Gestorben wird woanders

Ein Spruch, den ich grade in einem Beitrag auf T-Online gelesen habe, in dem es um die gestrige Talk-Show bei Anne Will ging, und um Syrien.

JA – gestorben wird woanders.

Und das ist auch ganz eindeutig der Grund dafür, dass man sich bequem zurücklehnen kann, um darüber zu schwadronieren, dass man i-welche Ursachen bekämpfen muss, darüber, dass die USA und Europa keine Strategie hätten, und darüber, dass es ohne Putin nicht gehe.

Ja ja ….. gestorben wird woanders !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

Die Sache mit dem Shitstorm

Fast täglich liest man darüber.

Irgendwer hat wieder was vom Stapel gelassen, worüber sich die beruflichen Moral-Apostel des Landes zu Hauf meinten auslassen zu müssen.

Das ist dann etwa so, wie wenn die Nationalmannschaft spielt, und Tausende von Bundestrainern vor dem Bildschirm sitzen, und dessen Fähigkeiten besitzen.

Was da dann, in diesen sog. „Shitstorms“ kommt, ist unglaublich, nicht zu fassen, eine Frechheit, bodenlos, menschenverachtend und was man sonst so sagen könnte.

Nun – man könnte das alles auf sich beruhen lassen, als die Ergüsse von Menschen, deren Möglichkeiten eben zu mehr nicht reichen.

Wenn ….. ja wenn es nicht so wäre, dass Vieles davon absolut unter die Gürtellinie geht, Menschen beschädigt, manchmal sogar zerstört.

Gut – oder vielmehr Schlecht …. das wird immer so sein, wenn man Menschen ein anonymes Medium zur Verfügung stellt. Es gibt immer eine Gruppe von Menschen, die so etwas brauchen, und sich dann darauf als Lebensinhalt konzentrieren.
Von außen hat man dann den Eindruck, als wären alle so. Was natürlich nicht wahr ist. Deshalb, weil im Fußballstadion lauter Fußballbegeisterte sind, die ihrem Anliegen lautstark Ausdruck verleihen, ist es noch lange nicht so, dass es nur solche Menschen gibt.

Die Frage, die ich mir stelle, ist, warum das Beschriebene in den sozialen Medien zugelassen wird?

Es gibt ein sehr einfaches Mittel, derlei Einhalt zu gebieten: Jeder Teilnehmer muss sich zuvor per persönlicher Legitimation mit Namen und Adresse ausweisen. Nicht nur ist es normal, zu seiner Meinung zu stehen, nein, auch wenn man damit jemanden schädigt, muss es ebenso normal sein, dafür Verantwortung zu übernehmen.

Aber so wie ich das sehe, hat niemand ein Interesse daran, dieses Mittel einzusetzen (abgesehen von denen, auf die solche Menschen abzielen). Zuallererst sind da die Betreiber solcher Medien zu nennen, die den „Hatern“ und „Trollen“ das Podium bieten, auf dem sie sich anonym bewegen können.
Ich war mal angemeldet auf T-Online, um dort auch Kommentare zu Meldungen abgeben zu könne. Das Ganze verkam dann immer mehr zum Spielfeld dieser Hater und Trolle. Das ging so weit, dass T-Online schon darüber nachdachte, das einzustellen. Es wurde vielfach an die Seitenbetreiber herangetragen, man solle doch einführen, dass die Teilnehmer sich legitimieren müssen. Passiert ist absolut nichts. Ich bin diesem „Medium“ dann einfach ferngeblieben.

Wenn sich jeder persönlich zu erkennen geben muss, der Unverschämtheiten und Böswilligkeiten vom Stapel lässt, wäre dem Ganzen sehr schnell ein Ende gegeben.
Und ich muss ganz ehrlich sagen, ich verzichte sehr gerne auf die jederzeitige Möglichkeit mich irgendwo sofort anmelden zu können. Wenn eine Legitimation 1 Woche dauert, dann ist das halt so.

Eine solche Legitimation wäre heute kein Aufwand mehr. Entweder die Leute gehen zur Post und füllen ein Formular, wozu sicherlich jeder, der da ernsthaft mitmachen möchte, gerne bereit wäre. Oder man legitimiert sich heute direkt am PC mit seinem Personalausweis (Online-Funktion).

Aber wie gesagt …. scheinbar hat niemand ein Interesse daran, diese Dinge abzustellen. Auch der Gesetzgeber nicht, der doch eig für unser aller Schutz zuständig wäre.

Oder übersehe ich da was in meiner Argumentation?

Es grüßt,
das Smamap

Habe ich etwas nicht mitbekommen ????

Heute morgen, nach dem Aufwachen …….

Ich nehme das Smartphone zur Hand, und schmökere etwas auf T-Online. Plötzlich reißt es mich …. da ist ein Artikel veröffentlicht mit einem Bild von Saddam Hussein, und dem Inhalt, dass er den Vereinigten Staaten droht für den Fall eines Krieges. Sein Sohn Udai meinte, dass die amerikanischen Mütter dann sehr viel zu weinen haben werden.

Ich rieb mir tatsächlich die Augen. Hatten wir schon 1. April. Dann wäre das ein reichlich schlechter Scherz gewesen.
Oder schlief ich noch, und träumte.

Nun gut, zum „zwicken“ war keiner da, und so startete ich mein Smartphone neu, nur um den Artikel genau so wieder zu finden, wie beim ersten Mal.

Echt Leute …. das war genau SO, wie ich das hier beschreibe.

Und es jagte mir spontan einen gehörigen Schrecken ein.

Wie ich dann so allmählich ganz wach wurde, und mein Hirn zu arbeiten anfing, da dämmerte es mir, dass da wohl einem T-Online-Redakteur ein Fehler unterlaufen war.

Und richtig, bis ich dann aus den Federn war, um am PC einen Screenshot anzufertigen, da war der Artikel dann schon verschwunden.

Über jeden andere Artikel (z.B. die Nachricht, dass Neil Armstrong den ersten Schritt auf dem Mond gemacht hatte), hätte ich geschmunzelt. Aber bei DEM Thema blieb mir das Schmunzeln i-wie im Hals stecken.

Wahrscheinlich lande ich mit diesem Beitrag, auf Grund der verwendeten Wörter, in der Überwachungsschlange der NSA. Deshalb auch in diese Richtung: Guten morgen.

Es grüßt,
das Smamap