Der stille Begleiter

Gestern stand ich zum Schluss noch am Fenster und betrachtete den Mond.
2015-09-27 00.29.20
Dachte ich mir so, dass nur noch ein Ministück zum Vollmond fehlt, und es schon faszinierend ist, wie der so da draußen steht. Vorhin beim Frühstück heißt es im Radio, dass wir morgen früh ab 4 Uhr hier eine Mondfinsternis haben.

Mich haben ja von je her die Abläufe im Universum fasziniert. Am Meisten natürlich das, was bei uns abläuft.

Es gäbe zum Mond derart viel zu sagen, dass das den Rahmen sprengen würde.

Also mal das (für mich) Wesentliche:

  • Ohne den Mond gäbe es kein Leben auf der Erde (Stabilisierung der Erdachse)
  • Er entstand, nach heutiger Meinung, aus einer Kollision der Erde mit einem großen Objekt (Abspaltungen von Erde und Objekt fügten sich zum Mond zusammen, der von da an um die Erde kreiste)
  • Der Mond ist im Wesentlichen für Ebbe und Flut verantwortlich.
  • Er entfernt sich jedes Jahr etwa 4 cm von der Erde, und wird in sehr weit entfernter Zukunft den Erdorbit verlassen
  • Wenn Erde, Mond und Sonne in einer Linie stehen (so wie morgen), dann gibt es eine Mondfinsternis oder eine Sonnenfinsternis oder gar nichts
  • Der Mond wendet uns immer dieselbe Seite zu (die Rückseite haben als einzige Menschen die Astronauten der Apollo-Missionen gesehen)
  • Einen 100%-igen Vollmond gibt es nicht (zumindest von der Erde aus gesehen)
  • ……….

Am Faszinierendsten finde ich die Tatsache, dass es ohne Mond kein Leben auf der Erde gäbe. In aller Kürze gesagt: Der Mond stabilisiert die Erdachse, und ohne den Mond würde diese so taumeln, dass das Klima Purzelbäume schlagen würde; Leben, wie wir es kennen, wäre nicht entstanden, wenn die Temperatur über große Zeiträume immer wieder zwischen plus 60 und minus 60 Grad schwanken, und die Erde sich mehrfach so schnell drehen würde, wie wir das kennen.

Tatsächlich ist es anders.

Das lässt natürlich viel Raum für Spekulationen. Die einen halten es für Zufall, die anderen für das Werk eines göttlichen Wesens.
Ich ziehe es vor, es als die Folge von Abläufen im Universum zu sehen, die eben genau SO abgelaufen sind, wie es der Fall war. Also eine tatsächliche endlose Reihe von Ursachen und Wirkungen. Dazu braucht es weder den Zufall noch eine göttliche Eingebung.

Der Mensch hat immer schon die Tendenz gehabt, Dinge, die er nicht unmittelbar beurteilen konnte, etwas außerhalb seiner Vorstellungswelt zuzuschreiben.

Also gibt es den „Zufall“ (was immer das ist) oder ein göttliches Wesen (das sich natürlich ausgerechnet um die Erde und den Menschen kümmert).
Stellt euch vor, es gäbe BEIDES nicht, und der Mensch hätte sich Jahrhunderte hindurch völlig umsonst an etwas geklammert.

Da halte ich es lieber mit der Mondfinsternis morgen früh und damit, dass jede Ursache ihre Wirkung hat. In diesem Fall hat der dunkle Mond sein Ursache darin, dass die Sonne hinter der Erde verschwindet, und die Erde ihren Schatten auf den Mond wirft.

Es grüßt,
das Smamap

Glück braucht der Mensch

Gestern ……

Steh abends in der Küche und wasche das Geschirr ab.
Zum Schluss, lasse ich, so wie das üblich ist, das Wasser ab. Denke ich mir so … das hört sich aber komisch an! Höre ich genauer hin, merke ich, dass das Geräusch von nebenan aus dem Kellerraum kommt (meine Wohnung ist im Souterrain)

Gehe dem Geräusch nach, und sehe, dass das Wasser in einem Ablauf hochsteigt und überläuft. Der Ablauf dient normalerweise dem Wasser, das vom Überdruckventil der Heizung kommt und mündet in das normale Abwassersystem.

Wie auch immer, es scheint so, als würde mein Abwasser nicht problemlos ablaufen und sich zurückstauen.

Gottseidank war da nicht viel Wasser in der Küchenspüle, und so hielt sich das Ganze in Grenzen. Ich darf gar nicht dran denken, was gewesen wäre, wenn ich da endlos Wasser hätte laufen lassen, ohne das mitzubekommen.

Bei der Gelegenheit fiel mir ein, dass ich am morgen, wie ich duschen ging, wie üblich die Dusche solange laufen ließ, bis warm kam, und wie ich in die Dusche stieg, feststellte, dass, im Gegensatz zu sonst, Wasser in der Duschwanne stand und nur zögerlich ablief. Da dachte ich mir noch nix dabei.
Aber man sieht daran, dass man Dingen, die plötzlich anders sind, wie sonst, nachgehen sollte. Zumindest gedanklich.

Ich hab das heute dem Vermieter gemeldet, und der muss dem jetzt nachgehen, und sehen, was los ist. Normalerweise versuche ich immer, solche Dinge selber zu lösen, aber nachdem ich noch nicht lange hier wohne, und somit die Installationen hier im Haus nicht im Detail kenne, soll sich der darum kümmern.

Führt mich zu der Frage, ob es sowas wie „Glück“ gibt, das man haben kann? Man könnte jetzt auch das Wort „Zufall“ benutzen, wenn es darum geht, dass ich das Plätschern im Kellerraum gehört habe.
Aber ich hab schon vor Jahren für mich beschlossen, dass es sowas wie Zufall nicht gibt. Alles hat Ursache und Wirkung.

Aber bevor es jetzt philosophisch wird, bin ich einfach froh, dass ich gestern abend das Plätschern gehört habe.

Ich wünsche das allen Menschen, dass sie das „Plätschern“ hören …. in welcher Form auch immer.

Es grüßt,
das Smamap