Microsoft gibt sich die Ehre

Heute durfte ich mal wieder auskosten, was es bedeutet, ein Windows10-Upgrade zu machen.

Kaum hatte ich 1 1/2 Stunden gewartet (die ersten Startprozeduren mitgerechnet), schon war das Upgrade erledigt. Starke Leistung.

Wie hatte ich heut so schön gelesen: Es wäre eine Errungenschaft von MS, dass man jetzt bei einem Neuaufsetzen des Systems nicht mehr Ewigkeiten Update-Orgien herunterladen und installieren muss.
Wo da der Fortschritt liegen soll, wenn das OS immer komplett auf aktuellen Stand installiert wird, das muss mir mal jemand erklären.
Ob ich jetzt 1 1/2 Stunden Updateorgien über mich ergehen lassen muss oder Installationsprozeduren, das kommt auf’s selbe raus.

Und dann ist es ja noch so, wie sich herausgestellt hat, dass die Updates zwangsweise erfolgen. Gut man kann sie verschieben, zumindest in manchen Windows10-Varianten. Aber letztlich eben doch. Da steht man dann da, wollte so Einiges an Wichtigkeiten erledigen, und muss dann erstmal 90 Minuten warten, bis der Herr Winzigweich seine Orgien fertig gefeiert hat.

Und wie ich heute gelesen habe, wird den Nutzern der Vorversionen (Windows7, Windows8 und Windows8.1) mittlerweile Windows10 untergeschoben, in der Form, dass die Downloads im Hintergrund auf die Festplatte geschoben werden, ohne gefragt zu werden. Offenbar will man die Leute zwangsweise auf Windows10 bringen, und das Ganze dann schon mal vorbereiten.
Ich muss sagen, das finde ich eine Frechheit, wenn da so mir nichts dir nichts, einem was auf die Festplatte geschoben wird.
Ganz zu schweigen davon, dass das ja Bandbreite erfordert.

Keine Frage, Microsoft ist mit Windows10 etwas Gutes gelungen. Läuft, und das mit weitaus weniger Problemen, wie bei früheren Versionen. Vieles haben sie gut gemacht, manches sehr gut, aber an einigen Stellen haben sie nicht dazugelernt. Und da gehört sicherlich auch das Bestreben dazu, mehr oder weniger heimlich Daten „nachhause“ zu senden.

Wie gesagt, da haben die aus Redmond gute Arbeit geleistet. Ich hege nur die Befürchtung, dass da so manche Aktionen wieder als Bummerang zurückkommen.
Es wäre schön, wenn sie DIESEN Hebel nochmal umlegen könnten.

Was man so liest, hat Windows10 mittlerweile einen Marktanteil von ca. 7%. Die Vorversionen liegen noch bei etwa 50%.

Ich fahre mittlerweile 2 gleisig: Windows10 auf der einen Seite, und Linux auf der anderen Seite.
Manche Anwender kommen um Windows nicht herum (etwa die Gamer). Aber sehr viele (und da zähle ich mich dazu), haben ein begrenztes Anwendungsspektrum, dem auch Basis-Systeme absolut gerecht werden.

Und so werde ich Windows10 im Auge behalten; aber ebenso, was ich eig benötige, einfach in der Bedienung ist und günstig in der Anschaffung (inkl. Hardware).

Dazu kommt, dass es den Anschein macht, als wäre Windows eine auslaufende Generation an Betriebssystemen.
Ich habe heute ein Smartphone, auf dem ich so Einiges machen kann. Lautlos, schnell und von unterwegs.
Hardware ist nahezu kostenlos (im Handytarif mit enthalten).
Es scheint, als liefe es immer mehr darauf hinaus, dass der PC ein Nischenprodukt wird, das nur noch gelegentlich zum Einsatz kommt (wenn man dann halt mal zuhause am PC sitzt). Und wozu brauche ich dann ein großes, mächtiges Windows, das nur auf entsprechend gewaltiger Hardware läuft.

Ich kann mir vorstellen, dass es eher Richtung Tablet läuft. Kann ich unterwegs benutzen, und zuhause für die „größeren Dinge“ passt das Teil auch (also etwa eine Tabelle bearbeiten, Briefe schreiben, surfen oder einen Film anschauen oder was auch immer).

Die Sache verlagert sich immer mehr auf ein Zugangsgerät ins Internet, also ein Gerät, das Verbindung herstellt. Genauso, wie es im Büroalltag immer weniger PCs gibt, und immer mehr Clients, die Verbindung herstellen; ins hausinterne Netz und ins Internet; was oft schon dasselbe ist.

Ob MS wohl die Zeichen der Zeit verschlafen hat, und nun noch versucht, möglichst viel vom Rest zu erwischen, und auch noch auf den Zug irgendwie mit aufzuspringen?

Es grüßt,
das Smamap

Da legst di nieder

…. würde der Bayer sagen …….

Hab heut gelesen, dass ich mit meinem (Durchschnitts)PC im Jahr ca. 50 € an Strom verbrauche.

Mit einem Tablet, das ich täglich auflade, beläuft sich das komplett auf maximal 4 €.

JA, richtig gelesen, weniger als 1/10.

Ich hab mir etliche verschiedene Quellen im Netz besorgt, um das zu bestätigen.
Auch wenn man starken Wert darauf legt, einen möglichst stromsparenden PC am Start zu haben, bleibt es dabei: Ein Tablet verbraucht einen Bruchteil des Stroms, den ein herkömmlicher PC rausbläst.

Bleibt für mich die Frage, ob sich das, was ich mit dem PC so erledige, nicht auch mit einem Tablet bewerkstelligen ließe?

Ich denke schon, zumal sich Tablets heute mit Zusatzspeicher mit reichlich Speicherkapazität ausstatten lassen (ich hab z.B. in meinem Smartphone eine 64-GB-MicroSD-Karte drin). Bilder und Textdokumente sind dort also unterzubringen. Alles andere ist heute ohnehin im Netz, sprich eMails und dergleichen.

Aber ein Tablet müsste es schon sein, weil größerer Bildschirm, und eben auch größere Tastatur, wie auf dem Smartphone.

Also geht meine Tendenz vermutlich dorthin, dass mein PC durch ein Tablet ersetzt wird.

Mal sehen, ob es dazu andere Meinungen gibt, bzw. was das Netz dazu noch hergibt.

Es grüßt,
das Smamap

Windows 10 oder das Gesetz der Serie

Zur Zeit beschäftige ich mich u.a. mit Windows 10 (Preview, sprich Testversion).

Das neue Betriebssystem wird in etwas mehr als einem Monat veröffentlicht.
Es macht Spaß dieses neue Betriebssystem zu erkunden.
Wirklich !!!!!

Mein erster PC war damals, etwa 1985 (wenn ich mich recht erinnere), ein Schneider mit 2 Stück 5,25″ Diskettenlaufwerken. Das Betriebssystem war wohl MS-DOS 2.xx und die ersten Anfänge einer grafischen Benutzeroberfläche, deren Name mir im Moment nicht so recht einfallen will, waren auch vorhanden. Von Festplatten war damals noch kaum die Rede, zumal unerschwinglich. Meine erste Festplatte sollte 1-2 Jahre später eine große ISA-Karte sein, auf der eine Festplatte aufgebracht war. Wenn ich mich recht erinnere, hatte die eine Kapazität von 5 MB (wohl gemerkt MEGABYTE, und NICHT Gigabyte)

Und schon damals war ich begierig darauf, zu erkunden, was mit so einem PC alles möglich wäre.

Und genau das Gleiche treibt mich auch heute.

Nur heute sind die Möglichkeiten natürlich nahezu unbegrenzt, auch zumal preislich erschwinglich.
Und nicht zuletzt auch wegen eines Systems namens „Internet“. Das Wort gab es damals noch nicht einmal.

Auch damals war auf nahezu allen PCs ein Microsoft-Betriebssystem am Laufen.
Der grundlegende Unterschied zu heute, ist, meines Erachtens, der, dass damals die Möglichkeit bestand, dass auch andere Hersteller Betriebssysteme auf den Markt bringen konnten, um den Markt für sich zu überzeugen.
Und dann kamen die ersten Ansätze zur Schaffung eines Monopols.
Microsoft, hervorgegangen aus einer Garage, versuchte PCs für den Privatmann ausschließlich mit seinem MS-DOS auszustatten.

Das Ende der Fahnenstange ist heute, dass Winzigweich den Markt beherrscht, und dies auf eine Weise tut, die keine Konkurrenz zulässt.

Das Problem: Winzigweich versucht maximalen Erfolg und maximalen Marktanteil zu erreichen, was ja an sich noch nichts Schlimmes wäre, aber eben unter Ausnutzung einer ohnehin schon marktbeherrschenden Stellung.
Und so entstehen solche Stilblüten, wie ein Betriebssystem namens „Vista“ oder auch „Windows8“, die dazu geeignet sein sollten, einen Standard durchzusetzen, wie MS ihn sich vorstellt.

Nur leider hatte MS etwas übersehen: Den Anwender.
Der streikte nämlich, und sagte: Ich lass mich doch nicht zu etwas zwingen, was ich nicht möchte; lass mich doch nicht vor vollendete Tatsachen stellen, frei nach dem Motto „friss Vogel oder stirb“.

Paradebeispiel war Windows8. Da wurde das Startmenü abgeschafft, das alle so mochten. Es wurden Kacheln eingeführt, ohne Alternative (nebenbei gesagt, ich fühlte mich zurückversetzt in die Anfänge der grafischen Benutzeroberfläche; Eleganz sieht für mich anders aus).

Und so kehrten viele von Anfang an dem OS (Operating System) den Rücken.

Doch MS scheint gelernt zu haben. Es scheint man hat dort in Redmond auf den Anwender gehört. Man hat der Anwenderschaft, die zum Großteil mit Windows7 unterwegs ist, nicht das weggenommen, was die Meisten haben wollen. Man hat Neues eingeführt und Bewährtes behalten.

Der Anwender fühlt sich erhört.

Und auch das Gesetz der Serie spricht für W10: XP war hui, Vista pfui, W7 wieder hui, W8 pfui. Also sollte W10 passen.

Bleibt abzuwarten, ob Winzigweich beim Anwender bleibt.

Mich überzeugt das neue OS, und es macht Spaß. Ich möchte das an dieser Stelle ausdrücklich nochmal betonen !!!

Was mich etwas verhalten macht, ist die Tatsache, dass MS am 29.07.2015 ein OS veröffentlicht, das in manchen Teilen noch nicht fertig ist (MS tut ja auch offiziell kund, was noch nicht fertig sein wird).
Und was mich zudem verhalten macht, ist die Tatsache, dass viele Anwender, die noch mit sehr alten PCs unterwegs sind, W10 nicht nutzen können, und sich neue Hardware kaufen müssten (Stichwort: NX).

Ev. sehe ich das ja zu eng, weil manchmal ist halt das Abschneiden alter Zöpfe notwendig. Andererseits kann es aber auch nicht so sein, dass ein Monopolist vorschreibt, wer an der Datenwelt teilnehmen darf und wer nicht. Und es ist halt nun einmal so, dass viele auf der Welt nicht unseren Wohlstand haben, und auch bei uns gibt es so Manche, die nicht eben mal 400 € auf den Tisch legen können.
Und da wären wir dann nämlich wieder beim alten Problem: Friss Vogel oder stirb.

Es scheint mir als hätte MS da noch nicht vollständig seine Hausaufgaben gemacht.
Ich bin grade dabei meine zu machen, und das heißt, nachdem ich noch 2 alte Rechner hab, auf denen W10 nicht laufen wird, bekommt der eine W7 und der andere ein Linux (z.B. Ubuntu). Und wenn W7 in 2020 ausläuft und erstgenannter PC dann immer noch läuft, dann wird da AUCH Linux draufkommen. Denn warum sollte ich 2 PCs wegwerfen, die für Standardaufgaben noch durchaus geeignet sind ???

Es gibt jetzt somit 2 Möglichkeiten (so wie ich sie sehe): Entweder MS bietet eine Möglichkeit. so dass auch alte Kisten noch mit W10 laufen oder die Winzigweicher warten darauf, dass die alten Kisten der Tod ereilt. Was dann über kurz oder lang auf für deren Besitzer gilt (tschigalung).
Was dann aber noch üüüüberhaupt nix darüber aussagt, was all diejenigen auf der Welt machen sollen, die alte Kisten nutzen MÜSSEN, weil das Geld für was Neueres einfach nicht da ist.

Nochmal: Windows10 finde ich, bis jetzt, gut gelungen. Und ich werde es auch nutzen, zumal ich zum Kreis derjenigen gehöre, die es kostenlos erhalten können (da könnte man jetzt auch trefflich davon berichten, was ich seit 1985 an Geld ausgegeben habe für Betriebssysteme von Microsoft, also für Windows95, W98, W-ME, W-XP und W7, und weshalb es (gefühlt) einmal an der Zeit war, derlei auch kostenlos zu erhalten).
Wenn W10 also die Versprechungen (weiterhin) erfüllt, und ich es bis (geschätzt) 2030 nutze (wenn voraussichtlich dann der Support ausläuft), dann wird W10 das letzte Betriebssystem von MS sein, das ich verwenden werde. Ich werde dann, so Gott will, fast 70 Jahre alt sein, und es wird für mich dann keine Rolle mehr spielen, was Winzigweich macht oder will oder fordert. Das, was ich in der Datenwelt dann noch zu tun habe, wird wohl über ein Tablet oder Ähnliches laufen.
Darüber hinaus, werde ich wohl voraussichtlich anderes im Leben wichtig finden und genießen. Ob Alleine, das liegt nicht an mir.

Es grüßt,
das Smamap