Der Zahnarzt – ein Graus

Ich gehöre zu denen, die den Zahnarzt nach Möglichkeit vermeiden.

Zwar nicht im Extrem, weil ich geh schon, aber halt auch nicht mit Begeisterung, sondern eher mit Angst.

Heute war es dann mal wieder soweit.

Wie immer war es so, dass sich dann herausgestellt hat, dass die Angst völlig umsonst war.

Das Nächstemal ist es dann wieder genau das Gleiche. Zuerst Angst …. und dann völlig umsonst.

Aber den Schalter dafür hab ich noch nicht gefunden.

Das Schöne ist, dass die Voraussetzungen beim Zahnarzt immer sehr positiv sind.
Eine angenehme Praxis, nette Menschen dort, und v.a. eine Zahnärztin, mit der ich sehr gut klar komme.
Sie sieht noch dazu ziemlich gut aus …. finde ich. Das ist einfach eine Feststellung, und das darf man ja auch sagen, wenn Mann das so sieht.

Gut, das erspart jetzt nicht die Spritze. Aber es gibt mit Sicherheit Schlimmeres, als eine gut aussehende Zahnärztin. Da würde mir wohl jeder zustimmen.

Und dann noch der ein oder andere Spass während der Behandlung, das macht es schon angenehm. Ich muss jetzt freilich schon dazu sagen, dass beim Bohren der Spass relativ weit weg ist. Und auch beim Spritzen, was manchmal schon ordentlich weh tut.

Am Lustigsten finde ich aber, dass meine Zahnärztin vom Körperwuchs her recht klein geraten ist. Das sagt nix aus, und is auch keine Wertung. Erneut halt eine Tatsache.
Jedenfalls ist es dann immer recht erstaunlich, wenn man am Ende der Behandlung aus dem Behandlungsstuhl aufsteht, und plötzlich einer Zahnärztin gegenübersteht, die man um 2 Köpfe überragt, was einem liegenderweise natürlich gar nicht aufgefallen ist.

Alles in allem gehe ich gern dorthin …. na ja, sofern man das über einen Zahnarzt überhaupt sagen kann.

Besser fände ich, wenn ich die Zähne meines Vaters geerbt hätte, denn DER hatte ziemlich gute Zähne bis ins hohe Alter.

Und so halte ich es mit dem Zahnarzt so ähnlich wie mit dem Sanka oder dem Rettungshubschrauber: Gut, dass es sie gibt, aber am liebsten hat man sie, wenn man sie nicht braucht.

Es grüßt,
das Smamap

Funktioniert doch !!!

Ohne Auto, das geht doch gar nicht, heißt es immer.

Jeder Tag ist für mich ein Tag, der zeigt, dass es doch geht.

Heute z.B. musste ich zum Zahnarzt. Machte ich zu Fuß.
Dann wollte ich kurz was im Supermarkt besorgen. Erledigte ich mit dem Rad (das Eingekaufte hatte im Rucksack platz).
Dann brauchte ich noch Pflanzerde. Der Getränkemarkt nebenan hatte einen 20-Liter-Sack für 1,15€ zu verkaufen.
Den größeren Pflanztopf dazu bekam ich 500 Meter weiter im Blumengeschäft.

Noch vor einem halben Jahr hätte ich all das mit dem Auto erledigt. Wäre etwa 6 KM damit gefahren. Die Fahrerei hätte mich ca. 1,80 € gekostet. Vermutlich noch mehr, weil ich für die Pflanzerde dann noch extra zu OBI gefahren wäre. Damit wären es 10 KM geworden, und ca. 3 €.
SO hab ich dabei auch was für meine Gesundheit getan, für die Umwelt, und für einen Teil der 3 € hab ich mir heute eine halbe Stunde Zeit genommen, und mir einen Cappuccino gegönnt. Draußen …. in der Sonne.

Einzige Voraussetzung für das Alles heute: Ich lebe in einer Kleinstadt.

Ich behaupte, dass jeder das so handhaben könnte, der in einer Stadt wohnt, noch dazu, wenn dort, im Gegensatz zu hier in Oberfranken, die „Öffentlichen“ sehr viel besser ausgebaut sind.
Aber solange die Politik den Individualverkehr derart fördert, wie das bisher der Fall war und ist, wird sich an der Einstellung der Meisten wohl nichts ändern.

Somit bleibt nur die eigenverantwortliche Entscheidung.

In diesem Sinne grüßt,
das Smamap