Das Prinzip der Konzentration

Alles im Leben, so behaupte ich, folgt dem Prinzip der Konzentration.

Wenn wir den Boden putzen, verdünnen wir den Schmutz auf dem Boden mit Wasser. Wir entfernen ihn nicht völlig. Es ist nur so, dass am Schluss nur mehr extrem wenig davon da ist.

Prinzip der Konzentration

Wenn wir mit dem Geschirrtuch den Teller abtrocknen, dann verdünnen wir die Feuchtigkeit auf dem Teller oder anders gesagt, der Grad der Feuchtigkeit ist hinterher extrem gering.
Gleichzeitig nimmt die Konzentration der Verunreinigungen im Spülwasser immer mehr zu oder andersherum, die Konzentration von sauberem Wasser nimmt immer mehr ab.

Das Gleiche ist es in unseren Meeren. Das reine Wasser ist immer weniger vorhanden, je mehr Dreck wir hineinkippen.

Mit der Luft ist es genauso. Reine Luft bedeutet nur, dass die Konzentration an Schadstoffen äußerst gering ist. Wir tun unser Möglichstes, um diese zu erhöhen.

Wenn wir viel Wasser trinken, den ganzen Tag, dann verdünnen wir damit unser Blut. Die Blutkonzentration in unserem Lebenssaft nimmt also ab. Gleichzeitig nimmt die Konzentration an Verunreinigungen zu (Alkohol, Nikotin etc.)

Man kann erkennen, dass es absolute Reinheit nicht gibt. Das Prinzip der Konzentration sagt uns, dass von irgendetwas immer ein wenig vorhanden ist. Je weniger, umso (meist) besser.

Wie immer im Leben, gibt es also nichts Absolutes. Oder wie sagte Einstein: Alles ist relativ.

Im Farbeimer ist also relativ viel weiße Farbe, und relativ wenig farbige Farbe.

Und wenn wir dann viele Konzentrationen immer weiter erhöht haben, von dem, was wir nicht hätten erhöhen sollen, dann nimmt die Konzentration an Leben auf der Erde, immer mehr ab.
Bei der Zahl der noch lebenden Arten haben wir ja schon sehr viel Erfolg gehabt.

Und dann gäbe es da noch eine andere Konzentration ….
Prinzip der Konzentration
aber das ist ein ganz anderes Thema.

Es grüßt,
das Smamap

Costa Rica – macht hoffentlich Schule

War ein sehr interessanter Bericht heute in 3sat.

Costa Rica, und welche Projekte es dort gibt, die versuchen, dem entgegenzuwirken, was die multinationalen Konzerne weltweit treiben.

War schon klasse, was da teilweise gezeigt wurde. Nicht so sehr aus Opposition gegen die Konzerne (die muss es schließlich auch geben; fragt sich nur zu welchen Bedingungen das sein darf), sondern v.a. wegen der Menschen dort, die versuchen ihr Auskommen zu haben, ohne sich den Konzernen auszuliefern.

Wie ich zufällig auf 3sat schaltete, da wurde grade das Gegenbeispiel gezeigt, nämlich wie Ananas Plantagen im großen Stil, also von den Konzernen, betrieben werden. Monokulturen unter Einsatz von massenhafter Chemie und nach der Ernte werden dann die Pflanzenreste, wieder mit Chemie, zum Absterben gebracht, damit es dann möglichst einfach untergepflügt werden kann. Und all die Chemie landet dann z.T. im Grundwasser und in den Städten. All das dafür, damit wir hier in Europa günstig Ananas einkaufen können.

Kleine Kooperativen versuchen andere Wege zu gehen. Teilweise durch andere Anbaumethoden (z.B. bei Bananen) oder durch andere Anbauprodukte (im Fall von Ananas). Und wieder andere verschreiben sich dem Urwald, unter Miteinbeziehung des Tourismus und der örtlichen Schulen, aus denen dann Park-Ranger erwachsen.

Mir ist dabei eingefallen, dass ich seit etwa einem halben Jahr versuche, kein Obst mehr zu kaufen, das durch die halbe Welt gereist ist. So habe ich Ananas von meinem Einkaufszettel gestrichen (kam aus Costa Rica). Ebenso Mango (kam aus Brasilien) oder Pomelo (kam aus China). Ich achte bewusster darauf, woher die Dinge kommen. Nach Möglichkeit beschränke ich mich auf Produkte aus D oder zumindest der EU.
Da bietet sich auch der örtliche Wochenmarkt an. Im Winter wird es da zwar etwas eng, was die Vielfalt angeht, aber Äpfel sind da allemal.

Und so muss ich nicht jene Konzerne unterstützen, die Weltwelt den Bauern das Land und die Nahrungsgrundlage wegnehmen (letztere landet z.T. in unseren Benzintanks).

Es gelingt nicht immer perfekt, denn meinen Orangen kann ich nicht widerstehen. Und so 3-4 Kiwi im Monat gönne ich mir auch.
Aber ansonsten, denke ich, hab ich das ganz gut hin bekommen, mich auf Obst und Gemüse aus der erweiterten Region zu beschränken.

Und wenn andere das ebenso sehen, z.b. indem ich darüber rede und schreibe, dann könnte es sogar sein, dass in Costa Rica die Konzerne nicht mehr ganz so viele Hektar ruinieren und Grundwasser verunreinigen, mit Ananas-Anbau.

Ich gehöre jetzt sicher nicht zu den Menschen, die das Ganze extrem betreiben, denn ich bin auch ein klein wenig egoistisch, und gönne mir das ein oder andere. Aber im Endeffekt gilt: Die Menge macht’s; sowohl bei mir persönlich, wie auch weltweit.

Es grüßt,
das Smamap

Der Verstand

Manchmal zweifelt man an selbigem !!!!!

Seit kurzem habe ich nämlich eine Waschmaschine. Hat ewig gedauert, bis ich was Passendes gefunden hatte.

Ob meiner Finanzen konnte es nur was Gebrauchtes sein.

Und jetzt steht sie da. Ein Toplader. Das ideale Gerät für meinen Rücken.
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Die ersten Wäscheladungen zeigten mir, dass alles einwandfrei läuft, auch wenn das Gerät schon einige Jahre auf dem Buckel hat.

Nur gestern ließ mich das Teil an meinem Verstand zweifeln.
Nachdem ich erstmalig mein Bett gewaschen hatte, bei 90°, was ich ansonsten nicht tue, da waren darauf etliche Verschmutzungen zu sehen. Also, dachte ich mir, ich mach mal das Flusensieb auf und schau nach, ob da wohl Verschmutzungen/Ablagerungen drin wären.
Gesagt, getan.

War alles soweit ok.

Also wieder zugemacht und nochmal kurz Wasser eingelassen, um Dichtigkeit zu prüfen.

Tja, dieses Wasser kam mir dann am Boden entgegen.
Meine Betrachtung ergab, dass es aus dem Verschluss des Siebes kam.

Eine Stunde und mehrere Versuche später, war ich immer noch keinen mm weiter.
Auch die Rückenfreundlichkeit des Topladers war, zumindest vorübergehend, nicht mehr vorhanden, denn spätestens nach dem 3. Mal Boden aufwischen sandte der Rücken ein deutliches NO-GO.

Nun zeichne ich mich doch durch ein eher vorhandenes technisches Verständnis aus. Solange es gewisse Grenzen nicht überschreitet, habe ich in meinem Leben schon alle möglichen Abläufe verstanden, und auch alle möglichen Gerätschaften repariert. Sei es einen PC (was ja lange Zeit mein Beruf war), sei es einen Wäschetrockner, eine Sat-Anlage, einen Geschirrspüler und Diverses mehr.

Aber dieser Verschluss gestern, der ließ mich dann doch langsam an meinem Verstand zweifeln. Und sowas macht natürlich ganz speziell Freude.

Es konnte doch nicht so schwer sein, einen zuvor dichten Verschluss wieder dicht zu machen. Er saß genau dort, wo er hingehörte. Er verriegelte. Den Mechanismus, der dahinter stand, den verstand ich auch. Und trotzdem war das Teil nicht dicht zu bekommen.

Aktueller Stand ist der, dass der Verschluss, meiner Meinung nach, einen Dichtring benötigt, der aber nicht vorhanden ist, auch nicht vorhanden war. Bleibt aber die Frage, wie so ein Verschluss ohne Dichtring bisher dicht sein konnte. Zumindest bis zu dem Zeitpunkt, als ich ihn öffnete.

Lässt für mich nur den Schluss zu, dass es der Vorbesitzer irgendwie zustande gebracht hatte, Dichtigkeit auch ohne Dichtring herzustellen.

Das lässt mich mit dem tollen Gefühl zurück, dass ich die Maschine gestern auch schon mal unbeaufsichtigt waschen ließ. Ich darf gar nicht dran denken ……

Gottseidank habe ich die WM über einen Händler bezogen, der mir Garantie auf das Gerät gab. Mal sehen, ob der einen Dichtring herbeizaubern kann.

Mein Telefonat heute mit ihm ließ allerdings keine Begeisterung erkennen, denn er fragte mich doch glatt, warum ich da unten überhaupt aufgemacht habe. Ich stand kurz davor, zu sagen, dass das Ding ja dazu da sei, dort gelegentlich mal aufzumachen. Aber ich hielt dann doch mal lieber meine, hie und da vorhandene, vorlaute Klappe.

Es machte den Anscheint, als wollte er das Thema online lösen, indem er die Teilelisten befragt. Wobei mir höchst schleierhaft ist, wie er einen Dichtring online herbeizaubern will. Das geht vermutlich noch viel weniger, als ihn hier vor Ort herbeizuzaubern. Ich meinte aus seinen Worten zu hören, dass der Wunsch, nochmal zu mir zu kommen (=20 KM), sich doch in Grenzen hält.

Aber ich habe den starken Verdacht, da wird ihm gar nix anderes übrigbleiben. Den schließlich meinte er, er habe den Verschluss selber gar nicht überprüft, wie er das Gerät als solches bei sich getestet habe.

Fazit: Trau, schau, wem.

Es grüßt,
das Smamap

Edit (das hieß früher „Nachtrag“):
Anruf vom Lieferanten der WM bekommen. Morgen kommt per Post ein komplettes Teil INKL.!!!!! Dichtring. Soll ich austauschen und passt. Bin gespannt!!!!!!
Auf jeden Fall ist mein Verstand noch echt in Ordnung, denn wo kein Dichtring, da kann auch keine Dichtigkeit sein ….. ufffffff

Edit2:
Das wurde ein Buch (fast) ohne Ende. Um es kurz zu machen ……. das Teil, das da kam, war falsch. Hab dann einen anderen Händler hier vor Ort konsultiert, und da stellte sich nach mehrmaligem Vorsprechen heraus, dass es das Teil gar nicht mehr gibt.
Hab dann nach langem Studieren und probieren und hin- und herüberlegen rausgefunden, an was es liegt. Das war etwas, worauf man nie im Leben kommen würde. Letztlich habe ich ein Eigenkonstrukt ersonnen, und damit die WM wieder dicht bekommen. Zumindest für den Moment. Hatte alles in allem ca. 10 Std. an Zeit erfordert.
Bei der Gelegenheit habe ich auch rausgefunden, weil Studium von Bestellnummern und dergleichen erforderlich war, dass die WM knapp 20 Jahre alt ist.
Somit ist auch klar, dass mich der Verkäufer der WM über´s Ohr gehauen hat.