Speicher satt

Habe heute mal die Speicher Situation auf meinem Tablet überprüft.

Von meinen 32 GB Speicher sind noch knapp 18 GB verfügbar. Und von den 3 GB, die das System benötigt, sind auch nur 2 GB in Benutzung.

Dabei fiel mir auf, mit wie wenig man heutzutage auf mobilen Geräten auskommt.

Zu PC-Zeiten war, zum Schluss, eine 1 TB (Terrabyte; also quasi 1.000 Gigabyte) Festplatte „state of the art“. Und unter 4 GB Arbeitsspeicher …. daran war gar nicht erst zu denken; eher schon 8 GB. Das alles natürlich auf Windows bezogen.

Man kann die jeweiligen Speicher nicht direkt miteinander vergleichen, aber grob (sehr grob) gilt: Das jeweils Erstgenannte ist der Speicher auf dem Daten abgelegt sind. Das jeweils Zweitgenannte ist der Speicher, mit dem das Betriebssystem arbeitet.

Dass die direkte Vergleichbarkeit nicht so ohne Weiteres gegeben ist, sieht man alleine schon daran, dass Windows und Android unter „Arbeitsspeicher“ nicht unbedingt dasselbe verstehen.

Eines ist jedenfalls sicher: Auf mobilen Geräten wird eine immense Sparsamkeit bzgl. Speicherverbrauch umgesetzt (nicht immer und überall, aber meist; und wie man selbst noch zusätzlich was dazu beitragen kann, habe ich IN DIESEM BEREICH ja schon beschrieben).

Jedenfalls ist es doch ein enormer Unterschied, ob jetzt eine riesige Festplatte nötig ist oder relativ wenig Speicher in Form einiger Speicherchips mit etlichen (zB 32) GB.

Und mit dem Speicher auf mobilen Geräten kommt man locker aus, um das zu machen, was die Meisten von uns auf einem Computer so machen. Und das alles in (Westen)Taschengröße.

Da ist es sehr gut nachvollziehbar, dass die Geschäfte mit PCs auf dem absteigenden Ast sind. Zumindest ganz eindeutig in den Industrienationen.

Zwar benutze ich kein Smartphone, sondern ein Tablet (ein Kompromiss in der Größe), habe damit aber den PC im Grunde abgeschafft. Und ich habe mir auch kein Windows mehr kaufen müssen (egal ob jetzt beim PC dabei oder nicht; zahlen muss ich so oder so dafür) und benötige dafür auch nicht erstmal 50 GB Festplattenkapazität.

Wie auch immer …. die um sich greifende Nutzung von mobilen Geräten hat dazu geführt, dass dieses „immer mehr und immer größer“ an nötigen Speicherkapazitäten, umgekehrt wurde. Rein auch von daher, weil mobile Geräte klein und schlank sein müssen.

90% aller PC-Nutzer machten nicht mehr mit ihren PCs als eMails abrufen, im Internet surfen, Briefe schreiben und Tabellen bearbeiten. Dies alles lässt sich auch mit mobilen Endgeräten machen, zusammen mit Dingen wie Telefonieren, WhatsApp, Fotographieren und Simsen.

Man wird sich jetzt nicht grad das Smartphone mit dem kleinsten Display anschaffen, um darauf Tabellen zu bearbeiten. Alles zudem besser, als zuhause vor dem PC festgenagelt zu sein.
Es soll sogar Leute geben, die verbinden Umvermeidliches mit einer Tasse Cappu vor dem Cafe.

Die Zeiten von „Speicher satt“ scheinen jedenfalls vorbei. Und auch die Zeiten von Staubsaugern mit entsprechender Geräuschkulisse.

Für mein Tablet waren 500€ zu investieren (auf Raten). Für einen vernünftigen PC mit Windows und einigermaßen Softwareausstattung kommt man auf nicht viel weniger. Nicht eingerechnet zwangsweise Windowsumstiege und Hardwareerweiterungen.

Da haben wohl (herstellerseitig) so einige den Zug verpasst ….

Es grüßt,
das Smamap (www.wkfm.eu – WasKeineFreudeMacht)

Schadware allerorten

Dem Vernehmen nach hatten wir gestern eine weltweit enorm verbreitete Cyberattacke per Ransomware; die Schadware, die in aller Munde ist.

Schadware

Cyberattacke (Copyright AP)

Diese hat einmal mehr gezeigt, wie verwundbar unsere Systeme via Internet sind.

Und das nicht etwa wegen der Gefährlichkeit der Schadware, sondern einzig wegen der Nachlässigkeit, um nicht zu sagen, der Fahrlässigkeit, der Eigentümer der Computersysteme.

Hätten besagte Eigentümer, also z.B. die Deutsche Bahn, Krankenhausbetriebe, viele Unternehmen oder staatliche Stellen, und v.a. die Vielzahl der Privatanwender, ihre Hausaufgaben gemacht, dann wäre genau NICHTS passiert.

Die Sicherheitslücke in den Windows-Versionen war hinlänglich bekannt, und es gab seit längerer Zeit einen Sicherheitsupdate.

Ich möchte auch gar nicht wissen, wieviele Anwender der Schadware Tür und Tor öffneten, indem immer noch das Uralt-Betriebssystem WindowsXP verwendet wird.

Aber nein, man hat es nicht nötig bzw. es wird leichthin über das Thema „Schadware“ und IT-Sicherheit weggegangen.

Kaum jemand würde heute ohne Sicherheitsgurt Auto fahren. Und diejenigen, die dies trotzdem tun, sind selber schuld.
Jedoch, es ist in Cyberland wie im Straßenverkehr …. es werden immer auch Unschuldige mit ins Verderben gezogen. Im Netz eben dadurch, dass Schadware über ungenügend gesicherte Computer verbreitet wird.

Freilich könnte man jetzt trefflich darüber diskutieren, ob es nicht der Verantwortung von Microsoft obliegt, sicherere Software zu produzieren. Aber dem IST eben nicht so. Somit liegt, ob es uns gefällt oder nicht, der schwarze Peter bei jedem Einzelnen von uns (AUCH bei Denjenigen, die diese Zeilen lesen) bzw. bei den Eigentümern der Systeme und deren untergebenen IT-Abteilungen.

Allerdings gibt es auch noch eine Alternative, die auch ich mir angeeignet habe: Das, was ich „computermäßig“ zu tun habe, erledige ich weitgehend per Tablet, und nur noch in sehr seltenen Fällen per PC.

Ersteres läuft per Betriebssystem Android, Letzteres per Betriebssystem Ubuntu. Beides ist im Prinzip Linux. Windows gibt es bei mir nicht mehr.

Nun ist das freilich kein absoluter Schutz, aber auf jeden Fall 10x mehr Schutz als Windows.

Und so müssen sich nach dem gestrigen Tag so EINIGE fragen lassen, ob die richtigen Entscheidungen getroffen wurden …. zum einen bzgl. Sicherheitskonzepten und zum anderen bzgl. verwendeter Software.

Und die Horden der Privatanwender müssen sich fragen, ob ein Sicherheitsdenken in Form einzig eines Virenprüfers, um den man sich nicht kümmert, und in Form eines Schulterzuckens noch zeitgemäß ist.

Es grüßt,
das Smamap

Die düstere Zukunft von Microsoft Windows

Passend zum Artikel von letztens bin ich heute über folgenden Beitrag zum Thema Windows gestolpert:

Microsoft-Keynote

Er zeigt, dass ich mit dem, was ich aus so einigen anderen Verlautbarungen glaubte herausgelesen zu haben, gar nicht so falsch lag.

MS wird es schwer haben mit Windows, den Rückstand aufzuholen, denn wenn man einmal ins Hintertreffen geraten ist, wird es, mit zunehmender Zeit, immer schwieriger, dies zu schaffen.
Diejenigen die voraus sind, können nämlich ihre Energien darauf konzentrieren, den Vorsprung auszubauen.

Ob das für Windows so kommen wird, kann nur die Zeit zeigen.

Es spricht jedenfalls Einiges dafür.

Es grüßt,
das Smamap

Das verbreitetste Betriebssystem ?

Welches ist das verbreitetste Betriebssystem ?

Betriebssystem
Spontan würdet Ihr sagen: Windows

Falsch !

Die richtige Antwort lautet: Linux 

Nun – Ihr würdet sagen, dass natürlich die Frage falsch formuliert war. Gemeint waren selbstverständlich private Endgeräte.

Hier wäre die Antwort dann sicherlich Windows

Falsch ! 

Die richtige Antwort hätte auch hier gelautet: Linux 

Wie kann das sein, würdet Ihr sagen?

Ganz einfach – der Bereich der mobilen Geräte wird zu 90% vom Betriebssystem Android beherrscht, und dieses basiert auf – Ihr habt es sicher schon erraten – Linux 

Und somit ist das verbreitetste Betriebssystem

LINUX

Man rechnet mit 1,5 Mrd. Geräten, die Android nutzen, also letztlich Linux. Aber Linux ist nicht nur dort anzutreffen. Man trifft es überall …. auf Privat-PCs, auf Bankautomaten, auf vielen Firmen-PCs, auf Servern usw. usf.

Auch wenn man im Internet unterwegs ist, kommuniziert man meist mit Linux-Rechnern, denn die meisten Internet-Server haben als Betriebssystem – man kann es sich denken – Linux. Und auch, wer sich mit seinem Router verbindet, kommuniziert mit Linux.

Der Grund dafür ist sehr häufig die Einfachheit des Betriebssystems. Da ist Windows einfach viel zu komlex, zu teuer und zu sehr lizenziert. Und nachdem die Linux-Betriebssysteme heute auch sehr ansprechende Bedienoberflächen haben, merkt man fast keinen Unterschied mehr, und vielen Nutzern ist es im Endeffekt egal, welches OS sie nutzen, Hauptsache einfach/elegant zu bedienen.

Microsoft hat hier, auf lange Sicht gesehen, die falsche Entscheidung getroffen, als es seinerzeit primär an seine Bilanzen und Gewinne dachte. Mittlerweile hat man auch dort schon erkannt, dass mit Betriebssystemen kein Apfel mehr zu gewinnen ist (außer man heißt „Apple“). Aber Scherz beiseite: MS verabschiedet sich nach und nach aus dem Bereich, und wendet sich anderen Themen zu. Denn schließlich will man wieder mit den größten Playern wie Google und Apple mithalten können.Und das könnte man nicht, wenn man sich auf ein Thema konzentriert, mit dem man immer mehr ins Hintertreffen gerät.

Die großen Player

haben sich frühzeitig darauf verlegt, Betriebssysteme als Beigabe zu Geräten zu sehen. Man kann zwar trefflich darüber streiten, welcher Anteil des Kaufpreises eines Smartphones das Betriebssystem betrifft, aber MS, so meine ich, ist seinerzeit, psychologisch, auf den falschen Zug aufgesprungen, als es sich dafür entschied, für das Betriebssystem Windows Extrageld zu kassieren. Hinterher ist man zwar immer schlauer, aber wenigstens kann man sich darum bemühen, es zu sein.
MS hat mit Windows10 dann etwas Halbherziges versucht, indem es das OS scheinbar kostenlos zur Verfügung stellte, um dann letztlich doch wieder zu kassieren.

Und so hat Microsofts CEO, Satya Nadella (nein, er heißt nicht mehr Bill Gates 😉 ), die Zeichen der Zeit schon lange erkannt und längst andere Themen in den Vordergrund geholt …. fast unbemerkt.
V.a. auch die Cloud ….

Es grüßt,
das Smamap

Microsoft und der gigantische Schachzug

Hatte jüngst mit der Zeitschrift Chip einen kleinen Schriftverkehr bzgl. der neuen Skylake Rechner, die beschrieben wurden, Microsoft und anderen Dingen.

In dem Zusammenhang kamen wir auch auf ein anderes Thema ……

Microsoft hatte 1 Jahr lang „kostenlose“ Windows10-Lizenzen verteilt. Verteilt in der Art, dass man einen Upgrade von seinem alten Windows7 machen konnte.

Microsoft

Mittlerweile dringt mehr und mehr die Tatsache durch, dass die so entstandenen Windows10-Lizenzen an den Rechner gekoppelt sind, auf dem sie laufen.

So wie früher, dass man nämlich eine Windows-Lizenz auf einem beliebigen Rechner installieren kann, das ist mit der vorgeblich „kostenlosen“ Microsoft Lizenz nicht möglich. Eben weil die fix mit einem bestimmten Rechner verbunden ist.

Wenn also jemandem der Rechner flöten geht, und er hätte da noch einen im Eck stehen …. so von wegen fix Windows10 drauf installiert ….. is nicht !!!

Auf einem Rechner-Neukauf eben so wenig. Mal abgesehen davon, dass auf dem von vorneherein W10 installiert ist, und man diese Lizenz zwangsweise mitbezahlt.

Für mich war und ist das ein gigantischer Schachzug, und zwar ein gelungener, von Microsoft.

Jeder mit so einer Lizenz war weiß Gott wie stolz darauf, so ein Ding kostenlos erworben zu haben, und muss dann doch feststellen, dass es mit „kostenlos“ verbei ist, in dem Moment, in dem man neue/andere Hardware braucht.

Aber die Leute sind sehr vergeßlich. Das ist wie bei den Wahlversprechen.

Dass sie über den Tisch gezogen werden, das wird ihnen anderswie schmackhaft gemacht. Indem man sie den Eindruck gewinnen lässt, dass auf einem neuen Rechner das Betriebssystem „einfach so“ dabei ist. Also quasi wieder kostenlos.

Wie schon berichtet, habe ich mich, wie ich das geblickt habe, dazu entschlossen, Windows einzusargen, und nutze seitdem (etwa 1 Jahr) Linux, in Person von Ubuntu.
Echt kostenlos, und tut genau das Gleiche.

Und seit einem halben Jahr habe ich zusätzlich ein Tablet mit Android als Betriebssystem. Damit mache ich mittlerweile alles.

Und was soll ich sagen ….. mir hat Windows keine einzige Sekunde gefehlt.

Es grüßt,
das Smamap

Endspurt

Noch gut 10 Tage gibt es ……

(Quelle: Reuters)

…… kostenlos.

Und deshalb zieht Microsoft alle Register im Endspurt, um das Thema in aller Munde zu halten.

Egal welchen Kanal man in welchem Medium öffnet, MS hat dafür gesorgt, dass es nur so Berichte darüber hagelt. Darüber, dass am 29. Schluss ist, darüber welche Vor- und Nachteile es hat, und und und

PR ist alles.

Ich bin sehr gespannt darauf, was hinterher passieren wird. Ob die Anwender reagieren, wenn sie feststellen, dass es mit der Kostenlosigkeit vorbei ist, wenn sie ihren Rechner umrüsten, einen neuen PC kaufen etc.

MS hat das sehr schlau eingefädelt: Zuerst verteilen sie das Betriebssystem scheinbar kostenlos, um dann zu kassieren, wenn man das angeblich kostenlose Betriebssystem auf einem anderen/neuen PC weiternutzen möchte.
Mal sehen, ob die Leute das mitbekommen, dass sie bei Kauf eines neuen PCs eine neue Windows10-Lizenz mitbezahlen und mit der „kostenlosen“ Lizenz nichts mehr anfangen können.

Am ehesten werden noch die Anwender drauf stoßen, die sich einen PC ohne Betriebssystem kaufen/organisieren/zusammenstellen, um dann zu realisieren, dass sie ihr „kostenloses“ Windows10 darauf nicht installieren können.

Noch schriller sollte es eigentlich werden, wenn die Leute dann, nach Kauf eines PC ohne Betriebssystem, und gescheiterter Windows10-Installation, ihre alte Windows7 Lizenz hervorkramen und installieren wollen, und feststellen, dass Windows7 auf den dann neuen Prozessoren gar nicht mehr läuft.

Aber wie gesagt: MS hat das sehr schlau eingefädelt, und so wird es ihnen womöglich gelingen, die Menschen über den Tisch zu ziehen, ohne dass diese es merken.

Mir sind diese Dinge vor ca. 1/2 Jahr aufgefallen, anhand von ein paar Verlautbarungen der Microsoft-Oberen, und auch wie ich vergeblich versuchte meine „kostenlose“ Windows10-Lizenz auf einem anderen PC zu nutzen, und die Antworten des MS-Service darauf, warum das nicht geht, mir sehr zu denken gaben.
Als Konsequenz habe ich dann, nach 25 Jahren, Windows für immer von meinen PCs verbannt.

Es grüßt,
das Smamap

Die Qual der Wahl

Wer meine Beiträge mitliest, hat mitbekommen, dass ich von einem (lang lang ists her) begeisterten Windows-Nutzer, zu einem NICHT-Windows-Nutzer mutiert bin. Ich sage bewußt nicht „Windows-Gegner“, denn Windows als System kann nichts dafür, was Microsoft so veranstaltet.

Gestern habe ich einen Artikel gelesen, den ich jetzt leider nicht mehr gefunden habe, in dem wurde angekündigt, dass die mobilen Systeme, also Android und iOS, planen, PC-fähig zu werden.

Und das deshalb auch aus dieser Schiene eine Konkurrenz zu Windows entstehen wird.

Ich versteige mich zu der Behauptung, dass das Ende von Windows besiegelt ist.
Das wurde mir durch jenen Artikel erstmals so richtig klar. Da hieß es nämlich, dass es wesentlich einfacher sei, ein mobiles System wie Android PC-fähig zu machen, als einen PC mit seinem wuchtigen Windows mobil zu machen.

Und die Herrschaften in Redmond wissen das ganz genau. Und so machen sie das, was sie im Moment versuchen. Nämlich alles Mögliche, um die Nutzer auf Windows10 zu bekommen, und sie damit noch möglichst lange an Windows zu binden. Gleichzeitig werden soviele Daten als möglich abgezapft, um auch künfitg die Nutzer, wenn schon nicht mehr an Windows, so doch an Microsoft zu binden.

Mir wurde gestern auch klar (und ich frage mich, warum nicht schon früher), dass es schon lange ein großes Gegengewicht zu Windows gibt. Nämlich eben jenes Android-Betriebssystem.
Dieses hat sich relativ still und unbeeinflusst auf mobilen Systemen entwickelt. Also auf Systemen, auf die Microsoft sehr lange fast keinen Zugriff hatte, weil verschlafen.

Die meisten Nutzer sehen in Android immer noch etwas, was lediglich dazu da ist, dass ein Smartphone oder Tablet läuft, und das tut, was es soll.
Und leise, still und heimlich, ist es dabei zu etwas geworden, was mittlerweile alles das kann, was auch Windows kann. Mit einer Ausnahme: Es ist nicht multitasking-fähig. Nun, das braucht es auch nicht zu sein, denke ich. Denn der Mensch kann maximal 2 Sachen wirklich gleichzeitig machen (das bestätigt einem jeder Biologe). Android geht (bisher) den Weg, dass man eine Aufgabe (z.B. einen Chat durchführt) zur Seite legt, und etwas anderes macht (z.B. ein Telefonat). Wenn man fertig ist, holt man sich die erste Aufgabe wieder hervor, und macht weiter. Passt doch genauso.
Für den normalen Nutzer reicht das vollständig. Insofern spielt auch keine Rolle, dass es natürlich schon noch andere Sachen gibt, die Windows oder z.B. Linux können, was Android nicht kann. Aber der normale Nutzer braucht derlei ohnehin nicht.

Und so haben wir heute nicht nur Windows und Linux, sondern auch Android und iOS.

Es wird auch in Zukunft bestimmte Anwendungsgebiete geben, wo einzelne Systeme zu bevorzugen sind. So wird etwa der Gamer-PC (soweit voraussehbar) immer Windows installiert haben.

Aber was uns alle angeht, und damit meine ich den 0815-User, der wird in Zukunft, so meine Meinung, die Wahl haben. Und da wird so ein großer Klotz wie Windows es zunehmend schwer haben gegen so schlanke und elegante Systeme aus dem mobilen Bereich.

Das geht schon los, wenn man betrachtet, was die einzelnen Systeme so brauchen: Mein Smartphone, das ich bisher hatte, hatte 16 GB Speicherkapazität, und darauf läuft alles, was ich brauchte. Auf einem PC wäre überhaupt nicht daran zu denken, ein Windows zu installieren.

Ich behaupte eine Prognose (ohne belegen zu können, ob das auch so sein wird):
In 10 Jahren gibt es fast keine PCs mehr. Windows ist auf dem Weg zum Nischenprodukt. Microsoft konzentriert sich auf Cloud-Produkte. Marktführer im IT-Bereich ist Google (einerseits mit Android, andererseits mit seinen diversen Datendiensten). Der Hardwarebereich wird im Massenmarkt bestimmt von mobilen Systemen (man könnte sich vorstellen, da wäre ein Tablet (nicht allzugroß), und aufgerollte 15″-Displays und ebensolche Tastaturen, die per Funk mit dem Tablet kommunizieren).

DANN hätte quasi Google den MS-Konzern abgelöst. Ob damit dann etwas besser geworden ist, ist eine völlig andere Frage. Denn Probleme wie Selbstbestimmtheit, Datensicherheit und Monopolstellung, werden uns in einem solchen Szenario weiter begleiten.

Man kann sich nur wünschen, dass ein gleichgewichtiger Gegenspieler mitmischt bzw. die Gesetzgeber beizeiten die Dinge maßregeln. Aber daran glaube ich eher nicht.

Sei es, wie es wolle, im Endeffekt bestimmen WIR ALLE, wie es sein wird, indem wir kritisch unsere Wahl treffen.

Es grüßt,
das Smamap

„Besser als Windows“

Die aktuelle Ausgabe 06/2016 der Computer-Zeitschrift CHIP beschäftigt sich unter o.g. Überschrift mit der Ubuntu-Version 16.04 als Alternative zu Windows10

CHIP schreibt dazu:
„Microsoft feierte Ende März 270 Millionen Windows-10-Installationen. Das Fest fiel aber nicht besonders rauschend aus. MS gab ursprünglich eine Milliarde Installationen als Ziel an …….. und gibt alle Regeln der Zurückhaltung auf ….. mit nervigen Aufforderungen versucht man die Nutzer von W7/8 zum Upgrade auf das neue System zu bewegen. Egal wie man zum Begriff Zwangs-Update steht ….. wer nicht aufpasst, hat Windows10 …… über Nacht, mit dem nächsen Update. Die Installation müssen Nutzer zwar explizit bestätigen, aber hier nimmt MS wohl wissend in Kauf, dass viele Anwender Installationshinweise nicht so genau lesen. So häufen sich bei CHIP Anfragen von Lesern, die gar kein Windows10 wollten. Darüber hinaus beklagen sie sich über …. einen kaum nachvollziehbaren Datenhunger, die autom. Cloud-Anbindung uvm.“

Sinnigerweise habe ich heute einen Artikel gelesen, in dem berichtet wurde, dass MS den Preis für das Betriebssystem genannt hat, ab dem Windows10 zu erhalten sein wird, sobald die kostenlose Upgrade-Möglichkeit Ende Juni ausläuft. Dieser wird bei 119 Dollar liegen.

Gut getimed, finde ich. Nochmal schnell in die Runde geworfen, dass W10 dann Geld kosten wird, und das nicht wenig, um noch möglichst viele Nutzer zu einem Upgrade zu animieren. Der Wink mit dem Zaunpfahl. Das Stichwort „Zwangs-Update“ ist in aller Munde.
DAVON, dass ein nun noch schnell durchgeführtes Upgrade von Windows7 auf Windows10 jetzt noch kostenlos ist, aber dann, wenn man sich mal einen neuen PC kauft, damit nichts mehr anzufangen ist, davon war natürlich nicht die Rede.

Da werden so einige Nutzer noch ihr blaues Wunder erleben, wenn sie plötzlich feststellen, dass die Windows10 Lizenz auf DEN PC beschränkt ist, auf dem das kostenlose Upgrade durchgeführt wurde.

Und wenn denn einer meint er besitzt die Fähigkeiten sich dem Ganzen zu entziehen und nutzt seine Windows7 Lizenz weiter, der wird DANN, wenn er sich (sagen wir) in 1-2 Jahren einen neuen PC kauft, überrascht feststellen, dass seine Windows7-Lizenz auf der neuen CPU-Generation nicht mehr läuft.

Microsoft ist nämlich nicht doof (auch wenn die Scherzbezeichnung „Windoof“ das nahelegt), und hat im Hintergrund schon alle möglichen Weichenstellungen getroffen, damit möglichst viele Nutzer, ob sie wollen oder nicht, auf Windows10 umsteigen müssen.

Diejenigen, die sich gut genug auskennen, können das noch bis 2020 hinauszögern, wenn sie noch alte Hardware zur Verfügung haben, und darauf Windows7 oder 8 am Laufen haben. DANN wird es soweit sein, dass MS den Support für diese Betriebssysteme einstellt.
Wer dann noch Windows nutzen will, der wird spätestens dann keine andere Alternative mehr haben, als auf Windows10 umzusteigen.

Wer dem allen aus dem Weg gehen will, der hat die Möglichkeit ein anderes Betriebssystem zu nutzen. Z.B. also das Linux, welches CHIP vorschlägt. Wie sagen die Autoren so schön ….. „Mit fragwürdigen Methoden schiebt MS Nutzern das neue Windows10 unter ….. probieren Sie doch mal Ubuntu als ebenbürtige Alternative“.
Das tolle daran, finde ich, ist, dass man sich dieses Ubuntu mal eben runterladen und auf eine DVD brennen kann, um es dann von dieser DVD zu starten, OHNE das Windows auf dem PC zu verändern. Wer also mal testen will ….. nur zu. Wer dann sagt: Nö, will ich nicht ….. der startet seinen PC danach wieder ganz normal, und alles ist wie vorher.

Auch wenn es rein spekulativ ist (noch), so mutmaße ich jetzt einfach mal, dass MS sich mit seinen „fragwürdigen Methoden“ ein Eigentor geschossen hat, und Linux damit einen Boom bescheren wird. Spätestens dann, wenn den Leuten ein Licht aufgeht.

Es grüßt,
das Smamap

Linux – das bessere Windows?

Bei der Leerung meiner letzten Umzugskartons bin ich auf das Buch „Nickles Linux Report“ aus dem Jahr 2007 gestoßen.

Und habe heute zu lesen angefangen.

Einmal um so einige grundlegende Dinge für mich zu erarbeiten (Manches ist echt wissenswert), und zum anderen, um zu sehen, was sich innerhalb von fast 10 Jahren getan hat.

Und es hat sich so einiges getan: Vieles von dem, was vor knapp 10 Jahren noch Hürden waren, ist heute fast vollständig beseitigt. Frei nach dem Motto „DVD einlegen, installieren und gut is“.

Mancher Hintergrund ist gleichfalls sehr interessant.
So steht da z.B. auf Seite 23 (ich hoffe der Verlag sieht mir dieses Zitat nach):“Open Source ist viel mehr als kostenlos! Es gab vor langer Zeit mal eine kleine Softwareklitsche, deren Boss eine saucoole Idee hatte. Er hat alles, was er gemacht hat, einfach verschenkt. Und zwar raffiniert verschenkt!
Es gab weltweit viele PC-Anbieter, die ihre Rechner einfach mit Raubkopien des „Verschenkers“ bespielt haben, große Office-Softwarepakete gratis zum Lieferumfang beipackten. Der wusste das genau, hat aber beide Augen zugedrückt. Aus einem simplen Grund: damit sich die Menschen an seine Software gewöhnen.
Und als genug Menschen verseucht waren, alle Konkurrenten, die nix verschenkt haben, pleite waren, da her er mit dem Hammer auf „Raubkopierer“ draufgehauen und seine Geldmaschine angeworfen. Eine Textverarbeitung wie „Microsoft Word“ oder ein Betriebssystem wie „Microsoft Windows“ kostet heute richtig fett Kohle.
Wer Menschen an was gewöhnt hat, der hat sie unter Kontrolle. Denn er allein entscheidet, wann er schenkt, und wann er dann kassiert. Etwas, das heute kostenlos ist, kann morgen also schon elend teuer sein!
Open Source ist Zeugs, das nicht nur kostenlos ist, sonder VOLLSTÄNDIG bis ins letzte Detail offen gelegt und frei verfügbar. Jeder Mensch darf damit fast alles machen, was er will, es nach Belieben verändern. Aber alles, was jemand an Open Source verändert, muss weiterhin als Open Source weitergegeben werden. So was wie erst verschenken, dann Hahn abdrehen und kassieren, funktioniert da nicht.
Und genau das ist die Idee von Linux.“

Das, was dem Bill Gates da als „Geschäftidee“ eingefallen war, war schon genial. Das muss man ihm lassen.
Aber es gibt eben immer 2 Seiten einer Medaille. Die andere Seite ist die, dass man einer solchen „Geschäftsidee“ auf Gedeih und Verderb ausgeliefert ist, wenn man mit dieser Idee marktbeherrschend geworden ist.

Man kann froh sein, dass es heute noch eine Konkurrenten gibt, namens „Linux“, der eine wirkliche Alternative bietet.

Nun ist selbstverständlich auch bei Linux nicht alles „Gold, was glänzt“. Da gibt’s so einige Entwicklungen, die nicht wirklich „das Gelbe vom Ei“ sind. Linux hat v.a. damit zu kämpfen, dass es von Unix abstammt, und immer noch das Bild im Hintergrund hat, eines Betriebssystems, das unheimlich schwierig in der Handhabung ist.

Früher war das auch bei Microsoft nicht anders. Es gab nur MS-DOS, also nur die Möglichkeit auf dem Bildschirm unverständliche Kommandozeilen einzugeben, die der Rest der Bevölkerung nicht verstand. Vereinfacht gesagt, war UNIX nichts anderes. Auch dort unverständliche Kommandos auf dem Bildschirm
Ich habe zu dieser Zeit mit der Computerei beruflich angefangen, und war stolz darauf, was ich mit meinen MS-DOS-Kenntnissen alles bewirken konnte.

Und dann kam Microsoft mit Windows. Und endlich konnte jeder Dateien kopieren, ohne Kommandozeilen kennen zu müssen.

MS hatte den Vorteil, früher dran zu sein (it’s the early bird, that catches the worm).

Und dann hatte der gute Bill noch o.g. „Geschäftsidee“. Und diesen Vorsprung hat Linux bis heute nicht aufgeholt.

Die Linux-Leute haben sich dann noch das eine oder andere Eigentor geschossen, was die Sache nicht grade erleichtert hat.

Einen Vorteil hatte der Vorsprung von MS aber dann doch: Linux konnte aus den Fehlern von MS lernen, und setzte auf ein Konzept, das z.B. dazu führte, dass Viren für Linux nahezu keine Thema sind.

Und heute würde ich meinen, ist Gleichstand erreicht. In beiden Welten ist eine anspruchsvolle graphische Benutzeroberfläche vorhanden, für den OttoNormalverbraucher. Den einzigen Vorteil, den MS noch hat, ist der, dass der Hersteller, eben wegen der o.g. „Geschäftsidee“ immer noch sehr viel Macht im Markt hat. Teilweise durch sehr langjährige Verträge.
Bestes Beispiel sind die Geldautomaten der Banken. Bis vor Kurzem liefen diese zu 95% mit Windows XP. MS hatte es verstanden, die Hersteller mit weiterem Support zu binden, als XP offiziell eingestellt wurde. Das Ende vom Lied war, dass die Automatenhersteller nach und nach auf Windows 10 umsteigen werden, und somit dieser Markt für MS weiterhin ein riesen Geschäft ist. Welches Betriebssystem letztlich auf den Automaten läuft wäre grundsätzlich egal, aber wer einmal den Fuß in den Tür hat, wird versuchen, ihn auch dort zu behalten.

Was die meisten nicht wissen, ist, dass nahezu jeder jeden Tag mit Linux arbeitet. Denn (fast) alle Server im Internet basieren auf Linux. Man sieht daran, dass das System das hinter der graphischen Oberfläche läuft, nicht so sehr von Bedeutung ist. Hauptsache der Anwender kann klicken, und der Klick führt genau den Befehl aus, der im Hintergrund ausgeführt werden muss.

Was lehrt uns das alles?
Vielleicht das Eine, nämlich dass das, was am Markt vorherrscht nicht unbedingt das ist, was besser ist.

Es gibt genügend Beispiele aus der Vergangenheit, wo Geld darüber entschied, was sich zunächst durchsetzte.

Es grüßt,
das Smamap

 

Schmunzeln ist gesund

Vorhin lese ich, dass Microsoft beim letzten Update/Patch-Day ein Zwangsupdate für Windows7 und Windows8.1 veröffentlicht hat, das im Internet-Explorer, also im Browser aus dem eigenen Haus, Werbungen einblendet, wonach die Nutzer auf Windows10 updaten sollten.

„Zwangsupdate“ deswegen, weil es nicht möglich ist, diese Werbungen/Einblendungen abzustellen, dadurch, dass der entsprechende Patch gar nicht erst installiert wird (passiert scheinbar im Hintergrund automatisch).

Es gibt dazu im Netz so etliche Stellungnahmen, in denen einem eindeutigen Mißfallen zu solchen Praktiken Ausdruck verliehen wird.

Offenbar wolle man die Anwender so viel als möglich bedrängen, ihre bisherigen Windows-Versionen in den Bach zu werfen.

Eine Äußerung fand ich bemerkenswert:

„Ich habe wegen dieser S****ße jetzt sieben Computer auf Linux umgestellt.“

Nun – auch ich konnte mir ein Schmunzeln nicht verkneifen. Winzigweich macht die gleichen Fehler immer wieder, und unternimmt scheinbar alles, um die Anwender mehr oder weniger mit Gewalt auf Windows10 zu bringen, und so die vorherigen Versionen so schnell als möglich abzuschaffen.

Sicher alles eine Frage der Kosten. Wo da der Anwender bleibt, scheint zweitrangig.

Und genau deswegen, weil ich das nicht mehr mitmachen wollte, bin ich vor wenigen Monaten ebenfalls auf Linux umgestiegen. Ein Schritt, den ich schon viel früher hätte machen sollen.

Und MS macht eifrig weiter, wie bisher. Schon bei Windows8 hat man den Fehler gemacht, dem Anwender zwangsweise etwas vor zu setzen.
Eigentlich hätte man denken sollen, dass man aus den damaligen Fehlern gelernt hat.

Nun bin ich weit davon entfernt, den Leuten etwas aufschwatzen zu wollen.
Ich berichte von meinen Erfahrungen.
Und ich denke, die Anwender sollten ein Betriebssystem unterstützen, das sich auf Augenhöhe mit Windows befindet, und so eine Bewegung unterstützen, die den Anwendern die freie Wahl lässt, um sich nicht irgendwann zu wundern, dass ein Hersteller den Markt mit seiner finanziellen Macht dominiert, und alle anderen zerdrückt hat. Denn damit müsste man als Anwender dann DAS bedingungslos akzeptieren, was einem vorgesetzt wird.

Ähnliches war seinerzeit auch auf dem Markt der Videorekorder geschehen. Das damals vorherrschende VHS-System wurde mit einer solchen Marktmacht durchgesetzt, dass das technisch überlegende Video-2000-System keine Chance hatte.
Heutzutage weiß fast schon niemand mehr, dass es neben VHS überhaupt noch etwas anderes gab.

Es grüßt,
das Smamap