wenn es rein organisatorisch auch passt; in dem Zusammenhang war das Einzige, was sich da noch etwas spreizte, das Whatsapp.

Bekanntlich war es ja mittlerweile so, dass ich auf Tablet und Smartphone unter derselben Nummer erreichbar war, dank einer „Multicard“ seitens meines Providers. Dabei musste man allerdings einstellen, welches der beiden Geräte SMS und MMS erhalten würde, denn beide gleichzeitig, das geht nun mal nicht.

Dies störte mich allerdings nicht, denn ohnehin ist WhatsApp das Nachrichtenmittel der Wahl. Jedoch ist WhatsApp immer an EIN Gerät gekoppelt. Meldet man WhatsApp von einem anderen Gerät aus an, wenn auch mit derselben Mobilnummer, dann kommen die Nachrichten dort an.

Als ich das feststellte, wollte ich mich schon ärgern (was allerdings auch nichts genutzt hätte), und fiel dann, eher zufällig, über „WhatsTablet„.

Es handelt sich dabei um eine App, die (fast) genauso wie WhatsApp aussieht, allerdings nicht von Facebook geschrieben. Als Entwickler firmiert ein Jonas Becker in Aachen.

Hat man das Teil über den PlayStore auf dem Tablet installiert und startet es das erste Mal, so erscheint ein QR-Code, den man mit dem Smartphone einscannt, und schon laufen die beiden Anwendungen im Gleichschritt. Man erhält ab sofort alles auf beiden Geräten: Auf dem Smartphone mit WhatsApp und auf dem Tablet mit Whatstablet. Hat man die beiden Geräte nebeneinander liegen, dann kommt bei Eingang einer Nachricht, auf beiden Geräten das akustische Eingangssignal. Schreiben geht natürlich AUCH auf beiden Geräten, und beide Apps sind dann auch immer auf dem gleichen Stand, sprich synchronisiert.

Das Einscannen des QR-Codes passiert innerhalb von WhatsApp. Man braucht also keine extra Scann-App dazu.

Basis für diese Doppelfunktion ist das sog. „WhatsApp Web“, eine offizielle Sache von WhatsApp, mit dem die Möglichkeit gegeben werden sollte, Nachrichten auch auf dem PC zu empfangen/schreiben.

Diese Funktion wurde von og Entwickler in WhatsTablet eingebaut.

Und ich muss sagen, so von kleinen Ausreissern abgesehen, funktioniert das Ganze einwandfrei. Es ist total erholsam, notwendige Kontakte auch unterwegs halten zu können, und nicht desöfteren, wenn man nach Hause zurückkehrt, feststellen zu müssen, dass etwas an einem vorbeigegangen ist, weil man unterwegs kein WhatsApp hatte.

Bestes Bsp war jenes, als der Chef im Rahmen meiner Nebenbeschäftigung, mich zu erreichen versuchte, weil er mich dringend für eine Erledigung gebraucht hätte. Wie ich das dann spätnachmittags mitbekam, wer das Ganze natürlich schon rum um’s Eck.

Absolut erholsam ist auch der Platz, den man in der App hat (natürlich auch der Größe eines Tablets geschuldet) ….

WhatApp

Ein enormer Größenunterschied. Eine absolute Wohltat in der Bedienung

…. wenn man dann noch die Spalte mit den WhatsApp-Kontakten auf der linken Seite einklappt, dann kann man sich vor lauter Platz nicht mehr retten 😉

Wenn man einen Nachteil finden will, dann findet man natürlich immer einen. In dem Fall könnte das sein, dass für das Funktionieren der Doppelschiene, die Voraussetzung gegeben sein muss, dass das Smartphone Zugang ins Netz hat. Gemeint ist eigentlich, dass WhatsApp Verbindung haben muss zum WhatsApp-Server. Ob jetzt über WLAN oder die mobile Datenverbindung, ist einerlei. Hintergrund ist, dass sich WhatsTablet quasi mit WhatsApp synchronisieren muss, was nicht funktioniert, wenn zu Letzterem keine Verbindung möglich ist. Dass das SO gestaltet ist, liegt an WhatsApp (der Hersteller lässt das nicht anders zu, so dass WhatsTablet da keine andere Wahl hat, als zwingend sicher zu stellen, dass Verbindung zum Smartphone besteht).

Wenn also das Smartphone ausgeschalten wird oder der Akku plötzlich leer ist, dann hat auch WhatsTablet erstmal Pause.

Was zwangsläufig auch Thema ist, ist die Tatsache, dass bei neuen Funktion in WhatsApp, diese nicht augenblicklich auch in WhatsTablet vorhanden sein können. Es dauert eben seine Zeit, bis das ein oder andere vom Entwickler umgesetzt werden kann.

In seltenen Fällen passierte es mir, dass die App plötzlich schloss und neu gestartet werden musste. Der Entwickler, zu dem ich Kontakt aufnahm, kannte den Effekt, es war aber bisher nicht möglich gewesen, die Ursache zu ergründen. Wobei an dieser Stelle gleich dazu gesagt werden muss, dass der Support 1A ist. Auf meine anfänglichen Fragen erhielt ich immer zügig Antwort.

Fazit: Eine tolle App, mit vielen Vorteilen und ohne für mich ersichtliche Nachteile.

Es grüßt,
das Smamap (www.wkfm.eu – WasKeineFreudeMacht)

Einfaches Smartphone für lau / Archos 40 neon

Kürzlich hatte ich HIER beschrieben, dass ich mir für unterwegs ein einfaches Smartphone angeschafft hatte (ein gebrauchtes Archos 40 neon), weil mir mein Tablet für manche Gelegenheiten einfach zu wertvoll ist, und es bei einem günstigen Ersatzgerät „nicht so drauf ankommt“.

Einfaches Smartphone

Und ich muss mittlerweile sagen, ich bin echt überrascht, was man für 30€ und weniger, so bekommen kann.

Meine Erfahrungen:
Man muss ganz klar Abstriche machen. Das geht an bei effektiv 2,7 GB verbleibender Speicherkapazität, geht weiter über fehlende HD-Auflösung des Displays, über geringere Akku-Kapazität (ca. 1.300 mAh), bis hin zu schwachem GPS, einer alten Android-Version (5.1) und nicht existentem LTE. Da gäb’s auch noch mehr ….

Aber das sind alles keine Kriterien für den Zwischendurch-Gebrauch und für ein einfaches Smartphone. Beim Speicher beschränkt man sich auf das wirklich Notwendige (zB WhatsApp, Terminplaner, Browser, Camera), die „geringere“ Display-Auflösung war mir gar nicht bewußt, die Akku-Kapazität erfordert eben manchen Besuch an der Steckdose, GPS gibts halt einfach nicht (oder ev. nur dort, wo starker Empfang herrscht), und wen juckt die ältere Android-Version oder die Tatsache, dass der mobile Datenempfang nur bis 3G geht.

Solange man nur stundenweise damit umgehen muss, ist alles gut. Es stört auch nicht weiter, dass das Smartphone öfter mal etwas überlegen muss, bevor es was tut. Oder dass dann, WENN es was tut, es gelegentlich länger dauert, bis was erledigt ist.
Ich wusste, was da wohl auf mich zukommt, wie ich, relativ spontan, dieses Teil erworben habe.

Und trotzdem …. für den geringen Preis, den ich dafür gezahlt habe, hätte ich die Leistung, die ich bekam, nicht erwartet.

Die Einschränkungen, die naturgemäß damit verbunden sein MÜSSEN, nehme ich dankend in kauf, wenn ich sehe, was das Teil kann. Zudem weiß ich ja, dass die wirklich wichtigen Sachen mit dem Tablet erledigt werden.

Ich vergleiche das Ganze mal damit, wenn ich hier aus Oberfranken mit dem Auto nach München fahren sollte (was ich nicht mehr kann/tu). Das geht mit der bequemen Limousine, bei der man mit 180 angenehm dahinfährt oder auch mit der Blechschüssel, bei der bei 140 schon so Einiges sprichwörtlich davonfliegt.
Also ist die Blechschüssel dann doch eher etwas, für die Fahrt zum Baden oder in den Nachbarort. Oder zum Einkaufen.
Für die längeren Fahrten, wenn es bequem, schnell, und mit dem ein oder anderen Komfort sein soll …. da soll es dann schon das Tablet sein …. äähhhh die Limousine. Ansonsten bleibt die in der Garage (mal abgesehen davon, dass ich nie in der Lage war, so 2 Autos zu haben, geschweige denn, dass ich mich gesträubt hätte, mich derart zu vergaloppieren).

Zurück zum eigentlichen Thema ….
Das Spannende an meinem Archos, ist, dass ich damit auch experimentieren kann. Also Dinge versuchen, die ich mit meinem Tablet nie machen würde. Könnte ja schief gehen, und meine Daten weg sein oder gar das ganze Teil nicht mehr funktionieren (Garantie ade).

Das erste kleine Experiment bestand darin, mal alle Apps stillzulegen, die auf „Google Play ….“ begannen. Also zB Google Play Kiosk oder Google Play Bücher, und was es da sonst noch gibt. Was man unbedingt lassen muss, ist Google Play Store und Google Play Dienste; und was nicht stillzulegen geht (vermutlich aus gutem Grund), ist die zentrale „Google“ App. Und „Google Text in Sprache“ habe ich auch gelassen (wenn ich mich recht erinnere (Hirn wie ein Sieb), dann braucht das Google-Maps, falls ich es mal wieder aktiviere).

Bei allem anderen …. ab damit. Man kann es zwar nicht deinstallieren (normalerweise), aber man kann zumindest die Updates, die da mittlerweile zur Urversion kamen, deinstallieren (zumindest ist es so in Android 5.1). Dann bleibt noch die schmale Ur-App übrig (es sind zB aus 50 MB, sagen wir, 13 MB geworden). Und dann kann man die App „deaktivieren“.

Dies alles findet statt in den Einstellungen unter dem Punkt „Apps“. Man tippt dort die betreffende App an, und im Folgebildschirm kann man dann, über die entsprechenden Buttons, loslegen.

Dasselbe habe ich dann mit GMail gemacht, und mit Hangouts (Mail-programm habe ich ein anderes bzw. verwende ich auf dem Archos gar nicht, und Messenger ist bei mir WhatsApp).
Und auch mit Google-Drive, Google+, Kalender, Maps, Notizen, TalkBack und YouTube, bin ich genauso verfahren.

Auf diese Weise habe ich doch etliches an Speicher zurückgewinnen können. Diese ganzen Apps sind zwar nicht deinstallierbar, aber dadurch dass man sie in den Urzustand zurückbringen kann, gewinnt man doch so Einiges an Speicher.

Ich hab mal durchgerechnet, dass die ganzen nicht deinstallierbaren Apps, im Urzustand, ca. 400 MB an Speicher verbraten. Im Zustand mit allen Updates, die automatisch so nach und nach heruntergeladen wurden, war das ursprünglich wohl das 3-4 fache. Also auf jeden Fall über 1 GB.

Mein Ansinnen war es auch, so ein einfaches Smartphone irgendwann mal mit einem alternativen Android zu versehen, und darin das ganze Zeugs dann gar nicht erst zu installieren. Dann spar ich mir die o.g. 400 MB auch noch. Aber das ist ein Schritt, der jetzt noch nicht unmittelbar ansteht und auch einige Überlegung und Zeit braucht. Zudem ist er nicht so ganz einfach durchzuführen.

Was ich jetzt habe, um mich zusätzlich abzusichern:
Ich habe mir ein weiteres „Archos 40 neon“ angeschafft. Konnte ich für 25€ bekommen. Sollte mal was komplett schief laufen, bei meinen Aktionen, hätte ich noch ein komplettes Zweitgerät zur Verfügung.

Bei der Gelegenheit habe ich dann doch auch mal das Datenblatt zu diesen Geräten mir im Netz erlesen. Es wurde in D eingeführt im April 2016, und ist neu ab ca. 50€ zu bekommen. Die Teile sind also ca. 1 Jahr alt. Da kann man nicht meckern. Sie haben einen 4 Kern-Prozessor, also von daher doch relativ leistungsfähig. Auch da kann man nicht meckern.
JA, ich weiß, sowas macht man vorher …. Datenblatt lesen. Wie gesagt, das war ein Spontankauf. Und wie sich jetzt herausstellt, einer, mit dem ich, so meine Meinung, voll ins Schwarze getroffen habe. So ein ‚einfaches Smartphone‘ heutiger Machart, kann ganz schön viel.

Wer also ein Ausweich-Smartphone benötigt, bei dem es auch keine Rolle spielt, wenn es mal das Zeitliche segnet, dem kann ich sowas nur empfehlen.

Es grüßt,
das Smamap (www.wkfm.eu WasKeineFreudeMacht)

Der Ersatz des Ersatz

Der zentrale Mittelpunkt meines digitalen Lebens ist seit knapp 1 1/2 Jahren mein Tablet; es wurde der Ersatz für so Vieles (PC, TV, Telefon, Smartphone). Schon desöfteren hatte ich darüber HIER berichtet.

Ersatz

Das Einzige, was es ev. zu meckern gäbe, ist die Größe eines solchen Tablets, denn es hat immerhin eine Bildschirmdiagonale von 25 cm.

„Zu meckern“ nicht im Sinne von Schwachpunkt oder Mangel oder so; seine herausragende Eigenschaft, nämlich die Größe, die es so einfach macht, Vieles eben auch einfach zu handhaben, die macht es gleichzeitig unmöglich, es einfach mal so eben in die Hosentasche zu schieben …. is einfach nicht! 

Bei manchen Gelegenheiten kann man es schon mitnehmen, das Tablet. Etwa ins Cafe oder aber, wenn man weiß, ich mache eine Tour und hab meinen Rucksack dabei.

Für andere Gelegenheit (man möchte erreichbar bleiben oder für den Notfall selber jemand erreichen können), wünscht man sich doch manchmal ein Hosentaschengerät …. rein in die Hosentasche und gut is. Man hätte es immer bei sich, und doch immer beide Hände frei. Also ein Ersatz für den Ersatz.

Einen Kompromiss aus beidem gibt es nicht. Gleichzeitig groß, um alles in guter Sichtgröße vor sich zu haben (zB die Straßenkarte oder das Buch oder die Excel-Tabelle), und doch auch wieder klein genug, um es in die Tasche stecken zu können …. BEIDES geht eben nicht.

Bisher hatte ich für letzteren Zweck ein uraltes 0815 Handy. Jedoch mal eben übers Netz eine Telefonnummer suchen, eine WhatsApp-Nachricht erhalten oder was in den Mails nachsehen – vergiß es !!!!

Und deswegen hab ich mir jetzt ein 0816 Smartphone besorgt. Für einen Apel und ein Ei, sprich 30€ – ibäh machts möglich.

Ersatz
Ein gebrauchtes Teil, nicht grade der Brüller in Sachen Geschmeidigkeit und Schnelligkeit, aber immerhin. Gut 10 cm Bildschirmdiagnole, also absolut passend für die Hosentasche.

Der Akku ist nicht mehr der Beste, GPS …. vorhanden, aber nicht nutzbar, und es benötigt immer eine Android-Gedächtnisminute, bis es in die Hufe kommt. ABER …. für unterwegs, wenn das Tablet lieber zuhause bleiben sollte, eine einwandfreie Lösung.

Gleich mal eine neue Display-Folie besorgt (die alte war dann doch eher unansehnlich; die Display-Oberfläche dafür aber ohne Kratzer), den irgendwo noch vorhandenen externen Akku-Pack wieder hervorgeholt, und es hatte (fast) alles, was es brauchte.

Die Einsatzzeiten werden sich zwischen Tablet und Smartphone wohl so im Verhältnis 9:1 aufteilen. Die Vorstellung diesen Blogbeitrag auf dem Smartphone zu schreiben …. da führt kein Weg hin. Aber unterwegs auf eine WhatsApp-Nachricht der Firma zu antworten, das sollte auch dann möglich sein, wenn man grade bei Freunden am Rasenmähen ist.

Ich hatte mich lange dagegen gesträubt, das Uralt-Handy in den Ruhestand zu verabschieden. Jedoch geht es heute für so Manches ohne eine Datenverbindung ins Internet nicht mehr.

ABER EINES bleibt bestehen …. bei manchen Gelegenheiten bleibt BEIDES zuhause. Menschen, die mit Freunden essen gehen, und dabei andauernd mit ihrem Mobilgerät zu tun haben, sind ein absolutes NO-GO.

Es grüßt,
das Smamap 
(www.wkfm.eu – WasKeineFreudeMacht)

Multicard – Ergänzung zum Tablet

Thema: Multicard

Wie Mitleser meines Blogs wissen, habe ich seit fast einem Jahr ein Samsung-Tablet im Einsatz.

Multicard

Es ersetzte für mich vielerlei auf einen Schlag: PC, Fernseher, Smartphone, Telefon, div. Musikwiedergabegeräte.

All diese Versprechungen hat es auch gehalten.

Was immer noch etwas „hinderlich“ war: Bei manchen Gelegenheiten möchte man nicht das große Tablet mit sich tragen, und nimmt so z.B. für die Gartenarbeit das kleine 0815-Handy mit, um erreichbar zu bleiben bzw. für den Notfall eine Möglichkeit zur Kontaktaufnahme bei sich zu haben. Jedoch befindet sich die SIM-Karte zur Mobilfunk-Nummer natürlich im Tablet (ich hatte damals bewußt die Ausführung mit Telefonie gewählt).

Die SIM-Karte ständig von Gerät zu Gerät zu wechseln verbietet sich von selbst.

Kürzlich habe ich entdeckt, dass es von meinem Anbieter die Möglichkeit der Multicard gibt; sprich ich kann eine 2. SIM-Karte haben, die auf dieselbe Mobilfunk-Nummer anspricht.

Also die Option geordert, für 3 Euronen im Monat.

Leider muss dabei auch die ursprüngliche SIM-Card ersetzt werden, offenbar um das technisch zu realisieren, das 2 Karten gleichzeitig auf die Nummer ansprechen.

Für die ganze Aktion sind zwar nochmal 20 Euronen fällig, quasi als Einrichtungsgebühr, aber das war es mir wert. Zwischenzeitlich hatte ich nämlich die Anrufe/SMS immer umgeleitet auf eine andere Handy-Nummer (zu der ich die SIM-Karte in jenes Allerwelts-Handy gesteckt hatte), aber dieses ewige Umstellen war mir eines Tages zu nervig.

Jetzt ist es eben so, dass ich ziemlich oft mit dem Tablet unterwegs bin, und manchmal eben mit Stink-Normal-Handy, ohne Umstecken oder Umschalten.
Das Einzige was ich anfangs noch machen musste, war, per Code einwählen, auf welchem der beiden Geräte SMS bzw. MMS ankommen sollen (ideal wäre natürlich, dass auch das auf beide Geräte geht, aber das geht natürlich technischerseits nicht).

Die dritte Variante praktiziere ich auch desöfteren: Kein Tablet/Handy dabei haben, und nicht erreichbar sein. Jedoch als Schlaganfallpatient wähle ich das schon bewusst aus, wann meine Umgebung so gestaltet ist, dass Unerreichbarkeit kein Problem darstellt.

Es grüßt,
das Smamap

Magnetstecker für Micro-USB Anschluss

Für die Rubrik „Tips & Tricks“ im Bereich Smartphone etc., bin ich kürzlich auf ein kleines Teil gestoßen, das für mich viel Sinn macht, nämlich einen Magnetstecker für die kleinen USB-Anschlüsse.

Magnetstecker(man möge die unscharfen Aufnahmen nachsehen; sie wurden per Uralt-Cam gemacht)

Das Tolle daran ist der kleine Stecker-Adapter, der seit Kurzem im USB-Anschluss meines Tablets steckt ….

Magnetstecker(auch hier wieder unscharf; sich selbst aufnehmen kann das Tablet noch nicht 😉 )

Mal hochgerechnet auf 5 Jahre, hätte ich bisher das Netzteilkabel ca. 18.000 Mal an- bzw. abgesteckt. Jetzt sitzt der Adapter fix im USB-Anschluss, den ich für sonst nichts anderes benötige. Sprich 1 x angesteckt, und das war´s.

Bei Bedarf wird jetzt das magnetische Ladekabel ….

Magnetstecker(scharfe Bilder sind schon was anderes 😉 )

…. an den Adapter herangeführt, dockt sich dort magnetisch an, und der Ladevergang beginnt. Das Schöne an diesem Magnetstecker ist, dass es egal ist, wie herum man da andockt.

Es ist IMMER richtig.

D.h. also auch, dass dieses ständige „den Stecker falsch rum in der Hand haben“, ab sofort entfällt.

Ob die USB-Buchse am Tablet die ca. 18.000 Steckvorgänge ausgehalten hätte, weiß ich nicht, kann mir allerdings vorstellen, dass ein entsprechender Test bei Stiftung Warentest auf dem Prüfstand, ein negatives Ergebnis gebracht hätte.

Der Ladevorgang scheint mir mit dem neuen Kabel sogar schneller zu gehen. Ob das etwas mit dem „Support Fastcharge mode“ lt.Verpackung zu tun hat, weiß ich nicht.
Zudem ist das neue Kabel etwa 2 cm länger, als das original Samsung Kabel, was in meinem speziellen Fall ideal ist, weil diese 2 cm genau DEN Unterschied ausmachen, so dass die Entfernung „Steckdose-Tablet“ überbrückt werden kann, ohne dass das Kabel am Tabletende fast abgeknickt werden muss.

Die Kraft der Magnethalterung des Magnetsteckers ist auch hinreichend hoch, so dass der Magnetstecker kleinere Belastungen auch problemlos aushält. Andererseits gibt es das Thema auch nicht mehr, dass ich mit dem Tablet von dannen marschiere, und das angesteckte Ladekabel übersehe, was bisher dazu führte, dass ich, in letzter Konsequenz, mir das Ladekabel aus der Buchse riss. Jetzt ist es so, dass schlicht der Magnetstecker nachgibt und abfällt. Thema fertig.

Manche Dinge, die die Zubehörindustrie anbietet, machen echt Sinn.

Und das hier beschriebene Magnetstecker Teil gehört, für mich, definitiv dazu.

Ach ja …. die Kosten …. das Teil kostete mich bei ebay (inkl. Versand) knapp 12 €. Jetzt vll nicht grade günstig, jedoch unendlich günstig im Vergleich dazu, wenn ich irgendwann einmal die USB-Buchse in der Fachwerkstatt hätte austauschen lassen müssen.

Es grüßt,
das Smamap

Mein Tablet und Google ….

Google holt sich sehr viele seiner Informationen von Smartphones und Tablets, ohne dass man das merkt.

Wie das?

Sehr einfach …. Android, das Betriebssystem auf den meisten dieser Geräte ist von Google.

Ich hab mir einen Artikel aus der letzten Chip vorgenommen, und nach einigem Zögern jetzt mal abgearbeitet.

Die hatten dort mal ein Nexus 5 genommen und zunächst festgestellt, dass da aktuell über 2 Dutzend Google Apps im Hintergrund werkeln und Daten sammeln.
Zudem interessiert sich Android weiter dafür in welchem WLAN man surft, speichert Passwörter und Anruflisten auf Google-Servern und dergleichen mehr.

Viele dieser Google-Apps kann man zwar nicht löschen, was eine Frechheit ist, aber man kann sie zumindest deaktivieren. Damit werden diese Apps nicht mehr automatisch gestartet und tauchen auch nicht mehr im App-Menü auf.

Also bin ich jetzt mal hingegangen und habe alle Google-Apps, die ich nicht verwende oder für die ich ohnehin Alternativen nutze, deaktiviert.

Als da wären: Gmail, Kalender, Hangouts, Play Music, Drive, Google App, Play Filme & Serien. Das geht ganz einfach in den Einstellungen, im Anwendungsmanager.
Damit Android meine WLAN-Passwörter und Anruflisten nicht mehr auf Google-Server speichert, habe ich in den „Einstellungen“ unter „sichern & zurücksetzen“ dort „meine Daten sichern“ auf „Aus“ gesetzt.
Sodann habe ich noch, auch in den Einstellungen, in „Konten“ im Google-Konto alle Google-Dienste auf „Aus“ gestellt, die ich nicht brauche.
Und dann habe ich noch unter „Einstellungen/Google“ die Dienste ausgeschaltet, die mir ansonsten zu neugierig vorkommen, v.a. aber „Smart Lock für Passwörter“, mit dem sich Google App-Passwörter merkt, und den „Standardverlauf“, damit meine Bewegungen nicht mehr aufgezeichnet werden.

Damit war alles erledigt, wobei ich dann doch noch eines gemacht habe, was zwar durch die anderen Schritte in gewisser Weise schon überflüssig war, aber das Ganze doch abgerundet hat: Ich habe mein Google-Konto gelöscht, also jenes xyz@gmail.com.
Zwar wird einem das zu Beginn der Einrichtung eines Smartphones/Tablets ziemlich unter die Nase gehalten, man solle das Einrichten, aber zur Funktion eines solchen Gerätes braucht man kein Google-Konto. Es geht auch total ohne. Google hätte das halt gerne. Um Daten zu sammeln, zu synchronisieren, und damit eben „zu haben“. Also ging ich unter „Einstellungen“ auf „Konten“, dort auf mein Google-Konto, dort wiederum auf „Mehr“ und wählte „Konto entfernen“.

Das Konto als solches existiert bei Google nach wie vor, so dass man sich dort auch einloggen und z.B. eMails lesen kann, aber auf dem Smartphone/Tablet ist es entfernt, und die Verbindung zu Google gekappt.

Nach alle diesen Maßnahmen verwende ich mein Tablet weiterhin wie gewohnt und bisher ohne irgendwelche Abwandlungen in den Handhabungen.

Ich habe nur Eins festgestellt: Google legt es immens darauf an, den Eindruck zu erwecken, als bräuchte man das alles, was aber schlicht nicht der Fall ist.
Zwar war es ziemlich easy, bei Einrichtung meines Tablets viele Daten ad hoc zur Verfügung zu haben, weil sich das Android so manche Daten von den Google-Servern holte, wo sie mein bisheriges Smartphone abgelegt hatte. Aber offen gesagt macht das ohnehin mehr Sinn, sich alles neu einzurichten, um nicht Unmengen Karteileichen mitzuziehen. Was nutzen mir Kontakte, die es seit Jahren nicht mehr gibt. Was weitaus mehr Sinn macht, ist, sich vor Aufgabe eines Gerätes zu überlegen, welche Daten man auf die ohnehin vorhandene SIM-Karte bzw. SD-Karte absichert/exportiert, um sie im neuen Gerät dann wieder einzulesen. Und für Apps, die ich nicht mehr nutze, gilt das gleichermaßen.

Einen weiteren Weg gibt es, rein theoretisch, noch, um absolut alles, was mit G zu tun hat, zu vermeiden. Vereinfacht gesagt: Ein Android aufspielen, das so überarbeitet wurde, dass all die G-Apps, die man normalerweise nicht löschen kann, erst gar nicht enthalten sind. Aber derlei ist etwas heikel, weil man damit die Geräte-Garantie ev. verliert, wenn nicht gar das ganze Gerät zerstört (liest man zumindest).

Aber mit den Maßnahmen, die ich jetzt durchgeführt habe, ist ja schon sehr viel erreicht.

Wovon ich mich dabei nicht getrennt habe, ist der Browser Chrome und Google-Maps.
Ersteres benötige ich aus bestimmten Gründen, und Letzteres ist dann doch eine schöne Sache wenn ich in der Stadt X die Straße Y suche.

Aber SO stelle ich mir das vor, dass ich nämlich DAS verwenden kann, was ICH für sinnvoll empfinde und mir in freier Entscheidung aussuche, ohne dass Datenberge gesammelt werden.

Es grüßt,
das Smamap

Wie hat unser Leben nur OHNE funktioniert?

Angespornt hat mich zu diesem Beitrag ein Bloggerkollege

https://mydailybadluck.wordpress.com/2016/07/20/die-netzabdeckung/

Heute ist es Standard, dass (fast) jeder ein Smartphone hat.
Sogar diejenigen, die niemals sowas haben wollten, nennen zumindest ein Handy ihr eigen.

Bsp.? Die Mutter einer Bekannten, die Dame ist über 70, hat sich vor einigen Monaten ein Handy angeschafft (wir waren gemeinsam beim Elektronik-Markt). Nur eins mit großen Tasten und einem Display, um die Nummer zu sehen. Zweck der Übung war, um von unterwegs Hilfe anfordern zu können, denn schließlich ist man ja nicht mehr die Jüngste und auch nicht die Gesündeste.

Eine sinnvolle Anschaffung, wie ich meine.

Bei mir geht es langsam auch in die Richtung. Wenn man schon 2 Schlaganfälle hinter sich hat, das Gleichgewicht deshalb eher unter „funktioniert noch“ einzuordnen ist, und die Wirbelsäule so manches Mal streikt, ist es dann doch ratsam, sich nicht ohne Kommunikationsmittel in der Welt zu bewegen.

Zudem fand ich die Möglichkeiten immer schon faszinierend (würde Spock sagen), zumal von berufs wegen, die heutige Telefonknochen zu bieten haben.

Trotzdem gehöre ich zu denjenigen, die im Bereich Telekommunikation „Spätzünder“ waren. Ich hatte mich lange Zeit dagegen gewehrt, ständig erreichbar zu sein. Schlicht deswegen, weil mir mein Privatbereich schon immer sehr wichtig war.

Manchmal frage ich mich heute, wie das denn früher war.

Früher, da gab es den Brief. Der brauchte mitunter einige Tage, bis er den Adressaten erreichte. Ja klar, das Telefon gab´s auch (früher hieß das noch nicht „Festnetz“). Damals natürlich mit Wählscheibe.

Dieses technische Wundermittel hatte die Eigenschaft, dass man immer zum Ende einer Nummer, das falsche Loch erwischte. Also das Ganze nochmal von vorne …. (Sisyphos lässt grüßen).

Meine Großeltern, beispielsweise, hatten sowas gar nicht. Also gab´s in dem Fall tatsächlich nur den Brief. Der kam dann immer in altdeutscher Schrift. Ich konnte immer gar nicht verstehen, warum man SO schreiben konnte/musste.

Zuhause, das wir eine Mietwohnung im 4. Stock eines Wohnblocks (zumindest bis zu meinem ca. 15. Lebensjahr), da wir ich häufig draußen mit Freunden unterwegs. Wenn ich was von meiner Mutter brauchte, dann öffnete ich unten die Haustüre des Treppenhauses, und schrie einfach hinauf, meine Mutter möge doch zum Fenster rausschauen.
Ich möchte gar nicht wissen, wie oft ich damit sämtliche Hausbewohner furchtbar genervt habe.
Heutzutage wird das mit Smartphone erledigt. MEINE Kommunikations-Art von damals ist somit ausgestorben.

Wenn man heute die Möglichkeit hätte, eine Zeitreise zu machen, sagen wir ins Jahr 1970, und würde den Menschen zeigen, was es heute alles gibt …. man würde stehenden Fußes Bekanntschaft mit den Männern mit den weißen Jacken machen.

Damals war von Faxgerät, schnurlosem Telefon, Handy, eMail, Internet usw usf noch meilenweit nichts zu sehen. Zumindest bei Otto Normalverbraucher.
Natürlich war auch nichts zu sehen von Menschen, die ständig nur noch auf ein Display schauen, und dabei gegen den Lichtmasten knallen.

Ein Telefonanschluss dauerte damals 1-2 Monate, bis er installiert war, Hauptkommunikation erfolgte per Brief, Kontoauszüge gabs bei der Bank direkt am Schalter vom Bankmenschen, der sie aus einer Art Registratur heraussuchte, und die Dinge brauchten ihre Zeit.
Ich habe jetzt keine Beispiel parat, aber die Bestellung bei Neckermann dauerte bis zur Anlieferung sicherlich 2-3 Wochen (allein die schriftliche Bestellung war ja schon 3-4 Tage unterwegs). Heute wird per Internet bestellt (natürlich nicht mehr bei Neckermann), morgen wird das dort abgearbeitet, und 2 Tage später ist es da (zumindest mit dem Paketdienst; wenn es per Post/DHL kommt, dann hat man Pech, aber schließlich muss das ehemalige Behördentum ja noch irgendwo seine Hinterlassenschaften haben).

Und so haben sich die Dinge geändert: ALLES ist SOFORT angekommen (gut, bis auf den Brief!). Eine Nachricht an den Onkel meiner Ex (wie nennt sich eine solche Verwandtschaft ???), dort drüber in Georgia, die ist von jetzt auf sofort bei ihm.

Nur EINES ist geblieben, wie es immer schon war: Wenn man etwas von einer Behörde benötigt, das DAUAUAUAUERT !!!!!! , wenn überhaupt. Und da helfen auch sämtliche Smartphones nichts.
Ich könnte da jetzt aus dem Stand X Beispiele bringen …. aber was solls …..

Es grüßt,
das Smamap

Poke di dingens …..

Manchmal hat es so seine Vorteile, wenn man etwas dezentral lebt.

Hier in Oberfranken läuft die Zeit noch etwas langsamer, die Menschen sind noch verwurzelter in ihren Traditionen und Lebensweisen, und bis sich da was Neues durchgesprochen hat, das dauert immer etwas länger.
Ganz im Gegensatz etwa zu meiner Heimat von geburtswegen, sprich München.

Und so habe ich bisher noch niemanden gesehen, der nach den Dingern jagt.

(Copyright: Nintendo)

Gut, das mag durchaus teilweise auch an mir liegen, weil ich nicht so bewusst beachte, was die Schüler, die mir begegnen, so treiben. Aber ich nehme mal an, dass mir solch eher seltsame Verhaltensweisen aufgefallen wären, über die im Netz „landauf/landab“ berichtet wird.

Folglich ist davon auszugehen, dass die Zahl derer, die zu Jägern mutiert sind, sich noch im absolut überschaubaren Rahmen hält.

Mir stellen solche Entwicklungen immer die Frage, ob ich mich denselben stellen sollte, um auf dem Laufenden zu sein.
Immer öfter beantworte ich solche Fragen mit NEIN. Noch vor 10 Jahren, als ich noch gewisser Bestandteil der IT-Branche war, gehörte „auf dem Laufenden bleiben“ zum absolut zwingenden Bestandteil des Berufs- und damit auch des Privatlebens.
Und auch danach behielt ich das in gewissem Umfang bei, aus Gründen der Neugierde, und weil mich Entwicklungen in diesem Bereich immer noch faszinieren.

Jedoch unterscheide ich mittlerweile zwischen Wesentlichem und Unwesentlichem. Schlicht deswegen, weil es mit zunehmenden Jahren, Dinge gibt, die wichtiger sind, als jeden Hype mitzuerleben/-verfolgen.

Und so weiß ich, so rein grundsätzlich, um was es beim jetzigen letzten Schrei geht, aber ich verspüre keine Notwendikeit, mir das Thema zu erarbeiten. Zumal es sich dabei um nichts handelt, was meinem Leben etwas geben könnte.

EINEN Gedanken habe ich allerdings zu dieser Zeiterscheinung: Ich bin gespannt, wie lange es dauert, bis es den ersten Toten gibt, deswegen, weil die Konzentration auf´s Smartphone wichtiger war, als diejenige auf die Umgebung, also etwa den Straßenverkehr.

AUCH deswegen finde ich es positiv, dass die Dinge nicht mehr so auf mich einprasseln, wie seinerzeit. Zum einen des Lebensortes wegen, und zum anderen aus eigener Entscheidung.

Es grüßt,
das Smamap