Bemannte Raumfahrt

Das Thema bemannte Raumfahrt ist bei jenen, die sich damit mehr oder weniger beschäftigen, für viele eine Glaubensfrage.

Gemeint ist die Frage: Brauchen wir die bemannte Raumfahrt überhaupt?

Meine Antwort darauf: NEIN, wir brauchen das nicht. Das Allermeiste was mit Menschen im Weltraum erledigt wird, kann ebenso auch mit unbemannten Missionen gemacht werden.

Wie so viele, so schaue auch ich mir voller Faszination jene Dokus im TV an, die die bemannte Raumfahrt zum Inhalt haben.
Wer wäre nicht in den Bann gezogen von jenen Unternehmungen, angefangen bei den Gemini-Missionen über die Apollo-Flüge, bis hin zur ISS.

Bemannte Raumfahrt

Und es ist ganz ohne Zweifel ein Wesenszug des Menschen, das, was um ihn herum liegt, zu erforschen, und dabei die Grenzen immer weiter hinauszuschieben.
Und als Menschen die Berge erforschten oder neue Kontinente oder die Tiefsee, da hielten sich die Aufwendungen dafür noch in nachvollziehbarem und darstellbarem Rahmen.

Wenn man sich jedoch versucht vorzustellen, dass die Kosten für die ISS mittlerweile bei ca. 100 Mrd. € angelangt sind, dann darf man sich den Sinn solcher Ausgaben doch mal ansatzweise überlegen.

V.a. auch deswegen, weil 99% aller Vorhaben/Experimente auch über ungemein günstigere Wege realisiert werden könnten, als durch die bemannte Raumfahrt.

Man überlege sich einmal, was man allein mit der Hälfte oder 3/4 des genannten Betrages hier auf der Erde für die Menschen bewirken könnte.

Auch wenn das von so Manchen abgetan wird als etwas, was wider der menschlichen Natur sei, nämlich nicht selbst die Dinge zu erforschen, also das Weltall, so darf dennoch die Frage gestellt werden, welchen Sinn dies hat, wenn gleichzeitig auf unserem Planeten die Dinge aus dem Ruder laufen und viele Menschen nicht das Notwendigste zum Überleben haben.

Ja, es wäre absolut faszinierend, wenn der Mensch eines Tages zum Mars reisen würde. Aber was bringt uns das, wenn wir nicht einmal dazu in der Lage sind, durch Einsatz entsprechender Mittel, das Leben hier bei uns lebenswert zu erhalten und gestalten.

Letztens las ich die Frage, wie es denn sein kann, dass auf der Erde jeden Tag unzählig viele Menschen unnötig sterben, mangels finanzieller Mittel, und gleichzeitig die Menschheit sich eine bemannte Raumfahrt leistet, sozusagen als glänzendes Hobby.

Denkt man diesen Gedanken zu ende, könnte man auf die Formulierung stoßen, dass diese bemannte Raumfahrt auf dem Tod unzähliger Menschen fußt.

Bemannte Raumfahrt

Oder gibt es ein handfestes Argument, dass diesen Denkansatz entkräftet?
Wobei ….. es gäbe natürlich viele solche Themen, die indirekt, manche sogar sehr direkt, damit zu tun haben, dass Mrd. an € ausgegeben werden, die andersherum den Tod von vielen Menschen verhindern könnten. Man denke nur daran, dass sich die Militärausgaben der 5 darin „führenden“ Länder im Jahr 2015 auf 1.000 Mrd. US-Dollar beliefen. Da nehmen sich die deutschen Ausgaben in Höhe von knapp 40 Mrd. US-Dollar noch relativ bescheiden aus. Man überlege sich nur, was man allein mit 40 Mrd. alles anfangen könnte.

Aber wie gesagt …. es gäbe VIELE solche Themen, mit denen sich die Spitze der Evolution auf diesem Planeten befassen müsste. Vielleicht hat es ja doch seine Berechtigung, wenn behauptet wird, dass die Spitze der Evolution eher das Bakterium sei …. schließlich werde dieses immer noch vorhanden sein, wenn sich der Mensch schon lange zugrunde gerichtet hat.

Es grüßt,
das Smamap

Rauchen ist tödlich

Saß ich doch jüngst vor einem Cafe und genoss die Passanten und das Stadtleben, das da so an mir vorbei-flanierte; einen Tisch weiter saß ein Mann, vor sich einen Kaffee und war am Rauchen.

Wie ich so einen Blick rüberwarf, da sah ich, auf der Zigarettenschachtel stand ….

Rauchen

Kaum hatte ich das gelesen, da fing der Mann zu husten an, grade so, als würde er jetzt seine Eingeweide von sich geben.

Ich wollte ihm schon zurufen ….. „da sollte wohl jemand schnellstens aufhören?“ ……. da drückte er seine Zigarette aus und zündete sich die nächste an. Denn schließlich mußte er ja was tun, gegen den Husten. Am Besten scheinbar Rauchen.
Na ja, offenbar war da Hopfen und Malz verloren…..

Rauchen

Und dann machte ich mir bewußt, dass der Mann da neben mir wohl schon relativ alten Semesters war.
Vielleicht handelte er ja nach dem Motto „bisher hat mich das Rauchen nicht umgebracht, und falls doch, so war mein Leben lang genug“.

Ob er das immer noch gesagt hätte, wenn er gewußt hätte, dass jede Zigarette seine letzte sein könnte?

DAS Problem am Rauchen

Ja, ich weiß …. das mit dem Rauchen ist verdammt schwer, was das „sein lassen“ angeht. In jungen Jahren bringt man das noch zustande, von jetzt auf dann aufzuhören. Je älter man ist, umso schwieriger wird es.
Allerdings ist ein Teil des Problems, dass hinter der Droge wirtschaftliche Interessen stehen. Diejenigen der Industrie und diejenigen des Fiskus. Würde man DAS tun, was getan werden muss, nämlich das Rauchen verbieten, und es zumindest als Ordnungswidrigkeit sehen, es also jedesmal ordentlich Geld kosten würde, dann wäre es sehr schnell vorbei.
Denn es hat sich immer noch erwiesen, dass die Verbraucher ohne Weiteres dort dazu bereit sind, umzulernen, wo es an den eigenen Geldbeutel geht. Von den Einsparungen im Gesundheitswesen will ich mal gar nicht reden.

Mit einem schönen Wochenendgruß an alle jene, die nicht (mehr) rauchen,
das Smamap

Die Perspektive

Heute mal wieder beim Friseur gewesen.

Nun ja, meine Friseuerbesuche sind meist sehr kurz, denn wo nur noch wenig ist, da gibt es auch nicht viel zu tun. Paar Minuten maschinell auf 2 mm gekürzt, und gut is.

Warum ich das erzähle ….. ich hatte einige Minuten zu warten. Mein türkischer Mitbürger, welcher für meine Haarpracht von Zeit zu Zeit zuständig ist, hat in seinem Friseur-Geschäft einen Flachbild-Fernseher im Eck hängen.

Da lief heute eine Reportage über Mali. Es ging dort u.a. auch um die Bundeswehr, die dort im Norden stationiert ist.

Und zugleich wurden einzelne Schicksale, menschlicher Art, berichtet.

Da wurde z.B. erzählt von dem Einheimischen, dessen ganze Familie zusammengelegt, und bei allen Verwandten gesammelt hatte, damit er sich auf den Weg durch die Wüste nach Lybien machen konnte, und über das Meer Europa erreichen würde. Es war für ihn die einzige Möglichkeit, noch irgendeine Perspektive im Leben zu finden, ganz im Gegensatz zu dem, was er in seiner Heimat vorfand, an Lebensbedingungen, Arbeitssituation, und Bedrohungen. Bevor er jedoch die Wüste erreichte, wurde ihm all sein Geld gestohlen. Und so saß er nun da, und wußte nicht mehr, was tun.

Zurück konnte er nicht mehr, denn er hätte seiner Familie die Schande eingestehen müssen, alles verloren zu haben. Eine Perspektive hatte er dort ohnehin nicht.
Und weiter konnte er auch nicht.
Seine Situation war hoffnungslos. Die Verzweiflung stand ihm ins Gesicht geschrieben.

Ein anderer, der in der Gruppe einen Film sah, über die Todesgefahren der Wanderung durch die Wüste, und des Übersetzens über das Meer, beschied dem Reporter, dass es Schlimmeres gäbe, als den Tod. Vor einer völlig hoffnungslosen Lebenssituation zu stehen, trotz Ausbildung keinerlei Einkommen zu finden, ständig von den Terror-Kommandes der islamistischen Rebellen bedroht zu sein, das sei alles wesentlich schlimmer, als der mögliche Tod, der ja vll doch nicht eintreten würde.

Alles eine Frage der Perspektive.

Und was machen wir hier, in den zivilisierten Ländern?

Wir reden uns die Köpfe heiß, über Einwanderung, über den Islam, über Parteiprogramme, darüber, von Flüchtlingen überrannt zu werden, über Grenzkontrollen, die Schließung von Routen, und dergleichen mehr.

Gleichzeitig ist nachvollziehbar zu erlesen, dass niemand, so wie die AfD diese gerne behauptet, die Scharia hier bei uns einführen will, um Frauen zu steinigen, die sich nicht verhüllt zeigen. Am allerwenigsten wollen dies die Muslime, die bei uns leben. Oder Flüchtlingszahlen, die in keinster Weise einen Besorgnisgrund liefern (dort beim Friseur lag auch die örtliche Tageszeitung, die sinnigerweise meldete, dass sich in unserem Landkreis ca. 950 Flüchtlinge befinden; jetzt weiß ich endlich, warum ich mich nicht „überrandt“ fühle).
Zudem kam heute die offizielle Verbrechensstatistik heraus. Die von „interessierten Kreisen“ gerne ins Feld geführte enorme Zunahme der Verbrechen, findet schlicht und ergreifend nicht statt. In meiner Umgebung sind die Verbrechen im letzten Jahr um einige Prozentpunkte zurückgegangen.

Irgendwie wollen sich die Feindbilder, die andere uns ständig einzureden versuchen, nicht so richtig einstellen. Schon seltsam.
Da helfen nicht einmal die groß in den Vordergrund gestellten Geschehnisse, die man gerne ins Feld führt.

Auch alles eine Frage der Perspektive.

Und so sterben auf der einen Seite der Welt die Menschen (wofür WIR natürlich nichts können, weder waffentechnisch gesehen, noch wirtschaftlich), und auf der anderen Seite der Welt, da setzen wir uns mit enormen wesentlichen Inhalten auseinander, also etwa dem enormen Anstieg an Straftaten, v.a. durch die Flüchtlinge ausgelöst.
Oder etwa, dass die Zinsen schon wieder gesunken sind, während woanders Hunger und Tod an erster Stelle der Agenda stehen.

Manchmal bzw. immer öfter, verstehe ich die Welt nicht mehr.

Es grüßt,
das Smamap

Irrsinns-Spirale II

Ein Nachtrag zu meinem ERSTEN BEITRAG.

Ich stellte darin die These auf, dass Gewalt immer nur Gewalt erzeugt, und zu nichts führt.

Ich denke, man muss dies umfassend betrachten ……..

Sehen wir uns an, womit die grausamen Taten vollbracht werden!

Es sind Bomben, Sprengstoffe, Maschinengewehre …..

Und wo stammt das alles her?

ES STAMMT VON UNS !!!

Die Täter begehen alle diese Taten mit Mitteln, die WIR ihnen in die Hand gegeben haben.

Es ist dabei nicht von Bedeutung, ob das jetzt eine Kalaschnikow ist oder ein G36 oder wie auch immer die Waffe heißen möge.
Es ist auch zweierlei, wo der Sprengstoff produziert wurde. Ob in Deutschland, in Russland oder in Israel.

Entscheidend scheint nur, dass die sogenannten zivilisierten Staaten andere mit ihren Waffen versorgt haben, noch und nöcher. Dabei zugesehen haben, was die Empfänger der Waffen damit alles angestellt haben. Wie sie die jeweiligen Völker vergewaltigt haben.

Und jetzt, da die Waffen sich in den falschen Händen befinden, heben wir selbige, und geben den Unschuldigen.

Zweifelsohne, müssen Attentäter, die Menschen ermorden gefasst und bestraft werden, mit der ganzen Härte, die das Gesetz ermöglicht. Es gibt nichts Abscheulicheres, als unschuldige Menschen zu morden.

Fest steht auch, dass die Attentäter die Waffen nicht selbst hergestellt haben, und mit Pfeil und Bogen sicherlich nicht dazu in der Lage wären, Menschen in den Hauptstädten dieser Welt in den Tod zu bomben und zu schießen.

Schließlich gilt: Wer Gewalt säht, wird Gewalt ernten.

Und Gewalt fängt nicht erst dort an, wo ich einem Menschen etwas antue. Sie fängt schon dort an, wo ich als zivilisiertes Land die Welt mit Waffenexporten überziehe.

Insofern muss man sich nicht wundern, wenn das, was man in die Welt schickt, irgendwann zu einem zurück kommt.

Sei es in Form von Waffen, von Gewalt oder von Flüchtlingen.

Wer einigermaßen sehenden Auges durch die Welt geht, der muss anerkennen, dass all diese Dinge heute deswegen vor unserer Haustür stehen, weil WIR SELBST dafür gesorgt haben.

Zusammenbrechende Staaten, die voll von Waffen, verzweifelten Menschen und gewaltbereiten Attentätern sind, die entstanden nicht einfach SO und von selbst.

Es grüßt,
das Smamap

So ist das Leben

Heute morgen ereilt mich die Nachricht, dass eine Bekannte gestorben ist.

Eine alte Dame, die ich seit etwa einem Jahr kenne, und für die ich ab und zu ein paar Dinge erledigt habe. Und bei der Gelegenheit sind wir dann immer auch ein wenig zusammen gesessen, und haben uns unterhalten.

Vor 2 Wochen haben wir uns dann nochmal kurz gesehen, und ein paar Worte gewechselt. Wenn ich gewusst hätte, dass es das letzte Mal sein würde, dann wär es sicher ein längeres Gespräch geworden.

So aber ist es traurig, wenn man weiß, dass man diesen Menschen nie mehr wieder sehen wird. Einen Menschen, der es offensichtlich nicht leicht im Leben hatte, und dem man gewünscht hätte, es wären noch ein paar sorgenfreie und glückliche Jahre gekommen.

Was ich so aus anderen verlässlichen Quellen im Lauf der Zeit gehört hatte, war, dass sie zwar eine Tochter hatte, die sie auch ab und an besuchen kam. Sie war das, was man sich nicht unbedingt als Tochter wünscht (mehr möchte ich dazu nicht schreiben). Auch in dieser Hinsicht hätte man ihr noch ein paar glückliche Jahre gewünscht.

Und so, ist sie jetzt einfach verschwunden. Wie ich höre, hat sie festgelegt, dass sie eine Seebestattung erhält. Zwar finde ich es schade, dass es keinen Platz geben wird, wo man hingehen kann, aber ihr Wunsch ist sicherlich zu respektieren.

Und so ging ich heute in die nächste Kirche, setzte mich dort ein paar Minuten hin, und gedachte ihrer. Nicht deswegen, weil ich jetzt ein gläubiger Mensch wäre und an ein Leben nach dem Tod glaube. Einfach nur, um an den Menschen zu denken.

Und danach bin ich dann noch in die örtliche katholische Kirche gegangen (hier sind die meisten Menschen evangelisch), und habe, was nur dort möglich ist, eine Kerze für sie angezündet.

Was bleibt, ist erstmal die Trauer darüber, dass der Mensch nicht mehr ist, und die Erinnerung an sein Leben (zumindest den Teil davon, den man kennt). Eine Erinnerung, die dann langsam verblassen wird.

Aber es wird so sein, wie mit allen Menschen, die einem was bedeutet haben: Man wird sie nie vergessen.

Es grüßt,
das Smamap

Das Leben nach dem Tod

Roger Willemsen sagt in seinem letzten Interview ….

Er sei kein gläubiger Mensch, sei zwar protestantisch erzogen worden, dann aber so weit Rationalist geworden, dass er den Glauben mit seiner Vernunft nicht mehr in Einklang bringen konnte. „Ich würde gerne glauben, aber ich kann nicht. Aber ich respektiere jeden Gläubigen. Und vor allem die christliche Ethik, der so viel Humanität innewohnt.“

und zudem …..

„Ich glaube, jedes Leben wird dadurch besser, dass man es auch für andere lebt. Und wenn man so privilegiert lebt wie ich und eine Öffentlichkeit finden kann und dazu noch im Bereich der Kommunikation arbeitet, also schreibt, dann sollte man um Himmels Willen irgendwas tun, das anderen hilft. Das ist eine Pflicht.“

und außerdem

„Darüber (das Leben nach dem Tod) kann ich nichts wissen, und das betrübt mich nicht.“ …… „Da für mich zu den größten Glückszuständen der Zustand der Produktivität gehört, also etwas hervorzubringen, richtet sich meine Glücksvorstellung in erster Linie auf das, was ich noch werde hervorbringen können. Das heißt, Bücher, die ich im Kopf habe, Dinge, die ich sinnvoll oder notwendig finde.“

Er sprach mir damit „aus der Seele“.
V.a. auch damit, dass er den Glauben mit der Vernunft nicht mehr in Einklang bringen konnte. Und auch damit, dass man sein Leben auch für andere leben sollte.

Nun ist er tot. Und mir drängt sich, auch wegen der obigen Zitate, wieder einmal die Frage nach dem Sinn des Lebens und die Frage nach einem Leben nach dem Tod auf.

Mal angenommen ….. nur mal angenommen …… es gäbe kein Leben nach dem Tod. Dann würde man also nach dem Leben dahin faulen (man möge mir den Ausdruck nachsehen), und das war’s.
Und das Leben wär irgendwie völlig sinnlos gewesen. Es sei denn … ja, es sei denn, man hätte sich bemüht, seinem Leben einen Sinn zu geben.
Der Sinn könnte sein, dass man anderen fehlt, wegen dem, was man zeit seines Lebens getan hat.

Nun ist das bei RW sehr offensichtlich, was er alles getan hat. Weil er in der Öffentlichkeit stand. Aber muss das so sein, um Sinn in seinem Leben zu haben oder reicht nicht einfach das Bewusstsein, etwas für andere vollbracht zu haben.

Wenn jeder das so praktizieren würde, wäre es völlig egal, was danach kommt, und ob überhaupt etwas danach kommt.

Ich bin ja der Meinung, dass uns hierbei seit Jahrhunderten ein X für ein U vorgemacht wird, und es derart viele rationale Einwände gibt, für all die Dinge, die wir mit „Glauben“ umschreiben, dass es nahezu keinen Grund dafür gibt, annehmen zu sollen, dass über allem ein Schöpfer steht, und wir uns nach dem Tod alle wieder sehen.

Das muss natürlich jeder so sehen, wie er das sehen kann und möchte. Ich fände es, im Sinne von RW nur schade, wenn wir unser Leben verplempern, um dann hinterher absolut NICHTS festzustellen, weil da eben NICHTS ist.

Das alles sollte uns aber nicht davon abhalten, ein sinnvolles Leben zu leben. Eines AUCH für andere, und nicht primär für uns selbst, frei nach dem Motto „je mehr ich habe, umso sinnvoller“. Denn wenn wir am Ende feststellen, dass wir etwas grundlegend anders hätten machen sollen mit unserem Leben, so wie wir es gelebt haben, dann ist es ein klein wenig zu spät.

Und damit jetzt erst mal Schluss mit tiefschürfenden Fragen des Lebens 😉 😉

Es grüßt,
das Smamap

Und wozu soll das gut sein ?

Heute war sie wieder zu sehen – Die Streif in Kitzbühl

Eine imposante Abfahrt, mit Rasanz, mit Spannung, mit Nervenkitzel und allem, was die Streif schon immer ausgemacht hat. Und nur wer da mal oben gestanden ist, kann auch nur annähernd abschätzen, was es für einen Mut erfordert, sich da runter zu stürzen.

Das wär alles eine tolle Sache, wenn ……. ja wenn da nicht mit dem Leben der Sportler gespielt würde.

Nachdem der 3. Abfahrer mit einem irrsinns Tempo in die Fangzäune gerast war, und es fraglich war, ob er lebend wieder da raus kommen würde, und ein Hubschrauber nach dem anderen in die Lüfte stieg, um einen verunglückten Sportler aufzunehmen, da habe ich abgeschalten.

Um es auf den Punkt zu bringen: Da wird ganz bewusst mit dem Leben gespielt von den Verantwortlichen. Die Sportler können sich dem nicht entziehen, denn entweder sie machen mit oder sie verweigern sich, und fallen in die Bedeutungslosigkeit (wenn sie überhaupt wieder von ihren Verbänden als Rennfahrer aufgestellt werden).

Da hilft es auch nix, wenn die Zuschauer unten, allen voran die Prominenten, zutiefst erschrocken reagieren, wenn wieder etwas passiert ist. Und es hilft auch nix, wenn die Abfahrer jetzt mit Airbag-Westen ausgestattet sind. Denn kaum ist der Verunfallte geborgen geht es weiter mit „Business as usual“.

Solange, bis der Nächste mit über 100 Sachen abschmiert.

Es ist abzuwarten, bis dort einmal ein Rennfahrer nicht mehr lebend den Fangzäunen entsteigt oder zumindest irreparabel geschädigt (heute haben sie erzählt von einem Querschnittgelähmten, der vor Jahren bei einem Abfahrtslauf verunglückt ist). Und auch nächstes Jahr werden sich wieder die Todesmutigen mit bis zu 130 KM/h die Streif hinunterstürzen.

Das alles lässt tief blicken. Was die Verantwortlichen angeht, die Veranstalter, die Medien, die Zuschauer.
Hört natürlich nicht bei der Streif auf. Da zählen dann alle Formel1-Rennen dazu, alle anderen Motorsportveranstaltungen, und was es da sonst noch an Hochrisiko-Sportarten gibt.

Manches davon schaue ich mir gerne an. Aber sowas wie heute hinterlässt einen sehr nachdenklich.

Es heißt ….. die Würde des Menschen ist unantastbar ……. und wie sieht’s mit dem Leben aus?

Es grüßt,
das Smamap

Manchmal is immer zu früh

Ein neues Jahr hat begonnen. Mit all dem, was so an Wünschen besteht.

Nun – im Lauf der zunehmenden Jahre werden die Wünsche eher demütig.

Ich wünschte allen Menschen, mich inbegriffen, etwas Glück, v.a. Gesundheit, und die Möglichkeit die kleinen Dinge des Lebens zu genießen (wenn dann mal was Größeres dabei wäre, hätte man sicherlich nix dagegen).

Für mich hat der Beginn eines neuen Jahres immer auch etwas Zwiespältiges.
Vor ein paar Jahren ereilte mich am Neujahrstag die Todesnachricht meines Vaters.

Ich brauchte ein paar Jahre, bis ich es schaffte, dass am Neujahrstag nicht mehr „Land unter“ war. So 3-4 Jahre war dieser Tag immer fürchterlich. Ich verkroch mich.
Da war nämlich etliche Jahre eine Distanz zwischen meinem Vater und mir gewesen, und wie die endlich weg war, wir eine sehr gute Verbindung zueinander gefunden hatten, und er in Rente ging, und Zeit gewesen wäre, das zu vertiefen, da war es plötzlich zu ende. Ich hätte mir so gewünscht, er wäre noch ein paar Jahre für mich greifbar gewesen.

Man sagt gemeinhin „so ist das Leben“. Aber manchmal kann es schon gemein sein.

Dieses Jahr habe ich zum ersten Mal wieder das Feuerwerk genossen, was mir umso leichter fiel, als es an meinem jetzigen Wohnort relativ üppig ausfiel (in einer kleinen Stadt is das halt doch etwas anders als weit auf dem Land draußen).

Und so habe ich heute das Bild meines Vaters und eine Kerze aufgestellt, und ihm ein gutes neues Jahr gewünscht, verbunden mit einer kleinen Träne.

Warum ich das schreibe? Nicht weil ich möchte, dass andere darauf reagieren. Nein, es war mir einfach ein Bedürfnis.

Es grüßt,
das Smamap

Die Wahrheit ist oft unangenehm …

Gestern hab ich (leider nur das Ende) einer interessanten Diskussion mitbekommen.

Es handelte sich um den Talk von Sandra Maischberger (ist das jetzt richtig geschrieben?).

Da schlugen sie sich wieder mal verbal die Köpfe ein, zum Thema „Terror und Flüchtlinge“.

Zunächst mal muss ich sagen, dass ich mir derlei nur selten ansehe, weil solche Diskussionsrunden (zumindest wenn Politiker dabei sein) immer nach dem Motto laufen „recht haben sowieso nur wir“ (sprich die Partei des Redners) oder nach dem Motto „ich bin dafür, dass wir dagegen sind, weil die anderen dafür sind“.

Und was mich immer noch fürchterlich nervt, ist die Diskussionskultur mancher Diskussionen. Es ist ein Akt der Höflichkeit, den anderen zuende reden zu lassen. Wenn jemand anderes spricht, dann habe ich die Klappe zu halten. Solange bis der Diskussionsleiter mir das Wort erteilt.
Der Einzige, der sich gestern daran gehalten hat, war Wolfgang Bosbach. Der wusste, was sich gehört.
Und bei so manchen Diskussionsleitern, krankt es allein schon daran, so auch gestern, dass sie es nicht gebacken bekommen, die Diskussion im Griff zu halten, und den Teilnehmern ganz klar zu sagen, dass sie jetzt nicht dran sind.

Soweit der Vorspann meines Beitrags.

Zum Inhalt:

Es gab gestern, wie schon häufiger, 3 Beiträge, die etwas sehr Wesentliches sagten. Etwas, was man schon anderswo zu hören bekam, worauf aber nicht weiter eingegangen wurde, vermutlich deswegen, weil es so manchen „Vergeltungsstrategien“ nicht zu pass kommt.

Es ging dabei, ganz generell gesprochen, darum, dass der „Westen“ ein gerüttelt Maß an Schuld daran trägt, dass es soweit gekommen ist, wie es jetzt ist.

Im einen Fall wurde darauf hingewiesen, dass damals 2001 der Präsident der arabischen Liga eindringlich versucht hatte, zu bewirken, dass der Krieg im Irak nicht begonnen wird, weil sonst „das Tor zur Hölle“ geöffnet wird. Und genau DAS sei in der Folgezeit bis heute passiert. Das Land dort sei zerbrochen, weil die USA in keinster Weise ein Konzept für die Zeit nach dem Krieg hatten. Andere Länder seien dabei zu zerbrechen. Insgesamt befinde sich ein Großteil Arabiens am Abgrund. Der Terror, IS, die Flüchtlingsströme seien nur eine Folge davon.

Das Ganze hat eine sehr starke Logik. Wenn ich ein Land zerbombe, jeder Führungsstruktur beraube, für kein „Danach“ sorge, dann muss ich mich nicht wundern, wenn dunkle Gestalten sich dieses Machtvakuum zunutze machen, und viele Menschen, die Tag für Tag mit dem drohenden Tod konfrontiert werden, das Weite suchen.

Ein anderer Beitrag versuchte einzubringen, dass die Entwicklung in vielen Teilen der Welt kein Wunder sei, nach den Einflussnamen politischer und wirtschaftlicher Art, die der „Westen“ lange Zeit ausgeübt hat. Da wurden Verträge geschlossen, die dazu dienen, dass bei uns Lebensmittel und Ressourcen billig zur Verfügung stehen. Es wurden Despoten eingesetzt, die diesem Ziel gerecht wurden.
Mit den Konseqeuenzen daraus sind wir heute konfrontiert.

Und zum Schluss hieß es, wir bräuchten uns nicht darüber zu wundern, dass uns heute so manche Länder, denen wir früher die Kalte Schulter gezeigt hatten, wie es darum ging, mit den Flüchtlingsströmen fertig zu werden (ich erinnere an die Türkei, an Griechenland und andere), uns heute auflaufen lassen.

Fazit:
Wir haben mit so manchen Ländern das getrieben, was wir getrieben haben, damit wir hier unseren Wohlstand steigern konnten. Sprich noch ein Auto, noch ein Kühlschrank, noch ein Fernseher. Und die obligatorischen Lohnerhöhungen nicht zu vergessen. Irgendwo muss dieses Geld ja herkommen. Und dass Kriege dort nicht auch den, zumindest billigend in Kauf genommenen, Hintergrund hatten, der Rohstoffe (Öl etc.), das glaubt ja wohl niemand mehr. Und wo unsere Waffen überall zum Einsatz kommen, die wir in alle Welt exportieren, das möchte ich gar nicht wissen.
Den Menschen dort geht es immer schlechter, uns geht es immer besser, Terror-Organisationen nutzen dies aus, und uns fällt nichts anderes ein,  als weitere Bomben dorthin zu schicken. Ich möchte nicht wissen, wieviele Tote in der Zivilbevölkerung das wieder kostet, und wieviele Menschen zusätzlich sich dazu entschließen, zerbombten und tödlichen Lebensumständen zu entfliehen.

Es gibt meines Erachtens nur EINEN Weg, den Menschen dort zu helfen in Ländern wie Syrien, Libanon, Lybien, Irak, Mali und wie sie alle heißen: Ihnen vernünftige Lebensumstände dort zu bieten, so dass Terror und Fluchtgedanken keinen Nährboden finden.
Mit Bomben wird dieses Ziel sicherlich nicht erreicht.
Ohne Frage müssen die Verantwortlichen für zig-fachen Mord in Paris oder sonstwo zur Rechenschaft gezogen werden.
Frieden, vernünftige Lebensumstände und ein Ende des Terrors wird sicherlich nicht erreicht, indem man die Länder dort immer mehr zerbombt, und die Straßen mit Toten pflastert. Rachegelüste und Gleiches mit Gleichem zu vergelten führt definitiv nur dazu, dass sich die Dinge hochschaukeln, und wir uns in immer kürzeren Abständen über noch schrecklichere Entwicklungen unterhalten.
Denen, die das nicht wahrhaben wollen, empfehle ich, einmal 1/2 Jahr in solchen Gebieten zu leben, wo die ganz normale Bevölkerung ständig der Gefahr des Todes ausgesetzt ist, und immer wieder ganze Familien ausgelöscht werden. Diejenigen, die den 2. Weltkrieg noch miterlebt haben, wissen was ich meine.

Es wäre wesentlich sinnvoller, wenn die Bekämpfung von Fluchtursachen nicht nur Lippenbekenntnisse von Parteitagen blieben. In der heutigen Zeit kann ich gerne auf Parteiobere verzichten, die die beleidigte Leberwurst spielen, weil sie mit ihren Vorstellungen nicht durchkommen. Ebenso verzichten kann ich auf Politiker, die die Geschehnisse nur dazu verwenden, sich für die nächste Wahl zu positioneren.
Vielmehr braucht es verantwortliche Politiker, mit Weitsicht und Visionen. Auch für solche mit unangenehmen Konsequenzen. Wo sind die Politiker, die die Dinge wirklich anpacken, zum Wohle der Menschen, und ohne Rücksicht darauf, ob sie wiedergewählt werden. Und wohl gemerkt: Das Wohl der Menschen hat nichts damit zu tun, ob der Wohlstand gemehrt wurde.

Ich habe die Befürchtung, dass all dies in den Überlegungen der Staatenlenker keine Rolle spielt. Sollte dem so sein, dann werde ich die Konsequenzen daraus vermutlich (hoffentlich) nicht mehr miterleben. Meine Kinder aber wohl.

Es grüßt,
das Smamap

 

….. und die Moral von der Geschicht ???

Zitat aus einem Artikel von Keno Verseck auf DW.COM (deutsche Welle):

„Der ehemalige antikommunistische Bürgerrechtler und linke Philosoph G. M. Tamás, der heute einer der Vordenker der neuen Linken in Osteuropa ist, sieht noch einen anderen Grund für die Art und Weise, wie Ungarn und andere osteuropäische Ländern mit der Flüchtlingskrise umgehen. „Es gibt eine Art konkurrierende Immigration. Die osteuropäischen Länder können ohne die Emigration ihrer eigenen überschüssigen Arbeitskräfte nach Westeuropa nicht überleben“, schreibt er in einem Essay, der vor kurzem auf zahlreichen linken europäischen Internetforen veröffentlicht wurde.

So sind etwa aus Ungarn allein in den vergangenen vier Jahren etwa 650.000 Menschen abgewandert, um im Ausland zu arbeiten. „Es liegt im vitalen Interesse von Ländern wie Ungarn, die jetzigen Flüchtlinge zu stoppen, denn wir konkurrieren mit ihnen um die westlichen Ressourcen, weil die osteuropäischen Wirtschaften ein trauriger Witz sind.“

Zuvor war in dem Essay sinngemäß auch angeführt worden, dass der ungarische Premier Orban ganz bewusst so handelt, wie er handelt, nämlich um sich selbst und seine Partei wieder an die Spitze der Umfrageergebnisse zu bringen und von eigenen Problemen abzulenken.

Alles zusammen zeigt einmal mehr, dass selbst Not, Elend und der Tod von so Manchen für eigene Zwecke missbraucht wird.

Statt dafür zu sorgen, dass Menschen nicht umkommen, wird deren Lage noch ausgenutzt.

Aber es ist gar nicht nötig, mit dem Finger auf die Orbans der Welt zu zeigen. Auch bei uns gibt es genügend, für die das gilt.
Plötzlich taucht Pegida wieder aus der Versenkung auf. Auch das braune Gesöcks missbraucht das Schicksal dieser Menschen seit jeher für die eigene Propaganda. Und so manchen Menschen, die etwas brauchen, worauf sie die eigenen Ängste projizieren können, sind die Einwanderer willkommener Anlass, dumpfes Unwohlsein in der Menge zu artikulieren. Es war schon in den Urzeiten menschlicher Entwicklung so, dass eine Gefahr von außen den Stamm auf ein Ziel hingerichtet hat, und dem eigenen Handeln damit einen Sinn gegeben hat, den man anderswo nicht fand.

Und ich möchte es nicht mal ausschließen, dass auch eine Frau Merkel es nicht gerade als schlecht ansieht, wenn ihre Umfragewerte steigen. Auch ein Herr Schröder wusste das seinerzeit zu nutzen.

Warum, so frage ich mich, ist es nicht schlicht möglich, demjenigen, der im Sumpf am Untergehen ist, die Hand zu reichen, um ihn herauszuziehen, auch ohne damit irgendein Ziel zu verfolgen.

Irgendwann gelingt es uns schon noch, in der Einigkeit gegenüber irgendeinem Gegner, den es SO gar nicht gibt, eine Gewalt heraufzubeschwören, die unseren Untergang besiegelt. Wenn dies nicht zuvor schon die Natur bewerkstelligt hat, per Klimaveränderung, Naturkatastrophen, und die dann einsetzenden Völkerwanderungen.

Insofern wird der Mensch immer noch mehr von perfiden Urinstinkten geleitet, anstatt von Vernunft und moralischen Maßstäben.

Meine Meinung.

Es grüßt,
das Smamap