Wie alles begann ….

Auf einer kleinen Radtour heute kam ich auf meinem Weg, wie es der Teufel so will (dies ist im Zusammenhang mit dem Thema, ein unbeabsichtigtes Wortspiel), an insgesamt 5 Kirchen, von 5 verschiedenen Glaubensrichtungen, vorbei.

Dies erinnerte mich an jene Doku, von und mit Stephen Hawking, zu der Frage „Gibt es Gott?“, die vor ein paar Tagen wieder einmal ausgestrahlt wurde.

Unabhängig von SH, stellte sich mir während meiner Radtour die Frage, welche der Religionen denn nun die WAHRE Religion sei. Zumal mit diesen 5 Kirchen ja bei Weitem noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht wäre.

Die Zahl der Religionen auf unserem Globus ist wohl zahllos.

Jedoch eines ist sicher: Auf die Frage nach der wahren Religion, gibt es nur EINE Antwort, jedoch eine zweigeteilte: Entweder EINE der Religionen ist die einzig wahre oder aber gar keine Religion ist wahr. Wobei ich mich da auf jene Religionen beschränke, die jeweils unterschiedlichen Göttern huldigen (was immer noch viel genug Religionen übrig lässt).

Was mir zudem noch bemerkenswert erscheint, ist die Tatsache, dass jede der Religionen für sich in Anspruch nimmt, die einzig wahre Religion zu sein, ohne auch nur den mindesten Beleg dafür zu präsentieren. Dies heißt nichts anderes, als dass EINE der Religionen recht haben KÖNNTE, und ALLE ANDEREN falsch liegen. Und dies, obwohl alle für sich behaupten, die Wahrheit gepachtet zu haben.

Wie wahrscheinlich ist der Wahrheitsgehalt solcher Religionen?

Nun – in der heutigen Zeit der Verschwörungstheorien glauben viele Menschen alles Mögliche. Dennoch kann man wohl davon ausgehen, dass die meisten Menschen nur die Dinge als gegeben nehmen, die sie einigermaßen logisch nachvollziehen können.
Irgendwelche Behauptungen als wahr anzunehmen, die jemand in den Raum stellt, ohne einen nachvollziehbaren Beleg dafür zu liefern, das wird von den meisten Menschen abgelehnt.

Was also bringt die Menschen dennoch dazu, Religionen zu folgen?
Meine Meinung dazu ist, dass dies von Alters her im Menschen verankert ist. Er brauchte immer schon etwas, mit dem er sich Unerklärliches erklären konnte, um damit eine gewisse Sicherheit zu erlangen, also Ängste zu beseitigen, und sich damit in die Lage zu versetzen, zu überleben.
Und das Überleben war viele Jahrtausende das Hauptziel der Menschen. Man stelle sich nur vor, dass heutige Lebenserwartungen in den frühen Zeiten des Menschen, absolut utopisch waren.

SH bringt in seiner Doku jenes Beispiel der Wikinger, die eine Sonnenfinsternis damit erklärten, dass ein Wolf die Sonne auffraß, und sie diesen Wolf mit ihrem Geschrei, das sie dann anstimmten, vertreiben könnten. Und tatsächlich …. es funktionierte.

Ich behaupte: Solches „Wissen“ nennen wir heute „Religion“. Wir erklären uns damit Dinge, die wir uns nicht erklären können.

Man stelle sich nur vor, es würde sich plötzlich erweisen, dass es keinen Gott gibt, wie auch immer er, egal in welcher Religion, benannt ist.
Von jetzt auf sofort wären alle Religionen hinfällig. Jeder Glaube würde ad absurdum geführt.

Was wäre die Folge? Die Menschen hätten absolut nichts mehr, womit sie sich die Sicherheit verschaffen könnten, dass da etwas Höheres wäre, das über das Universum wacht.

Ich vermute, Angst und Ungewissheit würden um sich greifen, um nicht zu sagen „Chaos“. Die Menschen würden wieder in der Angst leben, morgen könnte etwas passieren, was sie nicht im Griff hätten, und ihrem Dasein ein Ende machen. Ohne Fortsetzung. SO aber hätte man seinen Glauben, inkl. Leben nach dem Tod.

Aber genau DAS könnte passieren, dass nämlich alle Religionen urplötzlich verschwinden.

An dieser Stelle kommt SH in´s Spiel. Die Wissenschaft ist heute auf einem Stand, auf dem sie belegen kann, dass die Möglichkeit besteht, dass es keinen Gott braucht, der das Universum erschafft. Nochmal: DIE MÖGLICHKEIT!

Ich maße mir jetzt nicht an, dies nachvollziehbar vermitteln zu können, wie dieser Beleg abzuleiten ist. Da braucht es mehr Hirn dazu,als ich in der Lage bin, zur Verfügung zu stellen.

Es gibt umfangreiches Material dazu, das einem Menschen, der dazu in der Lage ist, die Möglichkeit verschafft, sich in jene Sphären zu begeben, in denen es um Sub-atomare Bereiche geht, um Relativitätstheorie und um Quanten-Physik. Auf diesem Weg könnte er dann nachvollziehen, was die Wissenschaft heute zu belegen vermag.

Meine Sicht dazu:
Wie auch immer …. Menschen, die etwas nicht nachvollziehen können, verfallen in den Glauben. Viele Gläubige der Religionen sagen, dass diese Belege, die die Wissenschaft gefunden haben will, doch auch nichts anderes seien, als eine Art Glaube, da man doch keinen Beleg erkennen könne.

Selbst wenn man das, was die Wissenschaften als nachgewiesen belegen, einmal als Glaube annähme, so wäre das immer noch ein „Glaube“, der dieselbe Daseinsberechtigung hätte, wie jeder andere Glaube auch. Das Problem dabei: Die Religionen nehmen alle für sich in Anspruch, den einzig wahren Glauben zu vermitteln, und alle anderen Glauben seien abzulehnen.

Die Wissenschaft tut dies nicht. Sie zeigt, dass es möglich ist, dass das Universum entstand, ohne dass ein Gott dafür nötig war. Wer dennoch, für sich, einen Gott braucht, der möge dies, für sich, so glauben.

Mein Fazit aus dem Ganzen:
Solange es keinen Beleg dafür gibt, dass eine der Religionen „recht“ hat, hat jede Religion es zuzulassen, dass sie falsch sein könnte. Weil es keinen Beleg gibt, hat keine Religion das Recht, die Wahrheit für sich in Anspruch zu nehmen. Dennoch kann natürlich jeder „glauben“, dass es dennoch so sei. Aber es wäre zumindest einmal ein Ansatz, die Menschen darauf vorzubereiten, dass es sich ev. als völlig anders erweist.
In meinen Augen jedenfalls, sind Religionen das irrsinnigste Lebenskonzept, das auf unserem Planeten besteht: Es wird etwas als absolute Wahrheit angenommen, für das es nicht den geringsten Beleg gibt.

Dem allen muss keiner Folgen. Es ist lediglich das, wovon ich ausgehe, und was mir logisch erscheint.
Ich sehe die Aufgabe der Religionen eher darin, MIT dafür zu sorgen, das Leben der Menschen in geordneten Bahnen ablaufen zu lassen. In Bahnen, die etwas mit Moral zu tun haben, und damit den Mitmenschen zu achten. Obwohl ich da manchmal so meine Zweifel habe, wenn ich mir all das ansehe, was so passiert. Völlig unabhängig von welcher Religion die Rede ist.
Ich vermag es einfach nicht, einer Religion zu folgen, die mir nichts zu belegen vermag, aber von mir verlangt, ich sollte sie als die absolute Wahrheit sehen, und nach dem leben, was sie, bzw. das Bodenpersonal, mir vorschreibt.

Sollte ich mit dieser Sichtweise jemandem zu nahe getreten sein, so bitte ich um Nachsicht, und darum, es als den Glauben zu nehmen, dem ich folge, genauso, wie er das für seinen Glauben auch in Anspruch nimmt.

Es grüßt,
das Smamap

Der Urknall und die Folgen – eine Betrachtung

Beim Durchzappen stieß ich heute nochmal auf jene Doku, in der Stephen Hawking, eines der Physik-Genies unserer Zeit, zu erklären versucht, was die Wissenschaft heute über das Entstehen unseres Universums weiß.

Auf einen Punkt gebracht: Die Wissenschaft kann heute nachweisen, wie das vonstatten ging. Sie kann zum einen nachweisen, dass es keines Schöpfungsaktes bedurfte, um unser Universum entstehen zu lassen, und zum anderen, dass vor dem Urknall absolut nichts war. Nicht einmal die Zeit existierte. Ein VOR dem Urknall gab es somit nicht.

Daraus folgt, dass jegliche Religion, der die Menschen auf unserem Planeten nachleben, eine völlige Illusion ist.

Dass sich die Religionen einer solchen Ansicht widersetzen, und einen Stephen Hawking als Ketzer verurteilen (hatten wir das nicht schon mal?) ist völlig verständlich. Denn einen solchen Nachweis zu akzeptieren, hieße, die eigene Religion für abgeschafft zu erklären.

Wenn man das gedanklich weiterspinnt, so käme man dahinter, dass jegliche Religion ihre Anhänger Jahrhunderte hindurch belogen und betrogen hat, wobei man nicht einmal Absicht unterstellen könnte, weil der Wunsch des Menschen, Sicherheit zu erlangen, und Unerklärliches zu erklären, scheinbar übermächtig ist.

Mich hat von Jugend auf immer schon sehr gestört, dass es ein Dutzend Religionen auf unserem Planeten gibt, und jede Religion für sich in Anspruch nimmt, die einzig wahre zu sein. Was nichts anderes bedeuten würde, als dass alle anderen Religionen, außer der wirklich wahren, auf Lug und Trug aufgebaut sind.

Und so befindet sich also jeder Mensch in der Situation, entweder DAS zu glauben, was ihm ein Leben lang eingeübt wurde, oder von dem auszugehen, was die Wissenschaft in den letzten Jahrzehnten herausgefunden hat.

Ich für meinen Teil möchte lieber von dem ausgehen, was nachweisbar ist, und nicht von Behauptungen, die niemand belegen kann, und wegen derer sich die Völker der Welt die Köpfe einschlagen.
Um dann am Ende festzustellen, dass sie das völlig umsonst getan haben, weil dieses Leben nach dem Tod sich nicht einstellt, was dann ja aber niemand mehr mitbekommt.

Eines hätten wir dann aber auf jeden Fall geschafft: Nämlich das Leben auf diesem Planeten, das das Universum hervorgebracht hat, auszulöschen.

Bis dahin aber, glaube ich an das Leben (auch eine Art Glaube), und daran, dass es darum geht, mit meinen Mitmenschen zusammen ein Leben zu führen, das es auch den nachfolgenden Generationen ermöglicht, ein solches zu leben.
Das haben auch, soweit ich weiß, alle existierenden Religionen mit als Kern.

Der Unterschied: Ich brauche dazu keine Religion.

Es grüßt,
das Smamap