11082

Auch wenn ich aktuell nach und nach auf Linux (=Ubuntu) umsteige, so sehe ich doch immer noch bei Windows nach, was es so Neues gibt. Rein aus „beruflicher“ Neugierde. Und auch zwangsweise, weil es doch noch 2-3 Sachen gibt, die nur unter Windows laufen (zumindest bis ich mich ernsthaft damit beschäftigt habe, auch das auf Ubuntu umzuziehen).

Und so hatte ich heute mal wieder das Vergnügen, den aktuellen Windows10 Build 11082 zu installieren.

Nun gut, vor den Erfolg haben die Windows-Götter aus Redmond nach wie vor einige Durchläufe gesetzt, was da heißt „vorbereiten“, „konfigurieren“ etc.

Letztlich dauerte das Ganze wieder etwa 1 1/2 Stunden mit allem drum und dran. Ich nutzte die Zeit zwischenzeitlich für Hausputz, Kochen und Bürokram. Hatte ich so erwartet, war aber heute kein Problem, nachdem hier ohnehin Feiertag ist.

Und wie heißt es so schön: Kaum wartet man 1 1/2 Stunden SCHON ist es fertig.

Bevor ich das Update heute startete hatte ich erlesen, dass es den Build schon seit 3 Wochen gibt, was mich mit der Frage konfrontierte, warum dann bisherige Windows-Besuche meinerseits nicht dazu geführt hatten, dass mir dieser neue Build dann auch zur Verfügung stand.
Und so stieß ich darauf, dass Microsoft offenbar neue Builds nicht zum Download anbietet, wenn man die „Frechheit“ besessen hatte, per Tool sämtliche Optionen in Windows10 abzuschalten, die Daten „nach Hause“ schicken, sprich der Datenspionage seitens Winzigweich einen Riegel vorzuschieben.

Wieder mal so ein Punkt, wo ich sagen muss, dass MS so Manches tut, um die Leute zu verprellen. Dazu passt auch DIESER Artikel, wonach der Marktanteil von Windows10 doch einigermaßen zu wünschen übrig lässt, und weit hinter Windows7 zurückliegt, und bei manchen Marktbeobachtern sogar noch hinter Windows8 und WindowsXP. Mehr noch, die Zunahme des Marktanteils von W10 habe sich seit August verlangsamt, und das trotz Weihnachtsgeschäft.

Kein Wunder, so meine ich, bei der Art und Weise, wie Winzigweich mit den Anwendern umgeht. Neben all dem, worüber ich hier schon berichtet habe, ist es jetzt auch so, dass die Tester (=Insider), aus dem Boot gedrängt werden, wenn sie dazu übergehen, substantiell etwas gegen das „Sendungsbewusstsein“ von Windows10 zu unternehmen.
Die Zusage man dürfe W10 weiter benutzen, wenn man weiterhin eifrig teste, gilt dann plötzlich nicht mehr. OK, weiter benutzen darf man es zwar schon, aber ohne dass man weitere Programmneuerungen/Updates erhält. Aber darauf kann ich verzichten, denn was soll weiteres Testen für einen Sinn machen, ohne aktuelles Programm? Es sei denn, man sagt Ja und Amen, zu allem was Microsoft fordert.

Der Hauptgrund für das W10 auf meinem PC, ist und war der, dass ich mit dazu beitragen wollte, dass dieses eigentlich sehr gut geratene Betriebssystem ein Erfolg wird. Wenn Winzigweich aber sagt … „nur zu unseren Bedingungen“….. dann lehne ich dankend ab, denn ich möchte schon noch selbst entscheiden, was ich will, und was nicht.

W10 wird sicher an Marktanteil zulegen, nicht zuletzt durch sehr aggressive Marktstrategien (z.B. die, dass Windows7-Nutzer zuerst penetrant zum Update aufgefordert werden, und wenn sie das nicht tun, dann irgendwann das neue Betriebssystem einfach installiert bekommen, das im Hintergrund, ohne Wissen des Anwenders, schon längst heruntergeladen wurde; die Installation erfolgt dann natürlich so, dass angeblich inkompatible Programm gleich deinstalliert werden). Spätestens dann aber steigen die Marktanteile, wenn 2020 der Support für Windows7 ausläuft. Bis dahin werden aber wohl so einige Anwender sich anders orientiert haben. Es wird interessant sein, zu sehen, wieviele Anwender dann trotzdem bei Windows7 bleiben werden – entsprechend der Tatsache, dass WindowsXP heute immer noch einen Marktanteil von über 10% hat.

Ich, für meinen Teil, werde in absehbarer Zeit aus dem Insider-Programm aussteigen, ein W10 über das Windows7, das ich noch hier liegen habe, installieren, für ev. Dinge, die unter Linux nicht gehen, und das war’s dann.

Es grüßt,
das Smamap

 

Wer anderen eine Grube gräbt …

Langsam aber sicher spricht es sich durch ….

HIER NACHZULESEN

…. dass Microsoft da einige Dinge treibt, die nicht so das Gelbe vom Ei sind.

Ev. glauben da ja maßgebliche Leute, dass man sich als Konzern, der groß und mächtig ist, alles Mögliche erlauben kann.

Man stelle sich vor: Ein Windows7-Anwender, der in einem älteren Rechner noch eine relativ kleine Festplatte hat (sagen wir mal 80 GB), und bisher platzmäßig wunderbar zurecht kommt, mit dem, was er so macht, erhält, ohne sein Wissen, einen Download der Windows10-Installationsdateien auf seinen Rechner gespeichert, und hat plötzlich das Problem, dass seine Festplatte voll ist.

Es gibt so Einige, die dazu sagen „wer hat denn heute noch so eine kleine Festplatte“? Denen muss man sagen … da gibt es Einige.

Nochmal: Er erhält das ungefragt.

Und nicht nur das: Winzigweich hat vor, das Ganze als wichtigen Update zu bezeichnen, so dass es bei Vielen dann automatisch installiert wird ….. und schwupp haben all diejenigen, bei denen das standardmäßig so eingestellt ist (was bei den Meisten der Fall sein dürfte), Windows10 auf dem PC.
Ob alles anstandslos läuft, stellt sich dann raus, und mehr noch, MS deaktiviert/deinstalliert, nach heutigem Stand, Programme, die von MS als inkompatibel eingestuft sind (nach welchen Kriterien auch immer das geschieht).
Wie gesagt, alles ungefragt.

Wie ich schon öfter anmerkte: Winzigweich hat ein gutes Betriebssystem geliefert. Aber so nach und nach scheinen sie dabei zu sein, alles wieder kaputt zu machen.

Ich habe Vorsorge getroffen: Zwar habe ich Windows10 schon am Laufen, und bin sehr zufrieden damit. Aber ich habe jetzt parallel dazu Ubuntu installiert (=Linux), und wenn da noch so ein paar weitere Dinge von MS kommen, dann ist die W10-Partition ganz schnell geplättet.

Wen es interessiert …. ich werde in einem weiteren Beitrag davon berichten, wie es mir erging bei der Ubuntu-Installation.

Schönes We
Es grüßt,
das Smamap

 

Die Kiste

Gestern konnte ich sie das erst Mal antesten: Die Kiste.

Keine Seifenkiste, auch keine Obstkiste, nein meinen neuen alten PC.

Hatte mir die Kiste gebraucht besorgt, recht günstig, weil ich für das jetzt unmittelbar anstehende Windows10 noch einen extra Rechner brauchte, um darauf das neue OS ganz separat laufen zu lassen.

Ich wollte einen PC, der alt genug war, um günstig zu sein, aber neu genug, damit Windows10 darauf laufen würde.

Und dann kam ER …..
2015-07-09 11.55.21
…. und ich war ziemlich überrascht.

Hatte ihn mir über die eBay-Kleinanzeigen beschafft. Dort war er für kleines Geld zu haben.

Wie mir der Paketfahrer das Paket übergab, da ging ich erstmal in die Knie. Hatten die Ziegelsteine mit verpackt :)))   ???
Und das Paket war, im Vergleich zum Bild, das ich gesehen hatte, auch relativ groß.
Also flugs ausgepackt, und dann hielt ich ihn in Händen. Na ja, von halten konnte keine Rede sein, denn er war tatsächlich SO schwer. Noch einer jener PCs, die ein massives Gehäuse hatten. Eine sprichwörtliche Workstation eben. Ich hab schon ewig keinen so schweren PC mehr in Händen gehabt. Und ich hatte EINIGE PCs in meinem Leben zu tragen.

Massiv, schwer, gut gebaut (DER PC !!!!!), nahezu unkaputtbar. Nicht einer jener PCs, deren hervorstechendes Merkmal heutzutage „Plastik“ ist.

Zuerst musste ich ihn ins Eck stellen, weil sich herausstellte, dass die Grafikkarte eines DVI-Adapters bedurfte, den ich nicht hatte, und so musste ich paar Tage warten, bis ich selbigen ergattert hatte.

Gestern war es dann also soweit – und was soll ich sagen …… ER LÄUFT !!!!!!

Ich bin dem Menschen, der mir diesen PC zukommen ließ, dankbar. Ein echt guter PC. Da war nix mit „schnell ein paar Mäuse machen“ und das letzte Gerät hinten aus der Ecke „verscherbelt“, ohne so recht zu wissen, ob das Ding überhaupt noch dauerhaft läuft.

Kurz Windows7 installiert …. na ja, KURZ kann man da eher nicht sagen. Nachdem die 250 Updates aus dem Netz gezogen und installiert waren, hatte ich den Rechner einen Tag später, also heute, auch schon betriebsbereit.
Wie heißt es so schön: Kaum wartet man 5 Std., schon ist alles fertig :))))))))))))))))))))))))))))))))))))))

Nachdem jetzt alles passt, werde ich „die Kiste“ nachher in den Abstellraum tragen, bis es dann soweit ist, und Windows10 verfügbar sein wird. Sind ja nur noch knapp 3 Wochen.
Ich freu mich schon! Ja, auch auf die Endversion von Windows10 ….. nein, ich meinte eig. das „tragen“ der Kiste in den Abstellraum.
So spart man sich nämlich das Fitness-Center.

Es grüßt,
das Smamap

Windows 10 oder das Gesetz der Serie

Zur Zeit beschäftige ich mich u.a. mit Windows 10 (Preview, sprich Testversion).

Das neue Betriebssystem wird in etwas mehr als einem Monat veröffentlicht.
Es macht Spaß dieses neue Betriebssystem zu erkunden.
Wirklich !!!!!

Mein erster PC war damals, etwa 1985 (wenn ich mich recht erinnere), ein Schneider mit 2 Stück 5,25″ Diskettenlaufwerken. Das Betriebssystem war wohl MS-DOS 2.xx und die ersten Anfänge einer grafischen Benutzeroberfläche, deren Name mir im Moment nicht so recht einfallen will, waren auch vorhanden. Von Festplatten war damals noch kaum die Rede, zumal unerschwinglich. Meine erste Festplatte sollte 1-2 Jahre später eine große ISA-Karte sein, auf der eine Festplatte aufgebracht war. Wenn ich mich recht erinnere, hatte die eine Kapazität von 5 MB (wohl gemerkt MEGABYTE, und NICHT Gigabyte)

Und schon damals war ich begierig darauf, zu erkunden, was mit so einem PC alles möglich wäre.

Und genau das Gleiche treibt mich auch heute.

Nur heute sind die Möglichkeiten natürlich nahezu unbegrenzt, auch zumal preislich erschwinglich.
Und nicht zuletzt auch wegen eines Systems namens „Internet“. Das Wort gab es damals noch nicht einmal.

Auch damals war auf nahezu allen PCs ein Microsoft-Betriebssystem am Laufen.
Der grundlegende Unterschied zu heute, ist, meines Erachtens, der, dass damals die Möglichkeit bestand, dass auch andere Hersteller Betriebssysteme auf den Markt bringen konnten, um den Markt für sich zu überzeugen.
Und dann kamen die ersten Ansätze zur Schaffung eines Monopols.
Microsoft, hervorgegangen aus einer Garage, versuchte PCs für den Privatmann ausschließlich mit seinem MS-DOS auszustatten.

Das Ende der Fahnenstange ist heute, dass Winzigweich den Markt beherrscht, und dies auf eine Weise tut, die keine Konkurrenz zulässt.

Das Problem: Winzigweich versucht maximalen Erfolg und maximalen Marktanteil zu erreichen, was ja an sich noch nichts Schlimmes wäre, aber eben unter Ausnutzung einer ohnehin schon marktbeherrschenden Stellung.
Und so entstehen solche Stilblüten, wie ein Betriebssystem namens „Vista“ oder auch „Windows8“, die dazu geeignet sein sollten, einen Standard durchzusetzen, wie MS ihn sich vorstellt.

Nur leider hatte MS etwas übersehen: Den Anwender.
Der streikte nämlich, und sagte: Ich lass mich doch nicht zu etwas zwingen, was ich nicht möchte; lass mich doch nicht vor vollendete Tatsachen stellen, frei nach dem Motto „friss Vogel oder stirb“.

Paradebeispiel war Windows8. Da wurde das Startmenü abgeschafft, das alle so mochten. Es wurden Kacheln eingeführt, ohne Alternative (nebenbei gesagt, ich fühlte mich zurückversetzt in die Anfänge der grafischen Benutzeroberfläche; Eleganz sieht für mich anders aus).

Und so kehrten viele von Anfang an dem OS (Operating System) den Rücken.

Doch MS scheint gelernt zu haben. Es scheint man hat dort in Redmond auf den Anwender gehört. Man hat der Anwenderschaft, die zum Großteil mit Windows7 unterwegs ist, nicht das weggenommen, was die Meisten haben wollen. Man hat Neues eingeführt und Bewährtes behalten.

Der Anwender fühlt sich erhört.

Und auch das Gesetz der Serie spricht für W10: XP war hui, Vista pfui, W7 wieder hui, W8 pfui. Also sollte W10 passen.

Bleibt abzuwarten, ob Winzigweich beim Anwender bleibt.

Mich überzeugt das neue OS, und es macht Spaß. Ich möchte das an dieser Stelle ausdrücklich nochmal betonen !!!

Was mich etwas verhalten macht, ist die Tatsache, dass MS am 29.07.2015 ein OS veröffentlicht, das in manchen Teilen noch nicht fertig ist (MS tut ja auch offiziell kund, was noch nicht fertig sein wird).
Und was mich zudem verhalten macht, ist die Tatsache, dass viele Anwender, die noch mit sehr alten PCs unterwegs sind, W10 nicht nutzen können, und sich neue Hardware kaufen müssten (Stichwort: NX).

Ev. sehe ich das ja zu eng, weil manchmal ist halt das Abschneiden alter Zöpfe notwendig. Andererseits kann es aber auch nicht so sein, dass ein Monopolist vorschreibt, wer an der Datenwelt teilnehmen darf und wer nicht. Und es ist halt nun einmal so, dass viele auf der Welt nicht unseren Wohlstand haben, und auch bei uns gibt es so Manche, die nicht eben mal 400 € auf den Tisch legen können.
Und da wären wir dann nämlich wieder beim alten Problem: Friss Vogel oder stirb.

Es scheint mir als hätte MS da noch nicht vollständig seine Hausaufgaben gemacht.
Ich bin grade dabei meine zu machen, und das heißt, nachdem ich noch 2 alte Rechner hab, auf denen W10 nicht laufen wird, bekommt der eine W7 und der andere ein Linux (z.B. Ubuntu). Und wenn W7 in 2020 ausläuft und erstgenannter PC dann immer noch läuft, dann wird da AUCH Linux draufkommen. Denn warum sollte ich 2 PCs wegwerfen, die für Standardaufgaben noch durchaus geeignet sind ???

Es gibt jetzt somit 2 Möglichkeiten (so wie ich sie sehe): Entweder MS bietet eine Möglichkeit. so dass auch alte Kisten noch mit W10 laufen oder die Winzigweicher warten darauf, dass die alten Kisten der Tod ereilt. Was dann über kurz oder lang auf für deren Besitzer gilt (tschigalung).
Was dann aber noch üüüüberhaupt nix darüber aussagt, was all diejenigen auf der Welt machen sollen, die alte Kisten nutzen MÜSSEN, weil das Geld für was Neueres einfach nicht da ist.

Nochmal: Windows10 finde ich, bis jetzt, gut gelungen. Und ich werde es auch nutzen, zumal ich zum Kreis derjenigen gehöre, die es kostenlos erhalten können (da könnte man jetzt auch trefflich davon berichten, was ich seit 1985 an Geld ausgegeben habe für Betriebssysteme von Microsoft, also für Windows95, W98, W-ME, W-XP und W7, und weshalb es (gefühlt) einmal an der Zeit war, derlei auch kostenlos zu erhalten).
Wenn W10 also die Versprechungen (weiterhin) erfüllt, und ich es bis (geschätzt) 2030 nutze (wenn voraussichtlich dann der Support ausläuft), dann wird W10 das letzte Betriebssystem von MS sein, das ich verwenden werde. Ich werde dann, so Gott will, fast 70 Jahre alt sein, und es wird für mich dann keine Rolle mehr spielen, was Winzigweich macht oder will oder fordert. Das, was ich in der Datenwelt dann noch zu tun habe, wird wohl über ein Tablet oder Ähnliches laufen.
Darüber hinaus, werde ich wohl voraussichtlich anderes im Leben wichtig finden und genießen. Ob Alleine, das liegt nicht an mir.

Es grüßt,
das Smamap