Der Anfang der Welt

Wie heute schon HIER geschrieben, ist Stephen Hawking von uns gegangen; derjenige, der versuchte uns u.a. den Anfang der Welt vor Augen zu führen.

Nun – ich meine, man könnte mal grob versuchen, das zu skizzieren, was in meinen Augen das Wichtigste ist, was er uns hinterlässt. Ich bitte auch gleich ihn selbst, und etwaige „Experten“, um Nachsicht dafür, dass ich ev. eine andere Gewichtigung vornehme, als andere. Und auch um Nachsicht, dass ich die Dinge etwas vereinfache. Soweit halt, dass auch Meinereiner es ausdrücken kann.

Er hat dargelegt, und mathematisch bewiesen, dass das Universum einen Anfang hatte. Den Urknall eben. Sprich, es gab einen Punkt auf den alles konzentriert war, und aus diesem unendlich kleinen Punkt entstand alles. Zuerst war das Universum auf diesen Punkt konzentriert, dann wurde es, aus kleinen Anfängen, immer größer, bis dorthin, wie es heute ist.

Anders gesagt …. wenn man in der Zeit immer weiter zurückgeht, dann schrumpft das Universum immer mehr zusammen, bis zu jenem unendlich kleinen Punkt.

An diesem Punkt begann der Raum und auch die Zeit. Davor gab es – NICHTS!!! Nicht einmal die Zeit.

Hawking sagt, es braucht absolut NICHTS, damit alles entsteht. Es entsteht alles aus NICHTS. Eben aus diesem unendlich kleinen Punkt heraus.

Und es brauche deshalb auch keinen Gott, um unser Universum entstehen zu lassen. Zumal es vor jenem Anfang keine Zeit gab, zu der es hätte geschaffen werden können.

Er wolle, so meinte er sinngemäß, niemandem seinen Glauben nehmen. Jeder habe den freien Willen und die Wahl, hinter dem Ganzen einen Schöpfer zu sehen. Notwendig sei er nicht.

Wie gesagt, es gibt hinter dem Ganzen, was er meint, eine mathematische Darlegung, die zu eben jenem Punkt führt. Verstehen können dies nur die Wenigsten. Solche mathematischen Abhandlungen sind genauso weit weg von 1+1=2, wie unsere Vorstellungskraft von der Größe des Universums. Deshalb hat er auch versucht, es halbwegs allgemeinverständlich „rüberzubringen“.

Populärwissenschaftlich sozusagen. Soweit das eben möglich ist.

Jeder hat so seine Überzeugungen. Und bei uns ist es auch so, dass die ein Jeder haben darf, ja muss.

Ich gehöre zu denen, die es vorziehen, etwas auch halbwegs logisch nachvollziehen zu können. Und ich tue mich unheimlich schwer, den Anfang der Welt in einem Gott zu sehen, dessen Existenz durch Glauben bewiesen wird. Durch nichts anderes als Glauben. Wobei ich zunächst einmal völlig dahin gestellt sein lasse, von welchen der zig Glauben, die es auf der Welt gibt, da die Rede ist; alles Religionen, die von sich behaupten, die einzig wahre Religion zu sein. Schon das ist ein Widerspruch in sich selbst.

Es erinnert mich immer an die Wikinger, die den Grund für eine Sonnenfinsternis nicht darin sehen konnten, dass der Mond die Sonne verdeckt, sondern darin, dass ein Wolf die Sonne verschlingt, und man durch lautes Geschrei diesen Wolf wieder verscheuchen müsse. Das klappte auch …. nach ein paar Minuten Geschrei war jener Wolf wieder verschwunden.

Und so lässt sich Vieles derart erklären. Ich ziehe es vor, die Dinge einigermaßen logisch zu erklären. Und mit fast allen Dingen des Daseins gelingt dies auch. Nur wenn es ans Eingemachte geht, sprich den Ursprung allen Seins, dann darf das auf einmal keine Rolle mehr spielen. Dann zählt nur noch der Glaube.

Da halte ich es dann doch wesentlich lieber mit Stephen Hawking, der versuchte, auch diesen Natürlichkeiten mit dem auf den Grund zu gehen, was überall sonst wunderbar funktionierte. Schon Sir Isaac Newton hatte die Gravitation damit erschlossen, sprich den fallenden Apfel.

Und Hawking VERSUCHTE nicht nur den Anfang der Welt damit zu erklären, sondern es gelang ihm auch.

Aber er sagte stets sinngemäß: Ich sage nicht, dass es keinen Gott gibt. Ich sage nur, dass es eine andere Möglichkeit gibt, wie die Dinge entstanden sind, dass man dafür keinen Gott braucht, und es jedem frei steht, für sich zu entscheiden, womit er es hält.

Ich stelle mir manchmal vor, wie es wäre, wenn es plötzlich einen unumstößlichen Beweis gibt für den Anfang der Welt, der derart nachvollziehbar ist, dass der Glaube (an welchen der vielen Götter auch immer), als nicht real offenbar wird. In dem Moment würde alles, was mit Glauben zu tun hat, obsolet.

Nun – das war nicht Hawkings Ziel. Er wollte schlicht die Geheimnisse des Universums ergründen. Ergründen wie es sich verhält mit der Raum-Zeit. Mit Massen, die den Lauf des Lichts beeinflussen. Mit schwarzen Löchern, mit der Strahling daraus, die nach ihm benannt ist. Und damit, was ganz am Anfang war.

Für mich war er auch immer ein Zeichen dafür, wie weit der Mensch, in seiner emotionalen Entwicklung, seinen logischen Fähigkeiten hinterher hinkt.

Die Welt ist ohne ihn ärmer. Und es ist zweifelsohne ein schöner Gedanke, dass er jetzt „da oben“ ist, und auf uns herunter sieht. Was ich allerdings WEISS, ist, dass das, woraus er bestanden hat, nämlich vielen verschiedenen Atomen, die aus einer Supernova gekommen sind, so wie alles andere auch, woraus alles in und um uns besteht …. dass das wieder dorthin zurückgekehrt ist …. zu einem Bestandteil des Universums wurde.

Und wenn dereinst unser Planet wieder zerbirst, in seine Bestandteile, dann ist alles wieder dort, woher es kam.

Es grüßt
das Smamap (www.wkfm.eu – WasKeineFreudeMacht)

Asteroid Florence auf der Durchreise bei uns

Der Asteroid Florence sagte gestern einmal kurz „Grüß Gott“, als er bei uns vorbeiflog.

Asteroid Florence

Quelle: www.globallookpress.com

Nun wird ja gewöhnlich ein riesen Hype daraus gemacht, wenn sowas geschieht. Va auch mit der Angst der Menschen spekuliert.

Jedoch ist das ein Ereignis so wie jedes andere auch. Egal was und wo es passiert. Ob der Asteroid Florence, oder welcher auch immer, nun in 4,4 Mio Kilometer Entfernung vorbeihuscht oder in 50.000 KM Entfernung, oder in irgendeiner anderen x-beliebigen Entfernung, das ist völlig einerlei. Es hat genau die gleiche Wichtigkeit, als flöge er ganz woanders im Universum.

Er fliegt vorbei, und gut is.

Es gibt nur EIN EINZIGES Ereignis, das erwähnenswerter wäre. Nämlich wenn ein solcher Asteroid mit der Erde kollidiert.

Nicht dass wir es vermeiden könnten, irgendwas dran ändern könnten. Alles was wir tun könnten, wäre, uns zu überlegen, was passiert.

Und in jenem Fall, der nicht eintreten wird, weil die Wahrscheinlichkeit, dass ein Objekt mit der Erde zusammenstößt, so unendlich gering ist, bei der Weite des Raums, der uns umgibt, wäre das Ergebnis eindeutig:
Die Menschheit würde aufhören zu existieren. Vll nicht zu 100% oder gleich sofort. Aber letztlich doch.

Nicht dass ich sowas jetzt herbeisehne. Oder die Coolheit in Person bin. Was in mir ablaufen würde, wenn derlei auf uns zukäme, mag ich mir nicht vorstellen.

Jedoch ändern könnte ich absolut nichts.

Was mir bei solch einem Gedankenspiel mal wieder brühwarm einfällt, ist, dass das Ende der Menschheit, in so einem Fall, das Universum in keinster Weise juckt.

Und der Mensch würde verschwinden trotz aller Religionen, denen er nachgehangen hat.
Doch halt …. nachdem „Gott der Herr“ ja den Menschen als Zentrum des Universums erschaffen hat (schließlich hat sein Sohn hier gelebt und ist hier gestorben), wird dieser Gott nicht umhinkönnen, den Menschen kurzerhand vor dem Untergang zu bewahren.

Wie er das macht, ist natürlich ihm überlassen. Mal kurz die Erde verrücken? Oder die Flugbahn des Asteroiden Florence (oder wie immer er heißen möge) verändern? Wer weiß das schon.

Allerdings gäbe es da ja noch eine ganz andere Variante:
Es gibt keinen Gott!

Das würde dann bedeuten, dass die Dinge einfach so geschehen, wie sie geschehen. Wie sie sich ergeben infolge der Abläufe. Und der Mensch wäre einfach ein aberwinziger Bestandteil des Kosmos, und den Abläufen in diesem ausgeliefert.

Was für eine furchtbare Vorstellung.

Gleichzeitig würde dies bedeuten, dass der Mensch sich in wesentlichen Teilen auf diesem Planeten mit Dingen beschäftigt, jenseits jeglicher Realität.

Schlicht um sich nicht eingestehen zu müssen, dass er nur ein unbedeutender Bestandteil von etwas Großem ist. Außerdem lebt er, dann stirbt er, und das war’s.

Nichts Großartiges daran. Nichts Zentrales. Nur einfach ein Lebewesen in einem unbedeutenden Teil des Universum, in einem unbedeutenden Teil einer unbedeutenden Galaxie, wie es sie zu Milliarden und Abermilliarden im Weltall gibt.

Es grüßt,
das Smamap (www.wkfm.eu – WasKeineFreudeMacht)

Und wieder einmal der Glaube, der mir fehlt – (kein) Glaube und Leben, das geht

Schon verschiedentlich hatte ich mich mit dem Thema „Glaube“ auseinandergesetzt.

Nämlich HIER und HIER und HIER.

Als ich heute meine sonntägliche Morgenrunde drehte, was selbstverständlich beim Cafe um die Ecke mit einem Cappu begann, da führte mich mein Weg auch in die Richtung, der am örtlichen Friedhof vorbeikommt.

Und just, wie ich fast dort war, hörte ich plötzlich Kirchengesang. Ich spitzte Ohren und Augen, und wurde gewahr, dass 200 Meter vor mir eine Prozession die Straße querte, und im Friedhof verschwand.

Dort vorbeigehend, sah ich einen Baldachin (schreibt man das jetzt so?), hörte einen Chor singen und sah auch eine größere Gruppe von Gläubigen dort im Friedhof stehen.

Und …. sorry …. aber sofort kam mir der Gedanke, was die Leute wohl tun würden, wenn sich herausstellte, dass ihr Glaube keine Grundlage hat (ich hatte mich ja in obigen Beiträgen schon über dieses Thema ausgelassen, und darüber, dass dies, in meinen Augen, sehr wahrscheinlich ist).

Man stelle sich vor, die Menschen, die da in die Kirche gegangen, und anschließend zum Friedhof prozessiert waren, um sich dort am Baldachin zu versammeln, und in frommer Weise Lieder zu singen und einem Glaube Ausdruck zu verleihen, die müssten urplötzlich zur Kenntnis nehmen, dass dieser Glaube, dem sie da folgen, völlig an den Haaren herbeigezogen ist.

Wie ich schon in obigen Beiträgen formuliert hatte:

Jeder soll seinem eigenen Glaube n folgen …. keine Frage. Es ist das Grundrecht des Menschen, dies zu tun.

Nur stelle ich mir ernsthaft die Frage, was passiert, wenn die Wahrheit herauskommt …. und das wird sie eines Tages. Denn EINES ist sicher: Nach dem, was wir heute wissen, ist die Wahrscheinlichkeit, dass es so war, wie uns die Religionen glauben machen, derart gering, dass das nur einen Schluss zulässt. Mal ganz abgesehen davon, dass bekanntlich ALLE Religionen für sich in Anspruch nehmen, der einzig wahre Glauben zu sein.

Und so werden alle diese Dinge, angefangen von Kirchenbauten über Prozessionen bis hin zu Religionen, eines Tages in sich zusammenfallen. Nicht, weil ich das gerne hätte (im Gegenteil, ich befürchte es eher, weil die Reaktion der Menschen sicher extrem sein wird, wenn von jetzt auf dann der Sicherheit gebende Glauben verschwindet). Denn eines Tages werden die Naturwissenschaften die Belege dafür finden, wie das Universum und das Leben entstanden sind. Mathematisch ist das heute bereits belegt, jedoch nicht für die Menschen „wie du und ich“ nachvollziehbar.

Es würde ja alleine schon reichen, wenn man im Universum woanders Leben, wie wir es kennen, nachweist. Da würden wir mit unseren Religionen, die allesamt an die Erde gebunden sind, ganz schön dumm aus der Wäsche schauen. Denn wie sollte woanders Leben entstanden sein, wenn die Religionsgründer doch durch die Bank bei „uns“ beschäftigt waren. Da könnte doch dann irgendwas nicht stimmen ????

Es grüßt,
das Smamap (www.wkfm.eu)

Bis in alle Ewigkeit ….

Was Ewigkeit bedeutet, darüber gehen die Meinungen auseinander.

EINEN Ansatzpunkt liefert

DIESER Link hier

der die Reisen der Raumsonden Voyager1 und Voyager2 beschreibt, auf ihrem Weg durch die Unendlichkeit.

Seit nunmehr etwa 40 Jahren sind die beiden unterwegs, also seit einer halben Ewigkeit, und doch haben beide kaum unser Sonnensystem verlassen …
Ewigkeit

Die Voyager (Quelle: NASA)

Was JEDER Leser von den beiden Sonden weiß, ist die Existenz jener „Schallplatten“, die sie mit sich führen, mit Daten und Bildern von uns Menschen und unserem Heimatplaneten.
Über den Link kann man nachlesen, wie unendlich gering die Chance ist, dass jemals jemand/etwas die Raumsonden und unsere Nachrichten darauf erhält. Um es mit meinen eigenen Worten zu formulieren: Es ist wesentlich wahrscheinlicher, dass ich 3x hintereinander einen 6-er im Lotto haben werde.

Dies hat schlicht damit zu tun wie unendlich groß die Ewigkeit des Universums ist, und wie unendlich klein und unscheinbar eine solche Raumsonde sich dagegen ausnimmt. Anders herum: Seit wir die Raumfahrt kennen, hätten Tausende solcher Sonden an der Erde vorbeifliegen können, ohne dass wir auch nur das Geringste davon wahrgenommen hätten.

Und dann gibt es da noch einen ganz anderen Punkt ….
Nehmen wir an, die Raumsonden würden irgendwann einmal, in ferner Zukunft, in wieviel Lichtjahren Entfernung auch immer, an irgendeiner Intelligenz vorbeifliegen …..
tja …. zu dem Zeitpunkt wird es die Menschheit schon lange nicht mehr geben. Die Gründe dafür muss ich hier nicht aufzählen …. jeder kennt sie.

Unsere Zivilisation, unser Wissen, unsere Spezies, mit all ihren Religionen wird dann verschwunden sein, und das Einzige was von uns geblieben sein wird, werden 2 Raumsonden mit darauf befindlichen Datenscheiben sein, die durch die Ewigkeit des Universums reisen.

Was mich in dem Zusammenhang zu einem süffisanten Lächeln veranlasst, ist, dass wir Menschen uns erdreisten, uns im Mittelpunkt zu sehen und die Unverfrorenheit besitzen, anzunehmen, ein von uns erdachter Gott habe uns geschaffen, um das Zentrum all dessen zu sein, was da ist.

Und dereinst, werden jene beiden Sonden von einer nicht mehr existierenden Lebensform künden, und das Universum wird, davon völlig unbeeindruckt, weiterexistieren.

Es grüßt,
das Smamap

Der Aufbau unseres Universum

Ich berichtete bereits von den Dokumentationen gestern auf arte; sehr informativ und inhaltlich aussagekräftig – hier geht es jetzt um das Universum, so wie wir es kennen oder auch nicht.

HIER zur ersten Doku nachlesen

Die zweite Doku brachte dann so Einiges, was einem stellenweise zu denken gibt ….

Universum

Hier ging es im Wesentlichen um 3 Gebiete:

  • Materie, wie wir sie kennen
  • Dunkle Materie
  • Dunkle Energie

Aus der uns bekannten Materie entstanden die Mrd. von Galaxien, wie wir sie mittlerweilen kennen. Man muss sich diese Zahl auf der Zunge zergehen lassen …. Mrd. von Galaxien.

Ganz früher kannten die Menschen nur die Erde, dann kannten sie das Sonnensystem, dann unsere Galaxy (die Milchstraße), dann erkannten sie, dass es noch andere Galaxien gibt, und schließlich, dass die Zahl an Galaxien fast unendlich ist.

Wenn man sich einmal klar macht, wie winzig unser Sonnensystem in dieser riesigen Spirale namens „Milchstraße“ ist, dann werden die Dimensionen klar (oder auch nicht), von denen man spricht, wenn von Mrd. von Galaxien die Rede ist.

Als man mal soweit war, zu erkennen, wieviel es dort draußen gibt, wieviel Materie, da war der nächste Schritt der, dass man erkannte, dass da noch sehr viel mehr sein muss, als das, was sichtbar war für das menschliche Auge bzw. für Weltraumteleskope oder für Raumsonden etc. etc.

Man erkannte, dass das alles, was es dort zu sehen gab, auf Grund der physikalischen Gesetze nur funktionieren konnte, so wie es war, wenn da noch etwas anderes ist. Nachdem man absolut keine Möglichkeit hatte, dieses „andere“ zu erkennen, zu sehen, nannte man es „dunkle Materie„.
Man wusste nur, es muss da sein, sonst könnte das sichtbare Universum nicht so funktionieren, wie es das tat. Aber es fehlte jegliche Möglichkeit es direkt nachzuweisen. So etwa, wie Einstein die Relativität bewiesen hatte, ohne dass es nachweislich sichtbar war.

Man weiß nur, es müssen irrsinnige Mengen davon da sein. Am ehesten ist es noch dadurch greifbar, dass das Licht davon abgelenkt wird, ohne dass die uns bekannte Materie „im Weg“ stehen würde.
Man nannte es „dunkle Materie“ mangels eines besseren Namens. Wobei mich persönlich der Name lange irritiert hatte, weil ich immer der Ansicht war, es müsste irgendeine Art von Materie sein, und „Materie“ war für mich immer etwas Greifbares. Irgendwann habe ich verstanden, dass man schlicht nicht weiß, was das ist, und der Name x-beliebig hätte sein können.

Noch nicht genug, kam plötzlich etwas hinzu, zum Universum, womit niemand gerechnet hatte: Die dunkle Energie.

Das war aber noch etwas nachvollziehbarer für die Menschen. Es hatten nämlich 2 Forschergruppen unabhängig voneinander herausgefunden, dass die Geschwindigkeit, mit der sich das uns bekannte Universum ausdehnt, nicht, wie bisher angenommen, immer geringer wird und irgendwann keine Ausdehnung mehr stattfindet (weil die Anziehungskraft zwischen den Planeten, Sonnen, Galaxien gegen die Ausdehnung wirkt, und sie abbremst).

Erstaunlicherweise fand man heraus, dass die Geschwindigkeit der Ausdehnung immer mehr zunimmt. Dies war nur dadurch erklärbar, dass da eine, bisher unbekannte, Kraft sein musste, die der Abbremsung durch die Gravitation enorm entgegenwirkt. Da man auch dies nicht sehen/messen konnte, nannte man das Unbekannte „dunkle Energie“.

Dies alles lässt uns zurück, damit, dass wir nur die Materie „greifen“ können, und alles andere uns unbekannt ist. Mehr noch, es ist rechnerisch, sprich mathematisch nachweisbar, und jetzt wird es fast schon phantastisch, dass die uns bekannte Materie nur 5% des Universum ausmacht, die dunkle Materie 23%, und die dunkle Energie 72%.

Folglich kennen wir 5% des Universums, und 95% davon ist uns absolut unbekannt.

Eine tolle Vorstellung!!!!!!!

Wer meinen Blog verfolgt, der weiß, dass ich nicht unbedingt ein Fan davon bin, davon auszugehen, die Entstehung all dessen, was existiert, per Definition, einem Gott zuzuschreiben, weil wir es uns anders bisher nicht erklären konnten. Und dies, ohne auch nur den geringsten Beleg dafür zu haben.

Und jetzt sind wir an einer Stelle, an der wir uns eingestehen müssen, zu 95% absolut keine Ahnung davon zu haben, was „da draußen“ ist.

ABER – wir erdreisten uns, zu 100% zu wissen, dass etwas Übernatürliches all das geschaffen hat.

Gibt es einen größeren Widerspruch?????

Freilich haben die Wissenschaftlicher einiges an Theorien zur Verfügung, was das Dilemna erklären kann. Eine dieser Theorien tut das sehr gut, und kann uns sagen, was dahinter steckt (ohne wirklich sagen zu können, was dunkle Materie und dunkle Energie tatsächlich ist).
ABER – es ist eben nur eine Theorie (die ich mir hier jetzt ersparen will, AUCH weil mir selbst viel zu umfangreich/kompliziert).

Ob diese Theorie letztlich stimmig ist oder dann doch irgendwann mal angepasst werden muss, weil irgendetwas, das man tatsächlich gefunden hat, nicht dazu passt, das bleibt abzuwarten, denn Wissenschaft bedeutet IMMER, dass eine Theorie bewiesen werden muss, dadurch, dass sie in der Praxis belegt wird, oder eben widerlegt wird, und damit die bisherige Theorie verbessert werden muss.

Es ist z.B. wie mit Einsteins Relativitätstheorie. Er stellte diese Theorie auf, und es gab Vieles, was dafür sprach, auch mathematisch. Letztlich in der Praxis bewiesen wurde sie erst sehr viel später.

Jedoch lässt die Wissenschaft es zu, falsch zu liegen. Ganz im Gegensatz zu so manchen absoluten Postulaten.

An dieser Stelle mal genug gesagt zum Universum.

Fehlt noch eine 3. Doku von gestern. Ob ich dazu heute noch komme, Sie hier zu skizzieren, bleibt abzuwarten.

Es grüßt,
das Smamap

Leben aus dem All und die Entstehung unseres Universum

Gestern ab 20:15 Uhr bis fast Mitternacht, eine höchst interessante Reihe von 3 Dokumentationen auf arte, über das, was wir bisher über die Entstehung des Lebens und über unser Universum wissen.

Mich fasziniert ja sowas, speziell dahingehend, woher das Leben kommt, sprich wir selbst. Und in dem Zusammenhang ist natürlich auch von Interesse, was wir über unser Universum wissen, weil schon länger die Vermutung besteht, dass das Leben von dort kommt.

Die gestrigen Dokumentationen machten einen enorm seriösen Eindruck.

Die erste dokumentierte mit enorm vielen Originalaufnahmen die Abläufe im Zusammenhang mit der europäischen Rosetta-Unternehmung, mit der die Raumsonde Rosetta auf den Weg zum Kometen 67P/Tschurjumov-Gerassimenko gebracht wurde, um diesen dort zu untersuchen, auch mittels des kleinen Landers Philae, der dort aufsetzen und Experimente durchführen sollte.

Universum

Quelle: dpa/DLR

Was damit zustande gebracht wurde war enorm.
Zunächst einmal war das Projekt ein Zusammenspiel von vielen europäischen Nationen innerhalb der eso-Weltraumorganisation. Italien, Schweiz, Deutschland, Frankreich …. um nur ein paar zu nennen.

Kurz gesagt, mit nahezu phantastischer Präzision gelang es, Rosetta dorthin zu bringen (über diverseste Flugbahnen und Manöver), und letztlich den Kometen dort aufzuspüren, wo man lt. Berechnung annahm, dass er sein musste (eine der enorm vielen Prozeduren, die klappen musste). Die sprichwörtliche Nadel im Heuhaufen.

Es gelang den Lander Philae dort abzusetzen. Dieser landete leider an einem sehr ungünstigen Punkt, so dass er nur die Hälfte seiner Aufgaben durchführen konnte. Jedoch Rosetta selbst war äußerst erfolgreich.
Der Raumsonde gelang es, verschiedene Moleküle auf dem Kometen nachzuweisen (Untersuchungen der Substanzen, die über den Kometenschweif ausgestoßen wurden).

Man entdeckte, und dass ist die eigentliche Sensation, die bei vielen Menschen überhaupt nicht ankam, die Aminosäure Glycin, eine DER Aminosäuren auf der das Leben im uns bekannten Universum bassiert.

Nun ist das nicht der Nachweis, dass das Leben aus dem All kam; allerdings der Nachweis dafür, dass Substanzen, aus denen das Leben entstand, im All vorhanden sind. Neben Glycin wies man noch dessen Vorläufermoleküle nach, sowie Phosphor und zahlreiche organische Moleküle wie Formaldehyd und Ethan.

Alle diese Moleküle spielen eine wesentliche Rolle in unserem Organismus.

Warum diese Erkenntnisse nicht viel mehr an die große Glocke gehängt wurden, mag daraus kommen, dass Wissenschaftler vorsichtige Leute sind, und erst dann etwas laut läuten lassen, wenn es völlig sicher ist (und selbst dann geht es manchmal schief).
Man ließ also nur verlauten, dass man diese Stoffe gefunden hatte. „NUR“ mangels eines Nachweises dafür, wie aus diesen Stoffen, die für das Leben notwendig sind, dann tatsächlich Leben entsteht (die Stoffe selbst sind ja noch tote Materie).

Mehrfach in der Doku war zu hören und zu sehen, wie viele Wissenschaftler in Räumen zusammen sitzen, und lautstark darüber diskutieren, wie es weiter gehen soll. Allein auf Grundlage von Fakten, persönliche Vorlieben möglichst hinten anstellend (etwas was man unseren Politikern manchmal sehnlichst wünschen würde).

An dieser Stelle kommt meine persönliche Meinung ins Spiel, die schon etwas mit Wahrscheinlichkeiten zu tun hat:

Die Menschen haben von jeher versucht, sich die Dinge, für die sie keine Erklärung hatten, vor denen sie sogar Angst hatten, mit Übernatürlichem zu erklären. Als Resultat hatten wir auf unserem Planeten stets eine Vielzahl von Glaubensrichtungen und Religionen.
Je mehr die Zeit und unsere wissenschaftlichen Möglichkeiten fortschreiten, umso mehr kommen Möglichkeiten ins Spiel, die Vieles von dem anders erklären können.

All dieses sind „Möglichkeiten“ mit gewisser Wahrscheinlichkeit.

Wobei Glauben und Wissenschaft sich nicht diametral gegenüberstehen, sondern (in meinen Augen) gleichberechtigte Erklärungsmöglichkeiten sind. Besagter Gegensatz wurde im Lauf der Geschichte von interessierten Kreisen konstruiert (wer die interessierten Kreise waren, kann jeder selbst erkennen).

Und so stehe ich also da, und habe die Möglichkeit, das Leben als etwas zu sehen, was etwas Übernatürliches geschaffen hat. Oder aber als etwas zu sehen, dessen Voraussetzungen aus dem All kamen, und hier auf der Erde das vorfand, was es brauchte (also Wasser, Licht, Wärme; alles im notwendigen Maß), um aus den dann vorhandenen Substanzen, Leben entstehen zu lassen, so wie wir es heute kennen.

Eines ist dabei klar: Wären die Vorgaben nicht so gewesen, wie sie tatsächlich waren, hätte kein Leben entstehen können (z.B. kein Wasser oder die Erde näher an der Sonne).

Bleibt die Frage: Welche Wahrscheinlichkeit ist größer …. etwas Übernatürliches oder das, was aus dem All kam?

Sorry, aber ich entscheide mich da für das, was aus dem All kam. Alle diese Stoffe, die es braucht, sind im All vorhanden. Was fehlt, gibt die Erde. Zu sagen, da war etwas „Übernatürliches“, das das Leben gemacht hat, also ein Gott, der es aus dem Nichts geschaffen hat, das ist mir absolut zu unwahrscheinlich.

Wenn ich die Wahl habe zwischen einem Postulat und vorhandenen Gegebenheiten, dann entscheide ich mich für Letzteres. Zwar fehlt da immer noch der Schritt von Materie zu Leben, doch ist das letztlich nur eine Frage der Zeit, die es braucht, um ihn nachzuweisen (und wenn ich das gestern richtig verstanden habe, ist man nahe dran).
Die Tatsache, dass sehr viele Menschen seit Uhrzeiten an etwas „glaubten“, weil sie nichts anderes hatten, ist nicht wirklich ein schlüssiges Argument. Ich bin der Überzeugung, wenn wir Menschen, von Beginn an, die heutigen Erkenntnisse gehabt hätten, wäre jeder Glauben auf diesem Planeten schon seit Langem verschwunden.

Doch zurück zu Rosetta!

Man hatte den Lander Philae zwischenzeitlich verloren, weil sein begrenzter Energievorrat zu ende gegangen war (die ungünstige Landeposition hatte ein Wiederaufladen verhindert). Durch geschickte und kluge Kommandos an Rosetta, gelang es, Rosetta sehr sehr nahe an den Kometen heranzubringen und faszinierende Aufnahmen vom Kometen zu machen. Und letztlich gelang es auch, dort den Lander auf einer Aufnahme wieder zu finden.
Rosetta machte noch ein paar Aufnahmen, bevor die Sonde auf die Oberfläche des Kometen gesteuert wurde.

So endete eine europäische Mission, die in meinen Augen, einen Erfolg ohnegleichen erzielte. Einen Erfolg, das muss man an dieser Stelle betonen, den es ohne die europäische Union nicht gegeben hätte.

Und so hat Europa uns ein Stück unseres Universums nahegebracht.

Ich vergesse dabei nicht das Thema, ob es Sinn macht, derart viel Geld auszugeben, wenn auf unserem Planeten immer noch riesige Probleme ungelöst sind. JA, das ist eine Frage die zwingend gestellt werden muss. Jedoch kann ich mich gleichzeitig nicht der Faszination und Neugierde entziehen, die bei der Beantwortung der Frage auftaucht, woher wir kommen.

Soweit zur ersten Dokumentation …. die Zweite wäre dann Thema eines anderen Beitrags.

Es grüßt,
das Smamap

Mond und Glaube – (k)ein Zusammenhang

Was das Thema Mond und Glaube angeht, so ist sich die Wissenschaft mittlerweile sehr sicher, dass unser Mond durch Kollision unserer Erde mit einem anderen Himmelskörper entstand. Wobei das Material, das bei dieser Kollision ins All geschleudert wurde, dann zum Mond wurde.

Diskutiert wird allenfalls noch, ob das eine einzige große Kollision war oder mehrere, so dass der Mond nach und nach seine heutige Größe erhielt, indem er jeweils das Material, das dabei in die Erdumlaufbahn geschleudert wurde, einsammelte.

Mond und Glaube

Egal wie, er entstand zum Großteil aus der Erde.

Was dabei wieder mal gilt, ist, dass bestimmte Voraussetzungen dazu führten, dass heute alles so ist, wie es ist. Denn eines muss man wissen: Ohne den Mond gäbe es auf der Erde kein Leben.

Nur als Bsp.: Wäre eine solche Kollision ein „Volltreffer“ gewesen, gäbe es heute weder Erde noch Mond, so wie wir das kennen. Von Leben auf der Erde ganz zu schweigen. Wäre es nur ein „Streifschuss“ gewesen, so wären die beiden Kugeln wie Billiard-Bälle weitestgehend voneinander abgeprallt.

Damit also ein Mond entstand, musste der Aufprallwinkel in einem bestimmten Bereich sein. Genauso, wie das für Kapseln der Mondfahrer auch galt …. zu steil bedeutete Verglühen …. zu flach bedeutete Abprallen.

Und hier kommt, zumindest für mich, die Frage des Glaubens ins Spiel. Und damit wären wir beim Thema Mond und Glaube.

Die Gläubigen, gleich welcher Religion sie angehören, glauben an einen Schöpfer.

NUR – der müsste dafür gesorgt haben, dass jener Planet, der unsere Erde traf, dies im genau richtigen Winkel tat. Und mehr noch …. damit jener Planet im richtigen Winkel hier ankam, müsste dafür gesorgt worden sein, dass er auf seiner langen Reise durch´s Weltall genau jene Bahn genommen hätte, die ihn passend hier ankommen ließ. Wär er irgendwo zu nahe an einen anderen Planeten gekommen, so hätte dessen Schwerkraft seine Bahn zu sehr verändert, und er hätte unsere Erde ev. nicht mal berührt.

Jener Schöpfer müsste also ein Experte in Sachen „Flugbahnberechnung mit 10 Variablen“ sein.

Anzunehmen, dass da ein Schöpfer ist, der all das, was nötig war, so vorausgesehen und -berechnet hat, dass alles genau SO kam, dass unsere Erde so wurde, dass Leben möglich war, ist schon sehr an den Haaren herbeigezogen. Mal ganz abgesehen davon, dass solch ein Glaube schon sehr voreingenommen ist, weil er doch beinhaltet, dass sich der halbe Kosmos nur um uns dreht.

Nur mal so gedacht, dass irgendwo eine Supernova-Explosion stattfand, und die findet nur etwas später statt, dann hätte das unzweifelhaft Auswirkungen auf viele verschiedene Abläufe. Nur mal so als Bsp.
Und so gibt es eine Vielzahl von Dingen, die sich direkt oder indirekt auf uns auswirken, bzw. darauf, um beim Thema zu bleiben, wie die Sache mit der Erde und dem Mond ablief.

Da ist es natürlich wesentlich einfacher, davon auszugehen, dass es einen Schöpfer gibt, der alles so gemacht hat, dass es passt.

Ganz klar – das regelt natürlich alles.

Was man an dem Beispiel mit unserem Mond sehr schön erkennen kann, ist, dass sich das Universum um solche Glaubensansätze einen feuchten Kehrricht schert. Dort läuft eben alles so ab, wie die Naturgesetze es hergeben.

Eine Möglichkeit gäbe es allerdings noch …. nämlich dass es doch einen Schöpfer gibt, der irgendwo ein absolut riesiges Rechenzentrum stehen hat. SO riesig, dass uns dafür die Vorstellungskraft fehlt. Dieses RZ hat alles das, was nötig ist, so berechnet, damit hier im Sonnensystem eine „Erde“ entsteht, mit all den Voraussetzungen, die Leben ermöglichen.

Bliebe dann nur die Frage, was mit allen anderen Milliarden und aber Milliarden Planeten im Universum ist. Wurden die auch entsprechend durchgerechnet oder haben die ihr eigenes RZ? Und wenn auf irgendeinem Planeten, zig tausende von Lichtjahren von uns entfernt, Leben existiert …. war dort dann ein eigener Jesus, Mohammed oder wie immer er heißen möge, am Wirken?

Für mich zeigt das Bsp. mit dem Mond, wie absolut realitätsfern jeglicher Glaube an irgendeinen Schöpfer ist. Der Mensch hat ja von jeher versucht, sich all das, was er nicht erfassen und erklären konnte, per Glauben zu erfassen. Die Wikinger glaubten an einen Wolfsgott, der die Sonne frißt, und erklärten sich so die Sonnenfinsternis. Damit konnten sie auch mit der Angst umgehen, die sie vor solchen Effekten hatten, denn schließlich würde jener Gott schon auf sie aufpassen.

Einen Unterschied zu der Vielzahl an Religionen, die es heute auf der Erde gibt, vermag ich nicht wirklich zu erkennen. Noch dazu, wo jede für sich in Anspruch nimmt, die EINZIG WAHRE Religion zu sein.

Es grüßt,
das Smamap

Wie alles begann ….

Auf einer kleinen Radtour heute kam ich auf meinem Weg, wie es der Teufel so will (dies ist im Zusammenhang mit dem Thema, ein unbeabsichtigtes Wortspiel), an insgesamt 5 Kirchen, von 5 verschiedenen Glaubensrichtungen, vorbei.

Dies erinnerte mich an jene Doku, von und mit Stephen Hawking, zu der Frage „Gibt es Gott?“, die vor ein paar Tagen wieder einmal ausgestrahlt wurde.

Unabhängig von SH, stellte sich mir während meiner Radtour die Frage, welche der Religionen denn nun die WAHRE Religion sei. Zumal mit diesen 5 Kirchen ja bei Weitem noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht wäre.

Die Zahl der Religionen auf unserem Globus ist wohl zahllos.

Jedoch eines ist sicher: Auf die Frage nach der wahren Religion, gibt es nur EINE Antwort, jedoch eine zweigeteilte: Entweder EINE der Religionen ist die einzig wahre oder aber gar keine Religion ist wahr. Wobei ich mich da auf jene Religionen beschränke, die jeweils unterschiedlichen Göttern huldigen (was immer noch viel genug Religionen übrig lässt).

Was mir zudem noch bemerkenswert erscheint, ist die Tatsache, dass jede der Religionen für sich in Anspruch nimmt, die einzig wahre Religion zu sein, ohne auch nur den mindesten Beleg dafür zu präsentieren. Dies heißt nichts anderes, als dass EINE der Religionen recht haben KÖNNTE, und ALLE ANDEREN falsch liegen. Und dies, obwohl alle für sich behaupten, die Wahrheit gepachtet zu haben.

Wie wahrscheinlich ist der Wahrheitsgehalt solcher Religionen?

Nun – in der heutigen Zeit der Verschwörungstheorien glauben viele Menschen alles Mögliche. Dennoch kann man wohl davon ausgehen, dass die meisten Menschen nur die Dinge als gegeben nehmen, die sie einigermaßen logisch nachvollziehen können.
Irgendwelche Behauptungen als wahr anzunehmen, die jemand in den Raum stellt, ohne einen nachvollziehbaren Beleg dafür zu liefern, das wird von den meisten Menschen abgelehnt.

Was also bringt die Menschen dennoch dazu, Religionen zu folgen?
Meine Meinung dazu ist, dass dies von Alters her im Menschen verankert ist. Er brauchte immer schon etwas, mit dem er sich Unerklärliches erklären konnte, um damit eine gewisse Sicherheit zu erlangen, also Ängste zu beseitigen, und sich damit in die Lage zu versetzen, zu überleben.
Und das Überleben war viele Jahrtausende das Hauptziel der Menschen. Man stelle sich nur vor, dass heutige Lebenserwartungen in den frühen Zeiten des Menschen, absolut utopisch waren.

SH bringt in seiner Doku jenes Beispiel der Wikinger, die eine Sonnenfinsternis damit erklärten, dass ein Wolf die Sonne auffraß, und sie diesen Wolf mit ihrem Geschrei, das sie dann anstimmten, vertreiben könnten. Und tatsächlich …. es funktionierte.

Ich behaupte: Solches „Wissen“ nennen wir heute „Religion“. Wir erklären uns damit Dinge, die wir uns nicht erklären können.

Man stelle sich nur vor, es würde sich plötzlich erweisen, dass es keinen Gott gibt, wie auch immer er, egal in welcher Religion, benannt ist.
Von jetzt auf sofort wären alle Religionen hinfällig. Jeder Glaube würde ad absurdum geführt.

Was wäre die Folge? Die Menschen hätten absolut nichts mehr, womit sie sich die Sicherheit verschaffen könnten, dass da etwas Höheres wäre, das über das Universum wacht.

Ich vermute, Angst und Ungewissheit würden um sich greifen, um nicht zu sagen „Chaos“. Die Menschen würden wieder in der Angst leben, morgen könnte etwas passieren, was sie nicht im Griff hätten, und ihrem Dasein ein Ende machen. Ohne Fortsetzung. SO aber hätte man seinen Glauben, inkl. Leben nach dem Tod.

Aber genau DAS könnte passieren, dass nämlich alle Religionen urplötzlich verschwinden.

An dieser Stelle kommt SH in´s Spiel. Die Wissenschaft ist heute auf einem Stand, auf dem sie belegen kann, dass die Möglichkeit besteht, dass es keinen Gott braucht, der das Universum erschafft. Nochmal: DIE MÖGLICHKEIT!

Ich maße mir jetzt nicht an, dies nachvollziehbar vermitteln zu können, wie dieser Beleg abzuleiten ist. Da braucht es mehr Hirn dazu,als ich in der Lage bin, zur Verfügung zu stellen.

Es gibt umfangreiches Material dazu, das einem Menschen, der dazu in der Lage ist, die Möglichkeit verschafft, sich in jene Sphären zu begeben, in denen es um Sub-atomare Bereiche geht, um Relativitätstheorie und um Quanten-Physik. Auf diesem Weg könnte er dann nachvollziehen, was die Wissenschaft heute zu belegen vermag.

Meine Sicht dazu:
Wie auch immer …. Menschen, die etwas nicht nachvollziehen können, verfallen in den Glauben. Viele Gläubige der Religionen sagen, dass diese Belege, die die Wissenschaft gefunden haben will, doch auch nichts anderes seien, als eine Art Glaube, da man doch keinen Beleg erkennen könne.

Selbst wenn man das, was die Wissenschaften als nachgewiesen belegen, einmal als Glaube annähme, so wäre das immer noch ein „Glaube“, der dieselbe Daseinsberechtigung hätte, wie jeder andere Glaube auch. Das Problem dabei: Die Religionen nehmen alle für sich in Anspruch, den einzig wahren Glauben zu vermitteln, und alle anderen Glauben seien abzulehnen.

Die Wissenschaft tut dies nicht. Sie zeigt, dass es möglich ist, dass das Universum entstand, ohne dass ein Gott dafür nötig war. Wer dennoch, für sich, einen Gott braucht, der möge dies, für sich, so glauben.

Mein Fazit aus dem Ganzen:
Solange es keinen Beleg dafür gibt, dass eine der Religionen „recht“ hat, hat jede Religion es zuzulassen, dass sie falsch sein könnte. Weil es keinen Beleg gibt, hat keine Religion das Recht, die Wahrheit für sich in Anspruch zu nehmen. Dennoch kann natürlich jeder „glauben“, dass es dennoch so sei. Aber es wäre zumindest einmal ein Ansatz, die Menschen darauf vorzubereiten, dass es sich ev. als völlig anders erweist.
In meinen Augen jedenfalls, sind Religionen das irrsinnigste Lebenskonzept, das auf unserem Planeten besteht: Es wird etwas als absolute Wahrheit angenommen, für das es nicht den geringsten Beleg gibt.

Dem allen muss keiner Folgen. Es ist lediglich das, wovon ich ausgehe, und was mir logisch erscheint.
Ich sehe die Aufgabe der Religionen eher darin, MIT dafür zu sorgen, das Leben der Menschen in geordneten Bahnen ablaufen zu lassen. In Bahnen, die etwas mit Moral zu tun haben, und damit den Mitmenschen zu achten. Obwohl ich da manchmal so meine Zweifel habe, wenn ich mir all das ansehe, was so passiert. Völlig unabhängig von welcher Religion die Rede ist.
Ich vermag es einfach nicht, einer Religion zu folgen, die mir nichts zu belegen vermag, aber von mir verlangt, ich sollte sie als die absolute Wahrheit sehen, und nach dem leben, was sie, bzw. das Bodenpersonal, mir vorschreibt.

Sollte ich mit dieser Sichtweise jemandem zu nahe getreten sein, so bitte ich um Nachsicht, und darum, es als den Glauben zu nehmen, dem ich folge, genauso, wie er das für seinen Glauben auch in Anspruch nimmt.

Es grüßt,
das Smamap

GRAVITY

Ich hab den Film jetzt 4x gesehen. Zum dritten Mal gestern Abend und das 4. Mal heute.

Mich faszinieren solche Filme. Filme, die das Universum um uns herum zeigen, und die Realität darin.

Kurzfassung: Der Film spielt in der heutigen Zeit und Realität. 2 Astronauten, gespielt von George Clooney und Sandra Bullock, sind Teil einer Katastrophe im Orbit, als Trümmerteile eine Weltraumstation nach der anderen zerstören, und letztlich nur eine Astronautin überlebt und auf die Erde zurückkehrt.
Das Space-Shuttle, die ISS und die chinesische Station zerlegt es dabei in seine Einzelteile.
Die Überlebende schafft es dabei mit Glück, Verstand und Können, den Weg zur ISS zurück zu legen, von dort mit einer halbwegs intakten Sojus-Kapsel zur chinesischen Station zu gelangen, und mit deren Rückkehrkapsel schließlich auf die Erde.

Der Film zeigt einem, wie ausgeliefert der Mensch doch den Bedingungen außerhalb der Erdatmosphäre ist, und mit welchen feindseligen Eventualitäten er dort zu kämpfen hat.

Er zeigt auch, dass die Katastrophen, die es auch dort gibt, natürlich vom Menschen verursacht sind.

Er zeigt zudem, die faszinierende Schönheit des Universums, um die Erde herum. Diese (noch) blaue Kugel, und den Ausblick darauf.

Es zeigt dem Menschen, wie klein und unbedeutend er ist, im Vergleich zur Faszination des Lebens, wie wir es kennen.

Was mich am Allermeisten fasziniert hat, ist die Schlussszene, als die Heldin sich aus der Rückkehrkapsel befreit hat, die nach der Landung im See untergegangen war, dann auftaucht, zum Ufer schwimmt, und dort an Land robbt.
Und wie sie dann doch, mit etwas Schwierigkeiten, nach der längeren Schwerelosigkeit, auf die Beine kommt, und quasi wieder einmal das Leben aus dem Wasser entsteht.

Jeder kann sich das, was der Film ev. sagen will, selbst überlegen.
Für mich sind das 3 Dinge:
Zum einen, dass wir nie vergessen sollten, auf welcher Grundlage das Leben entstand (es kam nämlich aus dem Wasser; und wenn wir so weitermachen, holt sich das Wasser dieses Leben auch wieder zurück).
Zum anderen, dass der Mensch für seine Katastrophen immer selbst verantwortlich ist, und niemand sonst.
Und schließlich, dass es auf der Erde keine Ersatzstation gibt, und keine Rückkehrmöglichkeit irgendwo hin, wenn wir es denn endlich einmal geschafft haben, das Raumschiff „Erde“ zu vernichten. Wir haben nur dieses EINE Raumschiff.

Es grüßt,
das Smamap

Anfang und Ende

Gestern hatte ich wieder mal eine Doku mir angesehen, in der es um die Entstehung des Universums ging. Also um so Dinge, wie den Urknall, die Entstehung unseres Sonnensystems usw usf.

Und so weiß man also heute v.a. durch „Hubble“, dass das Universum 13,7 Mrd. Jahre alt ist. Unser Sonnensystem, und auch unsere Erde, ist grade mal 4,5 Mrd. Jahre alt (wenn ich mich recht erinnere). Und den Menschen bzw. dessen Vorläufer gibt es seit etwa 4 Mio. Jahren.

Wer meinen Blog verfolgt, der hat schon mitbekommen, dass mich solche Erkenntnisse faszinieren. Vor allem jene, die das Universum betreffen.

Damit verbunden, ist für mich auch immer die stets absonderliche Vorstellung, die der Mensch hat, bzgl. eines Schöpfers namens „Gott“.

Da besteht also das Universum schon fast 10 Mrd. Jahre, als es sich endlich daran macht, den Planeten zu schaffen, auf dem dereinst der Mensch leben wird, und auf dem dann der Sohn des Schöpfers geboren werden wird (man sehe es mir nach, dass ich die Religion verwende, der ich angehöre; man könnte sie sicherlich, was diese Zeilen angeht, nach Belieben durch irgendeine eine andere Religion ersetzen, die es hier auf der Erde gibt).

Nochmal zum Genießen: Fast 10 Mrd. Jahre nach der Entstehung des Universums, entsteht der Planet, auf dem jene Spezies sich entwickeln wird, die im Zentrum einer Schöpfung steht, die ein göttliches Wesen ablaufen ließ.

Da kann ich nur fragen: GEHT’S NOCH !!!!

Und um das noch zu toppen …… Diese Spezies, die im Zentrum der Schöpfung steht, wird sich über kurz oder lang selbst auslöschen. Zurückbleiben wird ein Universum ohne die Spezies, wegen derer das Ganze überhaupt veranstaltet worden ist (so glauben das zumindest unsere Religionen).

Die Einzige Unbekannte in dieser Gleichung, ist, ob sich diese Spezies tatsächlich selbst auslöschen wird. Aber ich denke, dies können wir getrost so annehmen. Wodurch sie sich auslöschen wird, ist nebensächlich. Ob per Klimaveränderung, Atomwaffen oder was auch immer. Jedenfalls ist das sehr viel wahrscheinlicher, als die Tatsache, dass uns irgendwann ein Meteorit trifft, der Art, welcher die Dinosaurier ausgelöscht hat.

Was soll man von einer Lebensform halten, die für sich in Anspruch nimmt, denken zu können, und dennoch nicht umreißt, welchen Wahrheitsgehalt eine Religion haben kann, die derartige Utopien in die Welt setzt.
Ein ganzes Universum. Nur für eine Lebensart. Noch dazu eine, die das Ganze ad absurdum führt.
Das wäre etwa so, wie wenn man eine riesige Biosphäre bauen würde, nur um dann, wenn sie fertig ist, festzustellen, dass es niemanden mehr gibt, der darin leben könnte.

Wir meinen, heute sehr viel weiter zu sein, als jene Wikinger, die glaubten, dass eine Sonnenfinsternis nichts anderes als ein Wolf sei, der die Sonne verschlingt. Ich hab da so meine Zweifel.

Es grüßt,
das Smamap