Diskettenlaufwerk – was ist das ???

Zu meinem Beitrag über Windows95 gibt es noch einen Nachtrag …..

Um dieses alte Betriebssystem zu installieren, was ich vor habe, ist ein Diskettenlaufwerk Voraussetzung.

Warum?

Nun, früher, zumindest vor 20 Jahren, war es nicht üblich, dass man einen PC von einer CD starten konnte. Um also einen Rechner von Grund auf neu zu starten, und dabei die Dinge zu laden, die zur Installation eines Windows95 erforderlich waren (also z.B. Treiber für Maus und Tastatur bzw. für ein CD-Laufwerk (DVD-Laufwerke gab es damals noch gar nicht), wurde der PC von einer 3,5″-Diskette gestartet, die jeder Windows95-Installations-CD beilag.

Na ja … was soll ich sagen ….

Es braucht also ein Diskettenlaufwerk. In besagtem Alt-PC, den ich noch hier habe, gibt es aber kein Diskettenlaufwerk mehr. Vermutlich habe ich dieses mal ausgebaut, frei nach dem Motto „kein Mensch braucht sowas noch“.

Also muss die Installation von Win95 noch solange warten, bis ich in meinen Altbeständen noch ein solches Diskettenlaufwerk aufgetrieben habe.
Ich habe andernorts noch 3 Umzugskartons eingelagert, und bin frohen Mutes, dass sich dort noch ein solches Laufwerk finden könnte. Und auch ein entsprechendes Flachbandkabel, zum Anschluss des Diskettenlaufwerks.
Denn ein Flachbandkabel, wie eins für heute noch übliche Festplatten mit IDE-Anschluss ist dafür nicht verwendbar, weil – einfach gesagt – zu breit.
Na ja – und dann muss ich noch hoffen, dass das Netzteil im Rechner noch einen Stromanschluss für das Diskettenlaufwerk hat. Wenn ich mich recht erinnere, dann wurde das Netzteil mal getauscht, und bei neueren Netzteilen, hat man sich den Stecker für Diskettenlaufwerke mitunter gespart, weil sowas keiner mehr braucht.

Wenn alle Stricke reißen, gäbe es noch die Möglichkeit, sich im Netz das Ganze passend für einen USB-Stick runter zu laden, um dann den PC zur W95-Installation eben nicht von Diskette zu starten, sondern vom Stick.
DAS könnte aber wiederum daran scheitern, dass alte Kisten nicht von USB starten konnten.
Ich hätte nicht gedacht, dass es so aufwendig werden könnte, so ein Windows95 zum Laufen zu bringen.

Mal sehen ….. jedoch möchte ich unbedingt noch einmal ein Windows95 laufen sehen.

Wenn ich mich recht erinnere, gab es damals, also vor 20 Jahren, das Windows95 auch in Diskettenform zu erwerben. Das waren dann ca. 10 Disketten. Damit war man also sowas wie Disk-Jockey.
Da war dann das W95 auf CD schon so etwas wie eine Revolution (nur mal vom Speichermedium her gesehen).

Es grüßt,
das Smamap

 

Windows95 – was ist das ???

HIER kann man sich betrachten, wie Jugendliche der heutigen Generation auf dieses alte Betriebssystem reagieren (wer etwas Englisch kann, dem kann ich das nur empfehlen, sich das anzuschauen).

Ich bin mit diesem Betriebssystem aufgewachsen. Nun gut – eigentlich bin ich mit MS-DOS aufgewachsen. Win95 war das erste OS mit graphischer Benutzeroberfläche.
Die Inhalte sind für mich nach wie vor etwas Selbstverständliches. Es käme mir nie in den Sinn, dass man nicht wissen könnte, wie dieses OS und die zugehörige Hardware funktioniert.

Ich hab sogar noch einen PC aus dieser Zeit hier stehen, und auch ein Win95; und überlege mir grade, ob ich das nicht nochmal installieren sollte. Einfach um mal dieses damalige Gefühl nochmal nachzuvollziehen.

Wenn ich mir überlege, warum die heutige Jugend Vieles von dem nicht mehr kann/kennt, was damals war, dann erscheint mir das, nach etwas Nachdenken, durchaus plausibel.
Was ist HEUTE „normal“?

Normal ist, dass man auf dem Smartphone/Tablet eine Taste drückt, und das System ist verfügbar. Normal ist, dass die Teile oder ein PC/Notebook sofortigen Internet-Zugang haben, weil WLAN jederzeit verfügbar ist. Wenn es nicht WLAN ist, dann eben das Mobilfunk-Netz. Normal ist, dass Bildschirm und PC eine Einheit bilden; oft eben in Form eines Notebooks oder eines Tablets/Smartphones.

Was ein Modem ist, das wissen die Wenigsten (ich hab noch eins hier). Internet-Zugang per ISDN und Modem bzw. ISDN-Karte im PC, ist Steinzeit. Den Browser zu konfigurieren, so dass er per Zugangsdaten sich beim Provider einwählen konnte, ist etwas völlig Unbekanntes. Minuten-Preise für die Internet-Verbindung zu zahlen …. wo gab es denn SOWAS?

Oder gar ein PC ohne jegliches Internet – das wäre doch völlig unvorstellbar.

Und so geht es schon damit los, dass immer mehr Menschen es nicht mehr kennen, dass PC und Monitor getrennte Einheiten sind, die man eben auch getrennt einschalten muss.

Muss man das wissen, was früher war?

Eindeutige Antwort: NEIN.

Aber man kann es mal versuchen, nachzuvollziehen, was früher war, um ein Gefühl dafür zu bekommen, dass heutige Dinge nicht selbstverständlich sind, und wie lang der Weg war, um zu Prozeduren zu gelangen, die heute als selbstverständlich angesehen werden.
Und um auch ein Gefühl dafür zu bekommen, dass DAS, was HEUTE ist, von den Generationen geschaffen wurde, die vor einem waren.

Aber das gilt ja nicht nur für den IT-Bereich.

Es grüßt,
das Smamap