Die Sache mit den Nebenkosten

Alljährlich flattert jedem Mieter eine Nebenkosten Abrechnung ins Haus.

Die Erfahrung lehrt, dass es Sinn macht, diese genau zu kontrollieren. V.a. auch dann, wenn sie von einer Abrechnungsfirma (z.B. Ista, Brunata) im Auftrag des Vermieters erstellt wurde.

In einer solchen Abrechnung der Nebenkosten werden üblicherweise die Auslagen des Vermieters mit den Mietern abgerechnet, sofern diese von den Mietern lt. Gesetz zu übernehmen sind.

Zunächst sind das natürlich v.a. die Heizkosten, aber eben auch alle anderen Nebenkosten, wie z.B. Grundsteuer, Versicherung und (Ab)Wasser (sofern der Vermieter das ebenfalls von der Abrechnungsfirma mit abrechnen lässt).

Die Kontrolle einer solchen Abrechnung macht deshalb Sinn, weil die Abrechnungsfirma nach Schema F vorgeht, und die Abrechnung so erstellt, wie sie „immer schon war“. Auch ist es so, dass die Firma natürlich auf den Input des Vermieters angewiesen ist, und etwas, was sie von diesem nicht erfährt, in der Abrechnung auch nicht berücksichtigen kann.

Es ist, erfahrungsgemäß, auch so, dass der Vermieter die so erstellte Abrechnung, ohne eingehende Kontrolle, an den Mieter weitergibt (das mag bei Wohnungsgesellschaften etwas anders sein, muss aber nicht). Viele Abrechnungen sind deshalb fehlerhaft (auch im Netz in zahlreichen Quellen nachzulesen).

In meinem Fall hat sich jetzt ergeben, dass dort 2 Positionen enthalten waren, die dort gar nicht sein durften. Hätte ich das nicht gemerkt, was auch eher Zufall war, dann würde ich 100€ mehr zu bezahlen haben, als tatsächlich angefallen sind.

Und mit 100€ lässt sich was anfangen.

Ich kann also nur jedem empfehlen
Schaut euch die Abrechnung der Nebenkosten genau an.

Es grüßt,
das Smamap

Ein X oder ein U ???

Vorhin hab ich mir die Frage gestellt, wie oft ich wohl im Alltag mit etwas konfrontiert werde, das nicht den Tatsachen entspricht.

Ich meine damit nicht nur bewusste Lügen, sondern auch angebliche Tatsachen, die sich dann, warum auch immer, als nicht haltbar erweisen.

Hier mal eine kurze Auflistung, was mir dazu, aus meinem persönlichen Erleben heraus, eingefallen ist:

  • Ein Lebensmittelpreis, der als besonders günstig dargestellt wird, während dabei aber die Packungsgröße reduziert wurde
  • Ein Auto, das im Spritverbrauch als sehr günstig beworben wird, was jedoch über ein Testverfahren ermittelt wird, dass mit der Realität eher weniger zu tun hat
  • Eine Lebensversicherung, in der nur die Hälfte vom monatlich eingezahlten Beitrag tatsächlich ankommt (alles andere sind Gebühren, die vom Versicherer abgezogen werden)
  • Ein Jobcenter, dessen Bescheide sich in der überwiegenden Zahl als falsch erweisen
  • Ein Dispo-Zins von 12%, der rechnerisch absoluter Wucher ist
  • Die Zusage eines Vermieters, von der dieser plötzlich nichts mehr wissen will
  • Ein Wahlversprechen, das Monate später keine Rolle mehr spielt
  • Eine reduzierte Arbeitslosenzahl, in der Diejenigen nicht mehr auftauchen, die sich in Schulungen befinden

Diese Liste ließe sich bestimmt endlos verlängern.

Ich zögere dabei allerdings, wenn ich mir überlege, ob ich eine bewusste Lüge als schlimmer beurteilen soll, als die ev. Schludrigkeit eines Behördenmitarbeiters, dessen nachlässige/falsche Auskunft mir Schaden verursacht. Davon, dass ein Politiker wissentlich ein Versprechen bricht oder etwas tut, was woanders auf der Welt zu Tod und Leid führt, möchte ich lieber mal gar nicht sprechen.

Um das hier nicht zu Negativ werden zu lassen, möchte ich dem das Bsp. gegenüberstellen, wo der mir unbekannte Mitmensch meine Geldbörse mit reichlich Geld und inkl. aller Ausweisdokumente und Karten gefunden hat, nachdem ich es auf dem Autodach hatte liegen lassen, und weggefahren war.
Besagter Mensch fuhr geradewegs zu meiner Privatadresse und übergab mir alles.

Da fällt einem wieder der Spruch ein „Ehrlichkeit währt am längsten“, v.a. dann wenn man aktuell an VW denkt.

Es grüßt,
das Smamap