Reisende durch Raum und Zeit

Schon einige Mal habe ich meiner Faszination Ausdruck verliehen für die Voyager Mission der NASA, die quasi Reisende durch Raum und Zeit losgeschickt hatte.

Eines der berühmtesten Fotos, die in der Raumfahrt je gemacht wurden, ist das Folgende ….

Reisende durch Raum und Zeit

Pale blue dot (Quelle: NASA)

Man sieht, rechts von der Bildmitte, einen „blassen blauen Punkt“ – Die Erde.

Sie hängt in der schieren Unendlichkeit.

Man hatte die Voyager, mittlerweile ist sie 40 Jahre unterwegs, seinerzeit veranlasst, sich um 180° zu drehen, und diese Aufnahme zu machen. Das war 1990.
Mittlerweile ist die Sonde so weit von uns entfernt, dass man die Erde von dort aus nicht mehr sehen könnte.

Die Entfernung beträgt aktuell ca. 20 Lichtstunden. Dh das Licht, mit seiner Irrsinnsgeschwindigkeit …. der Lichtgeschwindigkeit eben …. würde 20 Stunden benötigen, um von dort zu uns zu gelangen.

„Würde“ deshalb, weil es dort kein Licht gibt, das zu uns gelangen könnte. Außer eben den Radiosignalen der Sonde, die ebenso per Lichtgeschwindigkeit zu uns unterwegs sind.

Die Kameras hat man schon lange abgeschalten, weil es nichts mehr aufzunehmen gibt. Dort ist nur noch Dunkelheit. Zudem spart das Energie. Nach heutigem Stand wird die Sonde, so um 2035 herum, die letzten Signale an uns senden, bevor die Energie zuende ist.
Ob es dann noch jemand gibt, der die Signale auf der Erde empfangen kann, liegt nicht an der Sonde.
Die Sonde wird dann knapp 60 Jahre unterwegs gewesen sein. Für uns fast ein ganzes Leben. Im kosmischen Rahmen ein Klacks.

Die Entfernung zum nächsten Stern, also einem Himmelskörper, so wie unsere Sonne einer ist, ist, im Vergleich zur Entfernung der Voyager von der Erde, fast unvorstellbar.

Reisende durch Raum und Zeit eben.

Vll kann man sich das SO vorstellen, dass ein Fußball von einer Eckfahne des Spielfeldes, zur diagonal gegebenüberliegenden Eckfahne gespielt wird, und nach 40 Jahren kaum jenen kleinen Kreis um die Ausgangseckfahne verlassen hat. Sein Weg wäre noch nahezu unendlich bis zu seinem Ziel.

So ähnlich geht es der Voyager.

Und wir Menschen sind hier auf unserem Planeten, und von der Voyager aus unsichtbar.
Wenn ich mir dann vorstelle, für wie wichtig sich so Manche halten (da würden mir jetzt so einige auf der Welt einfallen), dann kommt mir das Lachen aus.

Es grüßt,
das Smamap (www.wkfm.eu – WasKeineFreudeMacht)

Die Faszination des Weltall II

Gestern hatte ich HIER ein paar Worte zum Thema „Faszination“ fallen lassen.

Passend dazu habe ich bei www.astronews.com, eher zufällig, einen kleinen Artikel gelesen. DER fragt ….

Wie viel Treibstoff zur korrekten Ausrichtung der Voyager-Sonden ist noch vorhanden?

Für einen weiteren Betrieb müssen die beiden Voyager-Sonden nicht nur über ausreichend Strom für die Instrumente und Sender verfügen, sondern sie müssen auch in der Lage sein, ihre Hauptantenne zur Erde auszurichten, bzw. die Ausrichtung immer entsprechend anzupassen. Dazu verfügen die Voyager-Sonden über kleine Steuerdüsen. In dieser Entfernung von der Erde dürften allerdings keine großen Manöver mehr nötig sein. Die bestehenden Vorräte reichen – so die NASA – daher auch auf jeden Fall noch so lange aus, wie die Radionuklidbatterien einen Betrieb der Sonden ermöglichen werden – aktuelle Schätzungen gehen von etwa 2025 aus. (ds/17. Juli 2017)

Die beiden Sonden werden dann fast 50 Jahre unterwegs gewesen sein. Für uns mehr als ein halbes Leben, sprich Ewigkeit. Für das All grade mal NICHTS. Faszination pur.

Und wenn wir alle nicht mehr sein werden (sei es „verblichen“ oder uns selbst ausgerottet), dann werden die beiden immer noch dahinfliegen, und von einer Spezies künden, die wahrscheinlich nicht mehr existiert. Trotz aller Götter und Einmaligkeiten, die sie sich selbst zugeschrieben hatte. Eher keine Faszination.

Schade nur, dass die beiden niemals jemanden treffen werden, der jene Datenplatte lesen kann, die sie mit sich führen. Die Wahrscheinlichkeit, in der absoluten Unendlichkeit des Alls einen Planeten mit Leben anzufliegen, ist unendlich gering.

Es grüßt,
das Smamap 
(www.wkfm.eu – WasKeineFreudeMacht)

Die Faszination des Weltall

Das Weltall, und insbesondere unser Sonnensystem, fansziniert mich von jeher.

Und wenn ich dann so ein Video, wie das hier sehe ….

…. „aufgenommen“ von der Sonde New-Horizons beim Vorbeiflug am Planeten Pluto (wobei man Pluto im Moment nicht mehr als „Planeten“ bezeichnen darf/soll), dann ist das eben Faszination pur.

Ein Himmelskörper hängt frei im Weltall. In der unendlichen Schwärze desselben. Einfach SO. Entstanden aus dem Nichts, so scheint es.

Und wir sehen ihn das erste Mal. Seine Oberflächen, seine Formen. Noch nie war ein Mensch dort. Unendlich fern (zumindest für unsere Verhältnisse), doch wir haben es geschafft dorthin zu kommen. Zumindest mit einem Fluggerät.

Die „Schwärze“, die ich oben erwähnte, stimmt zwar SO nicht ganz, weil eben doch Licht unserer Sonne dort hingelangt; wenn auch nicht viel.

Und so sehen wir also Pluto.

Entstanden aus demselben Sternenstaub, wie alle anderen Himmelskörper in unserem Sonnensystem.

Es ist dieses unentdeckte Land, das uns lockt, und das wir doch niemals erreichen werden. Und es ist diese riesige Aufgabe, die dahinter steckt, wenn es darum geht, mit einer Sonde dorthin zu gelangen.

New Horizons war 9 Jahre unterwegs, um zu Pluto zu gelangen. Von 2006 bis 2015.

Mit derselben Faszination stelle ich mir vor, wie die beiden Voyager Sonden mittlerweile jenseits unseres Sonnensystems unterwegs sind. Sie sind unterwegs seit 1977. Also 40 Jahre. Und haben doch kaum unser Sonnensystem verlassen.

Auf diese Weise können wir nicht einmal annähernd erahnen, wie riesig groß dieses Weltall ist, und wie irrsinnig verschwindend klein sich unsere Erde dagegen ausnimmt.

Und an solchen Stellen schüttele ich immer den Kopf bei der Vorstellung, dass wir Menschen hier sitzen, und uns einbilden, ein „Schöpfer“ habe all dies geschaffen, mit uns Menschen als Mittelpunkt.
Wie sehr werden wir unser Denken verändern müssen, sobald wir einmal erkennen, dass es sich völlig anders verhält und wir Menschen nichts anderes sind, als ein unendlich winziger Bestandteil dieses Weltalls.
Wobei wir es zuvor geschafft haben werden, uns selbst zu vernichten; wodurch sich jegliche Überlegungen dieser Art erübrigen.

Es grüßt,
das Smamap (www.wkfm.eu – WasKeineFreudeMacht)

Bis in alle Ewigkeit ….

Was Ewigkeit bedeutet, darüber gehen die Meinungen auseinander.

EINEN Ansatzpunkt liefert

DIESER Link hier

der die Reisen der Raumsonden Voyager1 und Voyager2 beschreibt, auf ihrem Weg durch die Unendlichkeit.

Seit nunmehr etwa 40 Jahren sind die beiden unterwegs, also seit einer halben Ewigkeit, und doch haben beide kaum unser Sonnensystem verlassen …
Ewigkeit

Die Voyager (Quelle: NASA)

Was JEDER Leser von den beiden Sonden weiß, ist die Existenz jener „Schallplatten“, die sie mit sich führen, mit Daten und Bildern von uns Menschen und unserem Heimatplaneten.
Über den Link kann man nachlesen, wie unendlich gering die Chance ist, dass jemals jemand/etwas die Raumsonden und unsere Nachrichten darauf erhält. Um es mit meinen eigenen Worten zu formulieren: Es ist wesentlich wahrscheinlicher, dass ich 3x hintereinander einen 6-er im Lotto haben werde.

Dies hat schlicht damit zu tun wie unendlich groß die Ewigkeit des Universums ist, und wie unendlich klein und unscheinbar eine solche Raumsonde sich dagegen ausnimmt. Anders herum: Seit wir die Raumfahrt kennen, hätten Tausende solcher Sonden an der Erde vorbeifliegen können, ohne dass wir auch nur das Geringste davon wahrgenommen hätten.

Und dann gibt es da noch einen ganz anderen Punkt ….
Nehmen wir an, die Raumsonden würden irgendwann einmal, in ferner Zukunft, in wieviel Lichtjahren Entfernung auch immer, an irgendeiner Intelligenz vorbeifliegen …..
tja …. zu dem Zeitpunkt wird es die Menschheit schon lange nicht mehr geben. Die Gründe dafür muss ich hier nicht aufzählen …. jeder kennt sie.

Unsere Zivilisation, unser Wissen, unsere Spezies, mit all ihren Religionen wird dann verschwunden sein, und das Einzige was von uns geblieben sein wird, werden 2 Raumsonden mit darauf befindlichen Datenscheiben sein, die durch die Ewigkeit des Universums reisen.

Was mich in dem Zusammenhang zu einem süffisanten Lächeln veranlasst, ist, dass wir Menschen uns erdreisten, uns im Mittelpunkt zu sehen und die Unverfrorenheit besitzen, anzunehmen, ein von uns erdachter Gott habe uns geschaffen, um das Zentrum all dessen zu sein, was da ist.

Und dereinst, werden jene beiden Sonden von einer nicht mehr existierenden Lebensform künden, und das Universum wird, davon völlig unbeeindruckt, weiterexistieren.

Es grüßt,
das Smamap