Rabattaktion bei Netto für sich nutzen

Von Zeit zu Zeit streut Netto über seine Prospekte eine Rabattaktion.

Es gibt dabei einen Bogen mit Aufklebern ……

Rabattaktion

…. und pro Artikel darf einer dieser Aufkleber genutzt werden, und der entsprechende Rabatt wird an der Kasse abgezogen.

Ich nehme eine solche Rabattaktion immer zum Anlass, aus meinem Bekanntenkreis diese Bögen einzusammeln, und dann eine Woche lang einkaufen zu gehen. Der nächste Netto liegt ziemlich nahe, so dass ich ihn fußläufig erreichen kann.

Nun unternimmt Netto eine solche Rabattaktion klarerweise, um den Umsatz zu steigern. Die Leute sollen dazu animiert werden, mehr und anderes zu kaufen als überlicherweise, denn schließlich, so meinen viele, gibt es ja Rabatt.

Wenn man sich allerdings auf die Dinge beschränkt, die man immer kauft, und sich diese auf Vorrat legt, dann kann man dabei echt was einsparen. Für mich, als jemand, der jeden Euro mehrfach umdrehen muss, ist das eine feine Sache. Solange man sich unter Kontrolle hat, und bei einer solchen Rabattaktion wirklich nur die normalen Dinge kauft !!!

Und so lege ich mir mit diesen Rabattbögen immer ein kleines Lager an. Man Lieblings-Ketchup beispielsweise ist 1 1/2 Jahre lang haltbar, und so spricht nichts dagegen einige Flaschen davon ins Regal zu stellen.
Ähnliches gilt für Toilettenpapier, Konserven, Reinigungsmittel, Shampoo etc. und auch für Dinge, die ich üblicherweise rasch verbrauche oder einfrieren kann.

Klarerweise erhalten die Artikel mit dem höheren Preis auch die höherwertigen Rabattmarken.

Auch der Bedienungsbereich der Fleisch- und Wurstabteilung, den ich sonst meide, erhält dabei von mir ausgiebig Besuch. Die Tüte, die den gesamten Einkauf dort beinhaltet erhält dann natürlich den 20%-Aufkleber.

Hab mir das dann mal ausgerechnet, über den Gesamten Einkauf, und bin SO bei dieser Rabattaktion auf einen Nachlass von durchschnittlich 15% gekommen.

Nachdem man pro Einkauf nur einen Bogen dieser Aufkleber verwenden darf, gibt es 2 Möglichkeiten, seinen Vorrat aufzurüsten: Entweder man legt 2 Einkäufe getrennt hintereinander auf das Kassenband, die jeweils einen gesamten Bogen verwerten oder man geht an mehreren Tagen einkaufen.

Jedenfalls wird mich der Discounter dann nach der jetzigen Rabattaktion so schnell nicht mehr sehen.

Zwar tut es mir „offiziell“ leid, dass ich Netto um das Vergnügen bringen muss, dass ich mittels dieser Marken z.B. Dinge einkaufe, die ich sonst nie erwerbe, und also tatsächlich die Marken als echte Einsparung verwende. Zugleich habe ich auch keine Gewissensbisse dabei, dies mehrfach zu nutzen, indem ich solche Rabattbögen einsammle, denn ich darf auch oft genug erleben, wie man dort als Kunde über den Tisch gezogen wird, sei es vom Discouter selbst oder durch dessen Lieferanten.

Insofern ist dies die Rache des kleinen Mannes 

Es grüßt,
das Smamap

Bevorratung

Als ich jüngst jene Meldungen vernahm, wonach wir wieder bevorraten sollen (nur für den Fall des Falles), da kam mir mal wieder meine Oma in Erinnerung.

Sie weilt ja jetzt schon viele Jahre nicht mehr unter uns, aber ich weiß es noch wie gestern, dass Bevorraten eines ihrer Lebensmottos war.

Sie hatte zum einen hinter einer Tür in der Küche eine kleine Niesche, sprich Speisekammer, in der alles diesbzgl. gehortet wurde. Als meine Oma das Ganze mal ausräumte, da kamen (daran erinnere ich mich noch) Streichhölzer zum Vorschein (Feuerzeug war damals noch eher selten), die hätten vermutlich für 10 Jahre gereicht. Ähnlich verhielt es sich mit Nudeln, Reis und anderen dauerhaft lagerbaren Lebensmitteln.

Neben der Speisekammer gab es noch einen Keller, erreichbar über den Hauseingang der Nachbarwohnung. Das Haus war sehr alt, und entsprechend war der Keller gestaltet. Eher ein Gewölbe mittelalterlicher Machart.
Lichtschalter war dort ein Fremdwort. Im Keller gab es Licht nur über die mitzubringende Taschenlampe. Mittels derer konnte man die Regale erspähen, in denen zahlreiche Einmachgläser aufgereiht waren. Von Marmelade bis hin zu den verschiedensten Obstsorten, gab es dort alles, was das Herz begehrte.

Über diese Bevorratung wäre es sicherlich locker möglich gewesen, 1/4 Jahr sich zu versorgen. Dazu kam dann noch der eigene Gemüsegarten. Auf einer Fläche von geschätzt 10 x 10 Meter, wuchs so allerlei. Gelberüben (so heißen nun mal die Karotten in Oberbayern 😉 ), Gurken, Tomaten, Salat, Bohnen, Zucchini … um nur ein paar Sachen zu nennen ….. all das gab es dort zu ernten.

Meine Oma hatte das Bevorraten, in den verschiedensten Ausprägungen, zur Kunst erhoben. Und das hatte seinen guten Grund: Sie hatte als Familienoberhaupt den Krieg erlebt; und danach war es noch üblich, kein Auto zu haben, sondern mit dem Rad und Satteltaschen dran in den nächsten Ort zu fahren, um dort DAS zu kaufen, was man selbst nicht hatte.

Und was machen wir heute …. wir jammern, wenn im Regal des Discounters irgendein Produkt vergriffen ist …..

Es grüßt,
das Smamap