Mein Austritt aus der Kirche

Ich bin Katholik. Von Geburt an.

Dass ich noch immer dieser Kirche angehöre, hat nicht mit meinen Glaubensüberzeugungen zu tun, sondern einzig allein damit, dass ich vor ein paar Jahren, als ich schon mal aus der Kirche austreten wollte, dies nicht getan habe, weil man bei der Gemeindeverwaltung damals noch nicht bargeldlos zahlen konnte, und ich kein Bargeld einstecken hatte.

Mein Vorhaben damals, war ausgelöst worden durch die Berichte über Priester, die sich an Kindern vergangen hatten. Auch dadurch, wie die Kirche darauf reagierte.

Aber das war nicht das erste Mal, dass mich die Kirche auf die Palme brachte.

Das erste Mal war, soweit ich mich erinnere, meine Empörung darüber, wie sich die Kirche vehement gegen Empfängnis-Verhütung in der 3. Welt aussprach, wissentlich dabei in Kauf nehmend, dass viele Kinder die ersten Jahre nicht überleben würden, und die Geburtenraten ständig zunehmen, und das Problem verschlimmern.

Es gab noch andere „Ereignisse“, aber das würde den Rahmen hier sprengen.

Was aktuell auslöst, meinen Entschluss jetzt in die Tat umzusetzen, ist der Bericht vom Outing jenes homosexuellen Priesters, wozu der Kirche nichts anderes einfällt, als ihn rauszuwerfen, und sinngemäß davon zu sprechen, dass es schlimm wäre, dass jener Priester dies ausgerechnet vor Beginn der Synode zu Ehe und Familie tun würde, und damit die Kirche einem medienmäßigen Druck aussetze.

Haben die noch alle Tassen im Schrank? Ist es nicht die Kirche, die anderen Lebensarten einem Druck ohnegleichen aussetzt?
Wenn sich die Kirche beizeiten die Themen zu eigen gemacht hätte, um die es heute geht, dann wären jegliche Synoden und jegliche Rauswürfe absolut kein Thema.

Aber nein, da sitzen diese uralten Männer in Rom, in einem Vatikan, der zu den reichsten Institutionen der Welt gehört, schreiben den Menschen vor, wie sie zu leben hätten, ohne Rücksicht auf irgendwelche Verluste. Verluste, die in aller Regel die Menschen zu erdulden haben.

Ich will niemandem seinen Glauben nehmen. Wer einen Glauben hat, wie auch immer er heißen möge, der soll ihn leben.

Soweit ich den Glauben der katholischen Kirche verstehe, hätte ein Jesus diese Dinge niemals für gut geheißen, wie sie heute von den Kirchenoberen gefordert werden.

Mein Vater sagte immer, dass er mit dem Glauben als solches, schon so manches anfangen könne, aber „das Bodenpersonal kannst in der Pfeife rauchen“.

Es hört für mich dort auf, wo die Verfechter eines Glaubens die Menschen dazu zu zwingen versuchen, den Glauben SO zu leben, wie diese Verfechter es sich vorstellen, dass es zu sein habe. Noch dazu, wenn diverse sog. „Glaubensgrundsätze“ auf nichts anderes hinauslaufen, als dass menschliches Leben gebrochen oder gar zerstört wird.
Das Schlimme daran, finde ich, ist, dass so ein Glauben einem per Geburt zugewiesen wird, und man eine ganze Weile im Leben nicht die Möglichkeit hat, sich dem zu entziehen, oder, anders gesagt, frei zu entscheiden, ob man diesen Glauben möchte.
Bei mir war es lange Jahre so, dass ich zunächst als Kind oder gar Jugendlicher gar nicht die Möglichkeit hatte, frei zu entscheiden. Später wollte ich es dann nicht, meiner Kinder wegen. Und wie ich es dann endlich konnte, da war ich teilweise zu faul oder unentschlossen. Und dann, als mein Vater starb, und er beerdigt werden sollte, da war es plötzlich ein Problem, weil er schon Jahre vorher aus der Kirche ausgetreten war. Es war nicht möglich, einen Pfarrer ein paar Worte am Urnengrab sprechen zu lassen.
Wieder zögerte ich, mich zu entscheiden.

Aber das mit dem schwulen Priester, das hat dem Fass jetzt endgültig den Boden ausgeschlagen.

Solange der sich schön brav und artig verhalten hätte, wäre alles wunderbar gewesen. Ob der dabei drauf geht, das wäre der Kirche sch….egal gewesen.

Aber kaum steht er dazu, wird sein Leben zerstört.

Ich kann die Probleme eines homosexuellen Menschen nur ansatzweise nachvollziehen, weil ich heterosexuell bin. Aber selbst das, WAS ich nachvollziehen kann, ist schon schlimm genug.

Ich möchte einer Gemeinschaft nicht mehr weiter angehören, die nach dem Motto handelt „Friss Vogel oder stirb“.

Dies muss niemand so sehen, wie ich das sehe. Jeder muss das für sich selbst entscheiden. Ich habe entschieden, dass ich durch meine „Mitgliedschaft“ es stillschweigend mittragen würde, was „die da oben“ machen oder auch nicht.

Der Gipfel ist ja, dass ich, um austreten zu können, beim Standesamt hier in Bayern 31 € berappen darf. Das war sicherlich auch etwas, was mich bisher davon abgehalten hat.
Aber jetzt ist Schluss.

Es grüßt,
das Smamap

Da legst di nieder

…. würde der Bayer sagen …….

Hab heut gelesen, dass ich mit meinem (Durchschnitts)PC im Jahr ca. 50 € an Strom verbrauche.

Mit einem Tablet, das ich täglich auflade, beläuft sich das komplett auf maximal 4 €.

JA, richtig gelesen, weniger als 1/10.

Ich hab mir etliche verschiedene Quellen im Netz besorgt, um das zu bestätigen.
Auch wenn man starken Wert darauf legt, einen möglichst stromsparenden PC am Start zu haben, bleibt es dabei: Ein Tablet verbraucht einen Bruchteil des Stroms, den ein herkömmlicher PC rausbläst.

Bleibt für mich die Frage, ob sich das, was ich mit dem PC so erledige, nicht auch mit einem Tablet bewerkstelligen ließe?

Ich denke schon, zumal sich Tablets heute mit Zusatzspeicher mit reichlich Speicherkapazität ausstatten lassen (ich hab z.B. in meinem Smartphone eine 64-GB-MicroSD-Karte drin). Bilder und Textdokumente sind dort also unterzubringen. Alles andere ist heute ohnehin im Netz, sprich eMails und dergleichen.

Aber ein Tablet müsste es schon sein, weil größerer Bildschirm, und eben auch größere Tastatur, wie auf dem Smartphone.

Also geht meine Tendenz vermutlich dorthin, dass mein PC durch ein Tablet ersetzt wird.

Mal sehen, ob es dazu andere Meinungen gibt, bzw. was das Netz dazu noch hergibt.

Es grüßt,
das Smamap

Experiment mit Überraschung

Gestern ging ich im Sonderpostenbaumarkt an einem Angebot für LED-Birnen vorbei.

Waren so Kerzen-Birnen mit 4 Watt, kosteten 2,20 €.

Nun ja, man hat natürlich immer noch im Hinterkopf, was so herkömmliche Glühbirnen seinerzeit kosteten. Aber gibt´s eben nicht mehr, und jeder weiß auch, dass die zwar billig waren, wenn man sie gekauft hat, aber eben vergleichsweise Unmengen an Strom verbrauchten.
Aber 2,20 € ???

Im Vergleich zu LED-Birnen, wie man sie sonst bekommt, waren die rel. günstig. Also hab ich mal eine mitgenommen, eher aus dem Grund, um zu testen, wie sich die so machen. Denn nur immer zu meinen, die seien so teuer, und dann auch noch im Hinterkopf zu haben, dass das Licht nicht so recht das Wahre sei, das bringt einen nicht weiter, solange man es nicht mal versucht hat.

Und ich muss sagen, ich bin absolut überrascht und verblüfft.

Ich hab nämlich im Wohnzimmer eine Lampe mit 3 so Kerzen-Birnen. Das waren bisher die herkömmlichen Energiesparlampen, so wie man sie schon lange kennt. Jede dieser „Birnen“ (ich nenn sie mal weiterhin so) hat 6 Watt. Die LED, die ich da jetzt gekauft hatte, hat, wie gesagt, 4 Watt, spart also 1/3 des Stroms ein.

Die LED verbraucht also wesentlich weniger Strom und hat dennoch eine sehr viel höhere Leuchtkraft, obwohl „nur“ 4 Watt. Und das Licht ist total angenehm.
2015-09-23 10.55.51
Auch wenn das mit Handy nicht so klar rauskommt, aber ich denke, es ist sichtbar, dass die mittlere Birne die LED ist.

Ich werde also die 3 bisherigen Energiesparlampen durch ZWEI LED-Birnen ersetzen. Das reicht von der Leuchtkraft dicke.

Ich hab mir das mal ausgerechnet: Letztlich ist es so, dass ich darüber ca. 11 € an Kosten im Jahr einspare (und da ist die Anschaffung schon mit drin). Wenn ich das für alle meine Lampen in der Wohnung so durchführe, dann spart mir das im Jahr über 50 € ein.

Und das ist doch schon was.

Letztlich zeigt mir das, dass eine 4 W LED-Birne absolut ausreichend ist. Früher brauchte man eine 40 Watt Birne. Heute bekommt man das mit einem Zehntel des Stromverbrauchs hin.

Und um es mal klar zu sagen, weil viele das nicht einschätzen können oder wollen: Watt ist gleichbedeutend mit Stromverbrauch und somit mit Stromkosten.

Es grüßt,
das Smamap
NS: Hab jetzt alle meine Lampen in der Wohnung mit LED ausgestattet. Passt EINWANDFREI, hab helleres Licht wie zuvor, das Ganze mit wesentlich weniger Stromverbrauch (auch die großen alten „Energiesparbirnen“ mit 15 W haben jetzt nur noch 7 W), und der Effekt, dass die Lampen nach Einschalten erst eine Weile brauchen, bis sie max. Helligkeit erreichen, ist weg (einschalten und Maximum).