Den Anschein wahren

Der Anschein ist alles, was zählt.

In meiner Sprit-Preis-Reihe gibt es neue Erkenntnisse. Wie HIER schon mal kurz dargelegt, gibt es so Einiges zu bezweifeln, was die derzeitigen Preise angeht.

Ein weiteres Kapitel hierzu ….

Jüngst erhielt ich von einer Bekannten deren Fahrzeug, um es zu betanken (sie selbst kann derzeit nicht fahren). Nun ja, dachte ich mir, da lädst du dir die Tanken-App auf’s Tablet, und lässt dich von dieser benachrichtigen, sobald der Spritpreis in deiner Umgebung fällt.

Gesagt getan …. was sich allerdings dabei herausstellte, war schon bemerkenswert.

Frühmorgens ist der Spritpreis hoch (1,48€). Kurz danach steigt er um 3 Cent (1,51€), um am späten Vormittag zu fallen (1,48€). Am Nachmittag pendelt er dann ein wenig hin und her, was über die App schön zu verfolgen ist (die Konzerne steuern die Preisanzeigen ja zentral (der einzelne Pächter hat da gar nix zumelden) und müssen diese Änderungen ja auch melden, was besagte Apps wiedergeben können).

Abends dann, sagen wir so gegen 17 Uhr, kollabieren die Spritpreise dann auf 1,42€, um dann gegen 18 Uhr wieder auf 1,48€ zu steigen.

Und dieses Spielchen wiederholt sich jeden Tag in etwa mit gleichen Zeiten/Beträgen, und an allen Tankstellen schön brav parallel.

Wenn also an der ESSO der Preis um 3 Cent sinkt, dann kann man drauf warten, dass an der Konkurrenztankstelle, etwa 3 KM entfernt, der Preis wenige Minuten darauf, in selber Weise sinkt. Beim Steigen der Preise ist das dann dasselbe.

Das Ganze führt dann zB zu der kuriosen Situation, dass man an der ESSO tanken möchte, weil das Tagestief erreicht ist, man dort aber feststellt, dass die Preissäule, zentral gesteuert, den geringeren Preis anzeigt, jedoch die Tankstelle am Pfingstmontag, pächerseitig, geschlossen hat. Man fährt also flugs 3 KM weiter, wissend, dass die Konkurrenztankstelle in wenigen Minuten den gleichen Preis haben wird. Bis man dort ist, ist dies auch der Fall.

Der Spritpreis schwankt also innerhalb Tagesfrist um satte 10 Cent rauf und runter. Mittels zwischenzeitlicher Steigerung und anschließender erneuter Senkung, wird dem Autofahrer, der im Gewerbegebiet unterwegs ist, suggeriert, der Preis sei günstiger geworden, und man müsse die Gelegenheit beim Schopf ergreifen. Dass der Preis 2 Stunden später um weitere 6 Cent fällt, steht natürlich nirgends.

Es gilt nur, den Anschein zu wahren, dahin, dass jegliche Vergünstigung immer sofort an den Kunden weitergegeben wird. Und natürlich ist es stets so, dass die Konzerne NUR die Preisschwankungen am Markt wiedergeben, denen Sie beim Einkauf unterworfen sind (wer’s glaubt ……).

Derlei Prozeduren werden selbstverständlich völlig uneigennützig gehandhabt. Dass der Anschein trügt, wäre selbstverständlich lediglich ein Gerücht 😉

Allerdings liegt es auch hier am Verbraucher, sich zu wehren. ZB über eine App, die einem nicht nur zeigt, wann es günstig ist, sondern einen auch noch benachrichtigt.

Am Besten ist natürlich, man lässt das Auto stehen oder hat überhaupt keines.

Es grüßt
das Smamap (www.wkfm.eu – WasKeineFreudeMacht)

Bitte erkläre mir mal einer die Sache mit dem Spritpreis

Nach einer Zwangspause des Schreibens, weil mir mein Umzug alles an Energie abverlangte, kommt heute wieder mal ein Beitrag; Thema ist der Spritpreis.

Ich fahre ja selbst kein Auto mehr, insofern könnte mir das Thema egal sein. Jedoch ist es ein sehr gutes Bsp. (nach wie vor), wie der Verbraucher, in manchen Bereichen, total über den Tisch gezogen wird (meine Meinung).

Möglich ist dies (auch meine Meinung), weil der Staat mit am Tisch sitzt, über den man gezogen wird.

Die Kurzfassung lautet:
Wie vor 6 Jahren ist der Spritpreis bei 1,50€. Alle wesentlichen Preisbestandteile sind nahezu identisch zu damals. Allein – der Rohölpreis ist heute nur etwa halb so hoch.
Und trotzdem geht angeblich alles mit rechten Dingen zu.

Sicher – man kann dies pauschal als „Verschwörungstheorie“ abtun. Allerdings kann man, so man denn möchte, die paar nötigen Zahlen, die den Spritpreis ausmachen, wunderbar im Netz nachlesen.

Ich lebe sehr gern in unserem Land, unter den Bedingungen, die die Gesetze bestimmen. Manchmal darf man sich aber trotzdem wünschen, dass wirklich ALLE gleich sind davor, und nicht manche gleicher als andere.

Es grüßt
das Smamap (www.wkfm.eu – WasKeineFreudeMacht)

Absolut logisch …..

Heute ging ich mal wieder, eher zufällig, an der Tanke vorbei.

Ich erblickte den Spritpreis für das normale Super bei 1,39€.

Ich erinnere mich zurück, dass zur höchsten Zeit dieselbe Spritsorte bei 1,60€ lag.

Ich hatte das gelegentlich schon thematisiert.

Wenn ich derlei sehe, dann drängt sich mir immer die Frage auf, wie es denn sein kann, dass der Ölpreis bei weniger als der Hälfte von damals liegt (heute ca. 50 $ pro Barrel, damals bei reichlich mehr als 100 $, also heute mehr als 50% weniger), und der Unterschied zu damals beträgt nicht mal 15%.

Ja klar, der Einstandspreis ist nur ein Teil des Ganzen. Aber auch die MWST. richtet sich nach dem Netto.
Es kann mir keiner erzählen, dass das alles grade mal 20 Cent ausmacht.

Ich hab zwar kein Auto mehr, und insofern bräuchte mich das nicht zu interessieren, aber wenn man mit offenen Augen durch die Gegend läuft, dann kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass wir von „interessierten Kreisen“ da gewaltig über den Tisch gezogen werden.

Ich bin ein Gegner von an den Haaren herbei gezogenen Verschwörungstheorien. Auch in diesem Fall.
Allerdings kann ich es mir gut vorstellen, dass die Mineralölkonzerne und auch der Finanzminister nichts dagegen haben, wenn die Spritpreise sich eher höher gestalten.
Ich frage mich dabei, wo da der Papiertiger „Kartellamt“ sich versteckt.

Es grüßt,
das Smamap

…. und keiner merkt es ……

Ich hatte mich hier schon mal über das Thema ausgelassen ….. deshalb nur in aller Kürze, weil ich es eben wieder schwarz auf weiß gelesen habe:

Vor 7 Jahren hatten wir, genauso wie jetzt, einen durchschnittlichen Spritpreis von etwa 1,45 €.

Der Unterschied ist der, dass damals das Barrel Öl am Weltmarkt etwa 145 $ kostete. Heute kostet es etwa 45 $.

JA, RICHTIG GELESEN. Das Rohöl kostet weniger als ein Drittel von damals. Der Spritpreis ist der gleiche!!!
Was will uns das sagen???

Ich könnte mich ja darüber freuen, denn ich hab kein Auto mehr.
Aber ich bekomme jedes Mal einen dicken Hals, wenn ich darauf stoße, und realisiere, welcher staatlich legitimierte Betrug da abläuft. Und keiner merkt es!

Es grüßt,
das Smamap

Betrug ?

Letztens sah ich „Scobel“ auf 3sat. Vielleicht kennt das ja der ein oder andere.
U.a. war da die Rede davon, dass das Zusammenleben der Menschen durch Regeln und Gesetze organisiert wird, damit es auch funktioniert und friedlich sein kann.

Mir kam da ganz spontan der Gedanke, dass so manche dieser Regeln und Gesetze wenig ausgereift sind und eher zu Lasten der Menschen gehen. Dass es da also noch zu tun gibt.

Um das gleich vorweg zu sagen: Ich lebe gerne in diesem Staat und seinem System. Es gibt für mich nichts Besseres. Aber auch Gutes kann immer verbessert werden. Speziell dann, wenn einen bestimmte Dinge immer wieder nerven.

Aber dann geht es nicht darum, sich da irgendeine Aggression raushängen zu lassen, sondern darum, konstruktiv daran zu arbeiten.

EINE Möglichkeit ist ein Blog.

Was sind das also für Themen, wo mir der Gedanke an „Betrug“ kommt (ob es tatsächlich einer ist, das möge jeder für selbst entscheiden)?

  • Ich geh einkaufen, und steh mal wieder vor einer Wahre, bei der die kleinere Packung, im Vergleich zur großen Packung, auf einen horrenden Kilopreis hinausläuft (der ja Gottseidank immer mit dranstehen muss).
  • Ich geh einkaufen, und steh mal wieder vor einer Wahre, deren Packungsinhalt stillschweigend reduziert wurde.
  • Die Tankstelle nebenan hat den Spritpreis, den sie vor 2 Tagen um 3 Cent erhöht hatte, jetzt um 2 Cent erniedrigt.
  • Die Tankstellen in der Umgebung weißen nach jeder „Preisanpassung“ innerhalb weniger Minuten, denselben Preis auf.
  • Das Barrel Öl kostet aktuell etwa die Hälfte dessen, wo wir schon mal waren. Der Spritpreis ist aber schon wieder fast auf 1,50€, also dort, wo wir auch seinerzeit waren, und das, obwohl das $/€-Verhältnis in etwas gleichgeblieben ist.
  • Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass die Behörden für jegliche Leistung etwas verlangen dürfen, völlig unabhängig davon, dass der Staat an allen Ecken und Enden Steuern kassiert.
  • Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass der Staat bei jeder Preiserhöhung, einer Ware oder Dienstleistung, über die Mwst. mitkassiert, und damit ein Mehr an Steuern vereinnahmt.
  • Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass Behörden und staatl. Institutionen nicht kaufmännisch rechnen müssen (wie sonst bekomme ich einen Bescheid über 2€, dessen Vor- und Nachbearbeitung ein Vielfaches kostet).
  • Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass für Gelder, die von staatl. Seite zum Fenster hinausgeworfen werden, niemand wirklich Verantwortung übernehmen muss.
  • Es ist völlig legal, dass Banken Dispozinsen verlangen dürfen, die in keinerlei Verhältnis stehen, zu den tatsächlichen Kosten (Bsp. eine Bank hier vor Ort verlangt, neben den Kontoführungsgebühren, 12% Dispo, und zahlt selbst einen Bruchteil davon).
  • Es ist völlig legal, dass Krankenkassen heute dem Arzt vorschreiben, wieviel er verschreiben darf, anders gesagt, was er, dem Krankheitsbild entsprechend, für notwendig erachtet. Missachtet er das, sieht er sich Regressforderungen ausgesetzt.
  • Es ist völlig legal, dass Manager Gehälter in 7 oder mehrstelliger Höhe erhalten.
  • Es ist völlig legal, dass ein Mensch mit viel Geld, sich im Ernstfall teure Anwälte leisten kann, und deshalb ein anderes Recht erhält, wie Otto Normalverbraucher.
  • Es ist völlig legal, dass manche Rentner nicht wissen, wovon sie leben sollen, und gleichzeitig wird ein Rüstungsprojekt für Mrd. angeschafft, das sich letztlich als überflüssig oder nicht wirklich funktionsfähig herausstellt, wofür natürlich wieder keiner wirklich Verantwortung übernehmen muss.
  • Es ist völlig legal, zu bestimmen, dass ein Mensch mit monatlich 350€ sein Leben bestreiten kann.

Wenn ich derlei mal wieder sehe/lese/erfahre, dann bekomme ich immer einen dicken Hals.
Das sind so Dinge, die einem nun wirklich „Freude machen“.

Und ich habe noch keinen Politiker erlebt, der handfest dagegen angehen würde. Und das hat meines Erachtens nur damit zu tun, dass unsere Politiker vielfach sehr weit von den Realitäten des kleinen Mannes entfernt sind.

Und bei solchen Themen, da fällt es mir ziemlich schwer, irgendwie Humor in einen Beitrag einfließen zu lassen.

Es grüßt,
das Smamap