Projekt ‚Stromverbrauch reduzieren‘ – Zwischenbericht

Mein Projekt ‚Stromverbrauch reduzieren‘ läuft nach wie vor. Und zwar sehr erfolgreich. Leser meines Blogs kennen mein Faible dafür.

Auch dieses Jahr steuere ich wieder darauf zu, meinen Stromverbrauch bei ca. 450 KWh zu halten.

Das sind dann wieder etwa 200€, die ich dafür ausgebe.

Bevor jetzt wieder jemand mutmaßt, dass ich durch „Stromverbrauch reduzieren“ abends im Dunkeln dasitze oder ohne Heizung: Mitnichten.

Zur Erinnerung … Was hatte ich unternommen, um dieses Ziel zu erreichen?

  • Alle Leuchtmittel durch LED ersetzt
  • PC und TV durch ein Tablet ersetzen
  • Backrohr durch Kleinbackofen ersetzen
  • Elektroherd durch Induktionskochplatte ersetzen
  • Im Sommer Heizkreispumpe abschalten
  • Nachts Internetrouter stromlos schalten
  • alten Kühlschrank durch Stromsparmodel ersetzen
  • Stets Licht ausschalten in Räumen, die man verlässt

Stromverbrauch reduzieren

All diese (und andere) Maßnahmen führten dazu, dass mein Stromverbrauch in die Knie ging, ohne auch nur ein Gramm Komfort einzubüßen.

Sicher sind das z.T. Maßnahmen, die man zuerst erlernen muss. Man könnte auch sagen: Man muss sein Hirn immer dabei haben. Letztlich aber ist es nur ein Lernprozess.

Und wenn man statt einer 80W-Birne nur 8,5W leuchten lässt, oder statt mit einem 70W-TV per Tablet TV streamt, oder statt über 300 KWh pro Jahr nur 120 KWh für den Kühlschrank benötigt etc etc etc, dann spart das, schlicht und ergreifend, enorm an Strom.

Der beste Strom ist natürlich der, den man gar nicht verbraucht.

Stromverbrauch reduzieren

Und das andere Thema ist selbstverständlich, den günstigsten Stromanbieter zu wählen. Den Stromanbieter zu wechseln, ist heute eine der leichtesten Übungen.

Und so geht es nicht nur darum, Strom gar nicht erst zu verbrauchen, sondern auch darum, Anbietern nicht unnötig Geld in den Rachen zu werfen.

Nicht Wenige versuchen den Verbraucher über den Tisch zu ziehen.

Hat man den Verbrauch auf ein gesundes Maß, so weit als möglich reduziert, sucht man sich den Anbieter, der insgesamt am Wenigsten Kohle dafür haben will. Und dies bedeutet (fast) IMMER ein Angebot ohne jeglichen Bonus.

Die Erfahrung lehrt, dass die meisten Anbieter, die einen mit einem Bonus zu ködern versuchen, den man dann am Ende des ersten Jahres ausbezahlt bekommt, einen erstmal monatlich mehr zahlen lassen, um den Bonus dadurch zu finanzieren. Denn zu verschenken haben die auch nichts.

Oft vergessen die Kunden zudem, vor dem ersten Jahresende zu kündigen, und müssen dann zwangsweise die hohen monatlichen Abschläge ein weiteres Jahr zahlen (den Bonus gibt es im 2. Jahr dann natürlich nicht mehr).

Wähle ich einen Anbieter ohne Bonus (auf einem Vergleichsportal wie CHECK24), fahre ich meistens am Günstigsten, und zahle von Beginn an einen günstigen Monatsabschlag.

Wenn ich dann noch darauf achte, dass der Grundpreis (Strompreis setzt sich zusammen aus Preis pro KWh zzgl. Grundpreis) möglichst gering ist, dann habe ich auch vermieden, dass ich einen hohen Jahres-Grundpreis bezahlen muss, auch dann, wenn ich im Verbrauch besonders sparsam war. Manchmal lohnt es sich, ev. „nur“ das zweit- oder drittgünstigste Angebot zu nehmen, wenn sich absehen lässt, dass der Verbrauch zurückgehen wird (etwa weil ein verbrauchsarmer Kühlschrank kommt). Ist eine einfache Rechnung, und man kann es auf solchen Internetseiten in den Preisdetails wunderbar nachlesen. Denn was nützt mir das günstigste Angebot, wenn sich ein reduzierter Verbrauch in den Kosten kaum bemerkbar macht, weil der Grundpreis sehr hoch ist.

In meinem Fall gibt es nahezu dieselben Angebote (200€ pro Jahr), mit einem Grundpreis von 70€ oder aber einem in Höhe von 95€. Ich wähle dann, in der Regel, das Angebot mit dem niedrigeren Grundpreis. Der KWh-Preis ist zwar dann etwas höher, aber über einen niedrigeren Verbrauch kommt das wieder herein

Ansonsten ist das eine Sache von 15 Minuten, und der Stromwechsel ist erledigt.

Es gibt natürlich immer die Möglichkeit den eigenen Verbrauch zu reduzieren. Nur als kleines Bsp….. ich nutze im Winter abends gerne eine Heizdecke. Bei der Anschaffung habe ich auf den Verbrauch (Watt) geachtet, und auch darauf, dass ich den reduzieren kann (mehrstufiger Schalter). Und so stellte es sich heraus, dass mir von den 60 Watt meist 30 Watt reichen, die ich erhalte, wenn ich den Schalter auf der ersten Stufe belasse. Ich hätte auch eine etwas größere Heizdecke mit 80 Watt Leistung haben können (kein mehrstufiger Schalter). Nachdem mir aber die 30 Watt reichen, wären die 80 Watt eine absolute Verschwendung gewesen (an Ressourcen und an Geld).

Anderes Bsp.?
Ich koche mir meinen Tee frühmorgens mit einem kleinen Wasserkocher. Wesentlich mehr Wasser als einen halben Liter kann ich dort nicht hineingeben. Aber mehr brauche ich auch nicht für meinen Tee. Der Wasserkocher hat eine Leistung von 1000 Watt. Nicht 2000 oder was es da alles gibt. Freilich wäre das Wasser mit 2000 Watt auch schneller heiß, wodurch es sich ev. ausgleicht …. NUR …. abgesehen davon, dass ich den Wasserkocher sofort abschalten kann, wenn das Wasser heiß genug ist, läuft ein leistungsfähigerer Kocher dann, wenn ich mal nicht gleich in der Nähe bin, auch mit hohem Stromverbrauch weiter, ohne dass ich diesen benötige.

Letztlich achte ich immer darauf, dass der Verbrauch der Geräte möglichst gering ist lt. Typenschild. Ich prüfe das auch immer, mit meinem Meßgerät, und in aller Regel stimmt es auch. Es bringt zudem ja auch nicht wirklich was, wenn ich 10 Sekunden weniger Zeit benötige, zb zum Staubsaugen, aber wesentlich mehr Strom dabei verbrauche.

Die Effekte, dass Waschmaschinen den angepriesenen Stromverbrauch nur im ECO-Programm realisieren, den kennt man ja mittlerweile. Bis auf wenige Ausnahmen, wasche ich Wäsche immer nur im 40°-Programm. Das reicht völlig.

Und ich lebe noch 😉 😉 😉

Ganz abgesehen davon, dass mein Toplader mittlerweile über 10 Jahre alt ist, und wie eine EINS läuft. Mancheiner hätte sich in der Zeit sicherlich schon eine andere Maschine gekauft. Meine reicht mir immer noch. Hat eine kleine Trommel (genug für meine Mengen), und verbraucht auch nicht mehr, als eine der neuen Maschinen, mit mords Brimborium, der nur unnütz verbraucht. Den Bruch des Deckels vom „Flusensieb“ habe ich durch fantasievolle Reparatur selbst behoben (es gab das Teil nicht mehr). Mit etwas Glück hält das Gerät noch 5 Jahre. Wo gibt es das noch, dass eine Waschmaschine, die ich gebraucht für 100€ gekauft habe, insgesamt über 15 Jahre hält.

Das Thema „Stromverbrauch reduzieren“ ließe sich endlos weiterführen.

Abschließend nur noch das Eine …. auch wenn ich als Single mich natürlich leichter tue, Manches umzusetzen …. möglich ist viel …. es ist nur eine Frage der Übung und des Wollens.

Es grüßt,
das Smamap (www.wkfm.eu – WasKeineFreudeMacht)