Der 1. November

Wollte eig einen Beitrag zum heutigen Feiertag schreiben, dem Tag, an dem man der Toten und der Heiligen gedenkt. Hab eben gelesen, dass es ursprünglich darum ging, an einem Tag „aller Heiligen“ gedenken, da es im Lauf der Zeit, sprich der Jahrhunderte, infolge der zunehmenden Zahl der Heiligen, nicht mehr möglich war, dass jeder Heiliger einen Gedenktag erhielt.

Ich hab während meiner Erziehung gelernt, dass man an diesem Tag der Toten gedenkt. Ich hab mir irgendwann mal die Frage gestellt, warum ich einen bestimmten Tag dazu verwenden soll, der Toten zu gedenken? Ich könnte das doch an jedem beliebigen Tag tun, bzw., so wie ich das immer gehandhabt habe, zu verschiedenen Zeiten während des Jahres meiner Vorfahren gedenken. Dazu bräuchte ich dann auch keinen speziellen Tag, müsste nicht  á la Prozession, zusammen mit Hunderten anderer, auf den Friedhof pilgern. Wäre auch nicht genötigt, die Umsätze der Blumengeschäfte etc. etc. anzukurbeln.

Ich könnte DANN meiner Vorfahren gedenken, wann MIR DANACH IST. Also z.B. am Todestag des jeweiligen Menschen.

Und so ist der heutige 1. November für mich ein Tag, an dem ich etwas später aufgestanden bin, ausgiebig gefrühstückt habe, dann meine Wäsche aufgehängt habe, und anschließend bei mir hinter dem Haus in der Sonne gesessen bin.

Und wie ich da so saß, dachte ich an meinen Vater, meine Großeltern, und überhaupt an die Menschen, durch die ich geworden bin, und ohne die ich nicht das wäre, was ich heute bin. Also an all die Menschen, die heute nicht mehr sind, und durch die ich in der Hauptsache Zuneigung und Liebe erhalten habe.
Und wie gesagt …. um das hin zu bekommen, brauche ich nicht einen extra Feiertag.

Ich wünsche Euch noch einen schönen Sonntag.

Es grüßt,
das Smamap.

Zum Lachen !!!!

immigranten

Wenn ich da die Typen sehe, die sich drauf versteifen, dass sie hier keine Ausländer haben wollen (jetzt benutzen sie ja das Wort „Einwanderer“), dann frage ich mich immer: Wo wären viele von denen, wenn ihre Vorfahren sich nicht in Deutschland hätten niederlassen können?

Wer da gemeint ist, das lässt sich oft sehr einfach am Namen feststellen, der dann halt nicht auf Meier, Müller oder Schuster lautet.

Ich kann das ohnehin nie nachvollziehen, warum ein Neger (jawoll, er nennt sich selbst so, weil er einer ist), der tiefstes bayrisch spricht, weniger ein Deutscher sein soll, als der Herr Koslowski von nebenan.

Genau genommen sind wir sowieso alle Ausländer und Einwanderer, weil unsere Ur-Vorfahren, nach heutigem Wissensstand, aus dem Nahen Osten, den Steppen des Ostens und dem Norden Asiens kamen, und das besiedelten, was wir heute Europa nennen.

Und da maßen sich welche an, zu entscheiden, wer wohin auf diesem Planeten gehört. Und das noch dazu, wo wir unseren Wohlstand v.a. mit den Rohstoffen derer aufgebaut haben, die heute nicht wissen, wovon sie überleben sollen.

In diesem Sinne sind WIR ALLE Einwanderer und Ausländer

Es grüßt,
das Smamap