Entlarvend ……

Heute eine höchst bemerkenswerte Umfrage gesehen:

Da wurde gefragt, ob man für die blaue Plakette wäre, die regeln soll, dass nur noch sehr schadstoffarme PKWs in die Innenstädte fahren dürfen.

Und da haben sich über 80% dagegen ausgesprochen.

Mit Verlaub ….. sich einen „Dreck“ drum scheren, was das neue Fahrzeug, das man sich kauft, an Schadstoffen in die Umwelt schleudert, aber als Autofahrer auf das Recht pochen, den Dreck vor der Haustür der anderen abladen zu dürfen.
Schließlich hat man ja viel genug für das Gefährt bezahlt.

Keine Einstellung ist auch eine Einstellung !!!

Ich weiß, das ist etwas arg formuliert. Aber ich bekomme mittlerweile einen sehr dicken Hals, wenn Menschen darauf pochen, alles zu dürfen, ohne Rücksicht auf andere oder die Umwelt. Frei nach dem Motto …. „mit Geld kann man sich alles kaufen (erlauben)“.

Ich hab mir heut mal so überlegt, was denn dagegen sprechen würde, dass jeder Käufer eines neuen Autos sich bei Kauf 1/2 Stunde unter den Auspuff legen muss (bei laufendem Motor versteht sich). Überlebt er es, dann ist das Auto umweltgerecht. Überlebt er es nicht, hat sich das Thema ohnehin erledigt.

Warum wir heute noch nicht soweit sind, dass es nur noch E-Autos gibt, die über die Solaranlage auf der Garage aufgeladen werden müssen, ist kein Geheimnis:
Die Autoindustrie blockiert enorm, weil damit natürlich weder Ersatzteile für Verbrennungsmotoren (vom Motor selbst, über Lichtmaschine, Zündkerzen, Vergaser etc etc) verkauft werden könnten, noch Sprit und Öl. Zudem müsste die Hälfte aller Werkstätten zusperren, weil die Instandhaltungen für E-Motoren wesentlich weniger wären.
Mit an vorderster Stelle der Blockieren sind natürlich die Mineralölkonzerne, die Förderländer und nicht zuletzt, der Fiskus.

Und darum wird sich nie etwas daran ändern, dass radikal die Schadstoffe zurückgefahren werden.

Und wie sollten da die Verbraucher sich gezwungen fühlen, etwas dafür zu tun.

Es gibt nur 2 Möglichkeiten, wie sich etwas ändern wird:
Entweder die Schadstoffe haben derartige Auswirkungen, dass es nicht mehr anders geht (Gesundheit oder Klima) oder aber das Öl versiegt.

Es grüßt,
das Smamap

Getrickst, geschummelt und beschissen ..

Heute scheint das mein Thema zu sein, wie auch HIER schon zu lesen war.

Vorgestern hab ich einen „Test“ im TV gesehen, der zwar einerseits etwas witzig gemeint war, aber doch einen ernsten Hintergrund mitbrachte.

Man hat 2 Teams mit dem Auto von München nach Rom fahren lassen. Beide Autos waren aktuelle Modelle mit Hybrid-Antrieb, also teils Benzin-Motor, teils Elektromotor.

Das eine war ein Porsche, das andere ein Golf.

Lange Rede, kurzer Sinn: Der Porsche hat es geschafft (hätte sogar noch weiter fahren können), der Golf blieb ca. 100 KM vor dem Ziel stehen.

Worauf ich hinaus will: Beide Hersteller werben mit enorm günstigen Spritverbräuchen. Hab jetzt die Daten nicht mehr im Kopf, aber da ging es um Verbräuche irgendwo im 2-3 Liter Bereich. Ich meine, der Golf wurde sogar mit 1,5 Liter geführt.

Beide Fahrzeuge wurden zu Beginn vollgetankt, d.h. Benzintank voll bis zum Rand, und der Akku jeweils voll aufgeladen. Und dann wurde sparsam gefahren (war jeweils ein Mensch dabei, der das Sparsamfahren gewerblich lehrt).

Letztlich kam dabei u.a. heraus, dass beide Fahrzeuge beim Spritverbrauch etwa bei 6 Litern lagen.

Da frage ich mich allen Ernstes, WAS denn dabei bitteschön umweltschonend, sparsam und sonstwas ist, wenn ein Hybridauto 6 Liter Sprit auf 100 KM verbraucht ?????
Von der Umweltbelastung in der Produktion wollen wir an dieser Stelle mal lieber gar nicht reden.

Ich hatte vor ca. 30 Jahren einen Toyota Corolla, mit 60 PS, der verbrauchte damals ca. 8 Liter im Durchschnitt, bei sparsamer Fahrweise ca. 7 Liter, und auf der Autobahn ca. 6 Liter. Und in den letzten 30 Jahren hat sich daran offenbar so gut wie nichts geändert. Nicht einmal dann, wenn man das Fahrzeug mit einem zusätzlichen E-Motor ausstattet.

Ich behaupte: Wenn die Hersteller nur wollen würden, dann könnten sie derartige Fahrzeuge bauen, die tatsächlich nur 2-3 Liter benötigen……wenn sie wollen würden !!!

Man braucht sich nur mal ansehen, werde bei den Automobilkonzernen Anteilseigner ist. Da sind alle vertreten, die ein Interesse daran haben, Sprit zu verkaufen. Angefangen vom Staat über die Zulieferer bis hin zu den Öl-Multis.

Alternative: Auto abschaffen …. bzw. zumindest alle Autos einer Familie bis auf eines.

Realität: Macht (fast) keiner …. also braucht sich auch keiner zu beschweren ???

Und das Höchste daran ist dann noch (war nicht Bestandteil des Berichts, ist aber überall nachlesbar), dass die Hersteller bei der Berechnung des Verbrauchs tricksen bis zum Geht-Nicht-Mehr. Denn dass da 1,5 Liter angegeben werden können, das liegt zum einen daran, dass ein Fahrverhalten an den Tage gelegt wird, das es gar nicht gibt, und zum anderen daran, dass der Gesetzgeber solchen Rechnereien völlig legal Tür und Tor öffnet. Wenn ich mich rechte erinnere (ist schon eine Weile her), dann wird davon ausgegangen, dass der Akku nach belieben im Fahrbetrieb (bzw. in Pausen), aufgeladen werden darf. Is ja auch klar …. jeder Autofahrer bleibt sofort stehen, wenn der Akku leer ist, um ihn aufzuladen.

Es grüßt,
das Smamap

 

Betrug ?

Letztens sah ich „Scobel“ auf 3sat. Vielleicht kennt das ja der ein oder andere.
U.a. war da die Rede davon, dass das Zusammenleben der Menschen durch Regeln und Gesetze organisiert wird, damit es auch funktioniert und friedlich sein kann.

Mir kam da ganz spontan der Gedanke, dass so manche dieser Regeln und Gesetze wenig ausgereift sind und eher zu Lasten der Menschen gehen. Dass es da also noch zu tun gibt.

Um das gleich vorweg zu sagen: Ich lebe gerne in diesem Staat und seinem System. Es gibt für mich nichts Besseres. Aber auch Gutes kann immer verbessert werden. Speziell dann, wenn einen bestimmte Dinge immer wieder nerven.

Aber dann geht es nicht darum, sich da irgendeine Aggression raushängen zu lassen, sondern darum, konstruktiv daran zu arbeiten.

EINE Möglichkeit ist ein Blog.

Was sind das also für Themen, wo mir der Gedanke an „Betrug“ kommt (ob es tatsächlich einer ist, das möge jeder für selbst entscheiden)?

  • Ich geh einkaufen, und steh mal wieder vor einer Wahre, bei der die kleinere Packung, im Vergleich zur großen Packung, auf einen horrenden Kilopreis hinausläuft (der ja Gottseidank immer mit dranstehen muss).
  • Ich geh einkaufen, und steh mal wieder vor einer Wahre, deren Packungsinhalt stillschweigend reduziert wurde.
  • Die Tankstelle nebenan hat den Spritpreis, den sie vor 2 Tagen um 3 Cent erhöht hatte, jetzt um 2 Cent erniedrigt.
  • Die Tankstellen in der Umgebung weißen nach jeder „Preisanpassung“ innerhalb weniger Minuten, denselben Preis auf.
  • Das Barrel Öl kostet aktuell etwa die Hälfte dessen, wo wir schon mal waren. Der Spritpreis ist aber schon wieder fast auf 1,50€, also dort, wo wir auch seinerzeit waren, und das, obwohl das $/€-Verhältnis in etwas gleichgeblieben ist.
  • Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass die Behörden für jegliche Leistung etwas verlangen dürfen, völlig unabhängig davon, dass der Staat an allen Ecken und Enden Steuern kassiert.
  • Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass der Staat bei jeder Preiserhöhung, einer Ware oder Dienstleistung, über die Mwst. mitkassiert, und damit ein Mehr an Steuern vereinnahmt.
  • Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass Behörden und staatl. Institutionen nicht kaufmännisch rechnen müssen (wie sonst bekomme ich einen Bescheid über 2€, dessen Vor- und Nachbearbeitung ein Vielfaches kostet).
  • Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass für Gelder, die von staatl. Seite zum Fenster hinausgeworfen werden, niemand wirklich Verantwortung übernehmen muss.
  • Es ist völlig legal, dass Banken Dispozinsen verlangen dürfen, die in keinerlei Verhältnis stehen, zu den tatsächlichen Kosten (Bsp. eine Bank hier vor Ort verlangt, neben den Kontoführungsgebühren, 12% Dispo, und zahlt selbst einen Bruchteil davon).
  • Es ist völlig legal, dass Krankenkassen heute dem Arzt vorschreiben, wieviel er verschreiben darf, anders gesagt, was er, dem Krankheitsbild entsprechend, für notwendig erachtet. Missachtet er das, sieht er sich Regressforderungen ausgesetzt.
  • Es ist völlig legal, dass Manager Gehälter in 7 oder mehrstelliger Höhe erhalten.
  • Es ist völlig legal, dass ein Mensch mit viel Geld, sich im Ernstfall teure Anwälte leisten kann, und deshalb ein anderes Recht erhält, wie Otto Normalverbraucher.
  • Es ist völlig legal, dass manche Rentner nicht wissen, wovon sie leben sollen, und gleichzeitig wird ein Rüstungsprojekt für Mrd. angeschafft, das sich letztlich als überflüssig oder nicht wirklich funktionsfähig herausstellt, wofür natürlich wieder keiner wirklich Verantwortung übernehmen muss.
  • Es ist völlig legal, zu bestimmen, dass ein Mensch mit monatlich 350€ sein Leben bestreiten kann.

Wenn ich derlei mal wieder sehe/lese/erfahre, dann bekomme ich immer einen dicken Hals.
Das sind so Dinge, die einem nun wirklich „Freude machen“.

Und ich habe noch keinen Politiker erlebt, der handfest dagegen angehen würde. Und das hat meines Erachtens nur damit zu tun, dass unsere Politiker vielfach sehr weit von den Realitäten des kleinen Mannes entfernt sind.

Und bei solchen Themen, da fällt es mir ziemlich schwer, irgendwie Humor in einen Beitrag einfließen zu lassen.

Es grüßt,
das Smamap