Ein Smartphone aus Glas II

Wie HIER schon mal berichtet, war jenes Smartphone aus Glas eingerichtet, und meiner Bekannten zur Nutzung übergeben.

Sie kam soweit ganz gut damit zurecht.
Nur das mit dem Ein-/Ausschalter auf der rechten Seite, das bereitete ihr ziemliche Schwierigkeiten. Ständig kam sie da dran und schaltete das S6 in den StandBy.

Smartphone aus Glas

Und dann hatte sie noch das Problem, dass sie das Teil immer so in der Hand hielt, dass die Fingerkuppen sich quasi um das Gerät schlossen, und auf Grund des ziemlich schmalen Display-Randes das Display berührten, und dort manchmal ungewollt Funktionen auslösten. So ein Smartphone aus Glas kann auch ganz schön glatt sein 😉

Man muss dazu wissen, dass besagte Bekannte MS-Patientin ist, und bei ihr die Feinfühligkeit etwas gelitten hat. Deshalb fasst sie die Dinge etwas handgreiflicher, als manch andere, weshalb sich die Finger dann eben fester um den Smartphone-Rahmen schließen.

Guter Rat war teuer …. na ja, eigentlich eher billig, spricht genau 1,99€ wert.

Aber der Reihe nach ….

Zuerst einmal wollte es sich mir nicht erschließen, wie die Gute ständig an den Ausschalter kam. Ich versuchte das öfter mal nachzuvollziehen, und es wollte mir nicht gelingen. Wobei ich es mir aus der Ferne beschreiben ließ, mich zuhause an den Tisch saß, und versuchte, bei meinem Smartphone die Taste zu erwischen.
Bis ich dann drauf kam, dass sie das Gerät in der linken Hand hält !!!!!

Da muss man erstmal dahintersteigen 😉
Den sie ist zwar Rechtshänderin, aber hält trotzdem das Smartphone in der linken Hand. Und damit liegt der Zeigefinger immer gefährlich nahe am Ausschalter …. und schwupp, ist das S6 im StandBy.

Also was tun ???????

Ich überlegte, ob es eine Möglichkeit gäbe, dass sie weniger leicht an den Ausschalter käme.

JA GENAU !!!!! Ein Cover für das Smartphone ……

Smartphone aus Glas

…. zwar nicht das S6, aber das Prinzip wird klar

…. und die Tasten wären etwas versteckt. Gleichzeitig kämen die Fingerkuppen der haltenden Hand auch nicht mehr so leicht auf das Display, weil das Cover doch etwas um die Gerätekante „herum“gezogen ist.

Und das Ganze eben für 1,99€. Was will man mehr?

SO einfach können Lösungen sein !!!!

Wobei mir an dem Bsp. deutlich wurde, dass normalerweise NIEMAND an behinderte Menschen denkt, wenn es um das körperliche Layout von Smartphones geht. Scheinbar denkt auch niemand an Linkshänder (gut, vll schon, aber gehört hätte ich davon noch nicht).

Mal sehen, was da noch so kommt von meiner Bekannten 😉 😉 😉

Es grüßt,
das Smamap 
(www.wkfm.eu – WasKeineFreudeMacht)

Schlafen gehen

Nachdem ich so nach und nach bei Linux heimisch werde, zumindest mit dem, was ich so am PC mache, versuche ich auch nach und nach die Kleinigkeiten zu regeln.

Was dabei heute anstand, war die Realisierung des Standby. Genauer gesagt des S3, also STR, sprich SuspendToRam, auf deutsch, das Schreiben des Systems in den Arbeitsspeicher, um den Rechner danach in den Stromsparmodus zu versetzen, so dass quasi nur noch der Arbeitsspeicher mit Strom versorgt wird, und alles andere abgeschalten ist, was natürlich den Stromverbrauch enorm absenkt, im Vergleich zu der Situation, wenn der PC stundenlang so nebenherläuft, weil man ja „GLEICH“ wieder zurückkommt.

Das hatte ich unter Windows mir schon so eingerichtet, und wollte das jetzt unter Linux auch so haben.

Linux hat dazu auf der graphischen Oberfläche die Funktion „Bereitschaft“ auswählbar.

Das Dumme bei mir war nur, dass der PC nach dem Schlafen gehen sofort wieder hochfuhr.
Ich kannte das von Windows. Dort musste man in den Geräteeinstellungen bei der Maus die Funktion abschalten, die es der Maus ermöglicht, den PC wieder aus diesem Energiesparmodus aufzuwecken.

NUR – wo das finden unter Linux?

Nach einigem vergeblichen Suchen kam ich auf die gloreiche Idee, mal Tante Google zu befragen.
Tante Google offenbarte mir, dass es notwendig sei, die entsprechenden Geräte (Devices) in der Konfigurationsdatei /prog/acpi/wakeup auf disabled zu setzen.
Gesagt – getan, und schon ging der PC in Bereitschaft, und blieb auch dort (sprich, der Powerbutton blinkte brav vor sich hin, so wie ich das kannte).

Doch zu früh gefreut. Nach dem nächsten Boot des PCs stellte sich heraus, dass die Sache nur von einmaligem Nutzen war, und sich die Einstellungen in besagter Datei wieder auf Ursprung zurückgestellt hatten. Hätte ich Tante Google bis zu Ende gelesen, so wäre mich klar geworden, dass Änderungen in besagter Datei nur temporär wirken. Es gäbe aber die Möglichkeit, in einer Datei names /etc/rc.local zu bewirken, dass diese Änderungen anläßlich eines jeden Boots erfolgen.

Das dort eingetragen, und schon lief es dauerhaft (als Nächstes muss ich nur noch lernen, wo man einstellt, dass der PC nach einer gewissen Zeit von selbst auf S3 geht).

Unter Linux muss man sich zwar daran gewöhnen, dass so manche Einstellungen über Konfigurationsdateien manuell gemacht werden müssen, aber das ist nur Gewöhnungssache. Unter Windows war ich auch oft genug am Suchen, wo sich welche Einstellung in der graphischen Benutzeroberfläche wohl verstecken mag.
Es gibt sicherlich noch andere Argumente. Aber es hat durchaus etwas Logisches und Vereinfachendes, wenn man weiß, dass sich Einstellungen zu einem bestimmten Thema immer in einer bekannten Konfigurationsdatei finden lassen, die man ganz einfach mit einem Texteditor editieren kann.
So weiß ich, dass ich Einstellungen zu meinen Netzwerkverbindungen in der Datei interfaces im Verzeichnis /etc/network finde.
Zu so manchen Dingen wurde im Lauf der Zeit auch eine graphische Benutzeroberfläche geschaffen, so dass diejenigen, die nicht OHNE auskommen, durchaus die Möglichkeit haben.

Happy computing,
das Smamap

Elektrisierend

Das Thema Strom ist ja mein Steckenpferd, wie Manche schon bemerkt haben werden.

Heute hab ich in einem Artikel in einer Zeitschrift gelesen, was so eine Standby-Funktion im Jahr an Strom in die Luft bläst.

Ich hab dann nochmal nachgerechnet, und bin in etwa auf dieselbe Größenordnung gestoßen.

Um es mal ganz plastisch zu machen:

Eine Standby-Funktion herkömmlicher Bauart verbraucht so etwa 5 Watt oder mehr.

Und das gibt im Jahr ca. 10 € an zusätzlichen Ausgaben.

Wenn also jemand im Haus 10 Geräte hat, die derart immer vor sich hindümpeln, dann schmeißt er damit ca 100 € zum Fenster raus.

Wie sagte mein Dad (ein Bankmensch) immer: 100 € haben und nicht haben, sind schon 200 €.

Soweit ich weiß, gibt es zwar mittlerweile eine Vorschrift, dass niegel-nagel-neue Geräte hier schon wesentlich sparsamer sein müssen, aber auf absehbare Jahre gibt es ja noch genügen ältere Geräte, auf die Obiges zutrifft.

Und von einem Kühlschrank, der im Jahr 150 KWh mehr verbraucht, wie nötig, ist da noch gar nicht die Rede.

Happy Einsparen,
das Smamap