Schmunzeln ist gesund

Vorhin lese ich, dass Microsoft beim letzten Update/Patch-Day ein Zwangsupdate für Windows7 und Windows8.1 veröffentlicht hat, das im Internet-Explorer, also im Browser aus dem eigenen Haus, Werbungen einblendet, wonach die Nutzer auf Windows10 updaten sollten.

„Zwangsupdate“ deswegen, weil es nicht möglich ist, diese Werbungen/Einblendungen abzustellen, dadurch, dass der entsprechende Patch gar nicht erst installiert wird (passiert scheinbar im Hintergrund automatisch).

Es gibt dazu im Netz so etliche Stellungnahmen, in denen einem eindeutigen Mißfallen zu solchen Praktiken Ausdruck verliehen wird.

Offenbar wolle man die Anwender so viel als möglich bedrängen, ihre bisherigen Windows-Versionen in den Bach zu werfen.

Eine Äußerung fand ich bemerkenswert:

„Ich habe wegen dieser S****ße jetzt sieben Computer auf Linux umgestellt.“

Nun – auch ich konnte mir ein Schmunzeln nicht verkneifen. Winzigweich macht die gleichen Fehler immer wieder, und unternimmt scheinbar alles, um die Anwender mehr oder weniger mit Gewalt auf Windows10 zu bringen, und so die vorherigen Versionen so schnell als möglich abzuschaffen.

Sicher alles eine Frage der Kosten. Wo da der Anwender bleibt, scheint zweitrangig.

Und genau deswegen, weil ich das nicht mehr mitmachen wollte, bin ich vor wenigen Monaten ebenfalls auf Linux umgestiegen. Ein Schritt, den ich schon viel früher hätte machen sollen.

Und MS macht eifrig weiter, wie bisher. Schon bei Windows8 hat man den Fehler gemacht, dem Anwender zwangsweise etwas vor zu setzen.
Eigentlich hätte man denken sollen, dass man aus den damaligen Fehlern gelernt hat.

Nun bin ich weit davon entfernt, den Leuten etwas aufschwatzen zu wollen.
Ich berichte von meinen Erfahrungen.
Und ich denke, die Anwender sollten ein Betriebssystem unterstützen, das sich auf Augenhöhe mit Windows befindet, und so eine Bewegung unterstützen, die den Anwendern die freie Wahl lässt, um sich nicht irgendwann zu wundern, dass ein Hersteller den Markt mit seiner finanziellen Macht dominiert, und alle anderen zerdrückt hat. Denn damit müsste man als Anwender dann DAS bedingungslos akzeptieren, was einem vorgesetzt wird.

Ähnliches war seinerzeit auch auf dem Markt der Videorekorder geschehen. Das damals vorherrschende VHS-System wurde mit einer solchen Marktmacht durchgesetzt, dass das technisch überlegende Video-2000-System keine Chance hatte.
Heutzutage weiß fast schon niemand mehr, dass es neben VHS überhaupt noch etwas anderes gab.

Es grüßt,
das Smamap

 

Die Zeichen der Zeit

Windows wird heute 30.

Vor 30 Jahren gab es Windows 1.0

Es ist schon Wahnsinn, was sich seit damals getan hat.

Jetzt könnte man sagen, der Unterschied besteht nur in einem Punkt.
Damals: Windows 1.0
Heute: Windows 10

Aber es hat sich natürlich sehr viel mehr getan. Nicht nur bei Windows. Auch in vielen anderen Bereichen.
Der Unterschied ist, dass es sehr viele andere Dinge, die mal Bestandteil unseres Lebens waren, nicht mehr gibt.

Beispiele dafür?
Bittesehr?

  • Kassettenrekorder
  • Walkman
  • Wählscheibentelefon
  • Analoge Filmkamera (mit Bandkassette)
  • tragbarer CD-Spieler
  • 3,5″ Zoll Diskettenlaufwerk (PC)
  • ZIP-Laufwerk (PC)
  • VHS-Recorder (und alle anderen Video-Systeme, die es gab)

Und die Zyklen werden immer kürzer, in denen die Dinge sich überholen.

Ich wage die Behauptung, dass es in 10 Jahren keine PCs mehr gibt. Ev. sogar auch keine Notebooks mehr.

Die Frage die sich mir stellt: Soll ich versuchen, mit den Entwicklungen wissenmäßig und praktisch schritt zu halten oder nur die Dinge, die mir wichtig erscheinen, aus dem Strom herausgreifen (wie auch immer ich das bewerkstellige)?

Bin ich dann weniger zufrieden oder gar glücklich, wenn Letzters der Fall ist?

Ich denke da an eine alte Dame, die ich kenne. Sie hatte bisher nie ein Handy. Erst jetzt bekam sie eines, mit großen Tasten und einem kleinen Display. Für den Notfall.
Die ganze Ära von Handy/Smartphone/Tablet/PC/etc. ging an ihr vorbei.
Hatte sie deshalb ein ärmeres Leben?

Es grüßt,
das Smamap