„Besser als Windows“

Die aktuelle Ausgabe 06/2016 der Computer-Zeitschrift CHIP beschäftigt sich unter o.g. Überschrift mit der Ubuntu-Version 16.04 als Alternative zu Windows10

CHIP schreibt dazu:
„Microsoft feierte Ende März 270 Millionen Windows-10-Installationen. Das Fest fiel aber nicht besonders rauschend aus. MS gab ursprünglich eine Milliarde Installationen als Ziel an …….. und gibt alle Regeln der Zurückhaltung auf ….. mit nervigen Aufforderungen versucht man die Nutzer von W7/8 zum Upgrade auf das neue System zu bewegen. Egal wie man zum Begriff Zwangs-Update steht ….. wer nicht aufpasst, hat Windows10 …… über Nacht, mit dem nächsen Update. Die Installation müssen Nutzer zwar explizit bestätigen, aber hier nimmt MS wohl wissend in Kauf, dass viele Anwender Installationshinweise nicht so genau lesen. So häufen sich bei CHIP Anfragen von Lesern, die gar kein Windows10 wollten. Darüber hinaus beklagen sie sich über …. einen kaum nachvollziehbaren Datenhunger, die autom. Cloud-Anbindung uvm.“

Sinnigerweise habe ich heute einen Artikel gelesen, in dem berichtet wurde, dass MS den Preis für das Betriebssystem genannt hat, ab dem Windows10 zu erhalten sein wird, sobald die kostenlose Upgrade-Möglichkeit Ende Juni ausläuft. Dieser wird bei 119 Dollar liegen.

Gut getimed, finde ich. Nochmal schnell in die Runde geworfen, dass W10 dann Geld kosten wird, und das nicht wenig, um noch möglichst viele Nutzer zu einem Upgrade zu animieren. Der Wink mit dem Zaunpfahl. Das Stichwort „Zwangs-Update“ ist in aller Munde.
DAVON, dass ein nun noch schnell durchgeführtes Upgrade von Windows7 auf Windows10 jetzt noch kostenlos ist, aber dann, wenn man sich mal einen neuen PC kauft, damit nichts mehr anzufangen ist, davon war natürlich nicht die Rede.

Da werden so einige Nutzer noch ihr blaues Wunder erleben, wenn sie plötzlich feststellen, dass die Windows10 Lizenz auf DEN PC beschränkt ist, auf dem das kostenlose Upgrade durchgeführt wurde.

Und wenn denn einer meint er besitzt die Fähigkeiten sich dem Ganzen zu entziehen und nutzt seine Windows7 Lizenz weiter, der wird DANN, wenn er sich (sagen wir) in 1-2 Jahren einen neuen PC kauft, überrascht feststellen, dass seine Windows7-Lizenz auf der neuen CPU-Generation nicht mehr läuft.

Microsoft ist nämlich nicht doof (auch wenn die Scherzbezeichnung „Windoof“ das nahelegt), und hat im Hintergrund schon alle möglichen Weichenstellungen getroffen, damit möglichst viele Nutzer, ob sie wollen oder nicht, auf Windows10 umsteigen müssen.

Diejenigen, die sich gut genug auskennen, können das noch bis 2020 hinauszögern, wenn sie noch alte Hardware zur Verfügung haben, und darauf Windows7 oder 8 am Laufen haben. DANN wird es soweit sein, dass MS den Support für diese Betriebssysteme einstellt.
Wer dann noch Windows nutzen will, der wird spätestens dann keine andere Alternative mehr haben, als auf Windows10 umzusteigen.

Wer dem allen aus dem Weg gehen will, der hat die Möglichkeit ein anderes Betriebssystem zu nutzen. Z.B. also das Linux, welches CHIP vorschlägt. Wie sagen die Autoren so schön ….. „Mit fragwürdigen Methoden schiebt MS Nutzern das neue Windows10 unter ….. probieren Sie doch mal Ubuntu als ebenbürtige Alternative“.
Das tolle daran, finde ich, ist, dass man sich dieses Ubuntu mal eben runterladen und auf eine DVD brennen kann, um es dann von dieser DVD zu starten, OHNE das Windows auf dem PC zu verändern. Wer also mal testen will ….. nur zu. Wer dann sagt: Nö, will ich nicht ….. der startet seinen PC danach wieder ganz normal, und alles ist wie vorher.

Auch wenn es rein spekulativ ist (noch), so mutmaße ich jetzt einfach mal, dass MS sich mit seinen „fragwürdigen Methoden“ ein Eigentor geschossen hat, und Linux damit einen Boom bescheren wird. Spätestens dann, wenn den Leuten ein Licht aufgeht.

Es grüßt,
das Smamap

Microsoft macht ernst – II

Lt. MS-Vize Terry Myerson, nachzulesen in der aktuellen CHIP, werden die neuen CPU-Generationen nur noch W10 unterstuetzen. Zb Kaby Lake.

Auch Skylake PCs unterstuetzen W7/8.1 uneingeschraenkt nur noch bis 17.Juli 2017, also noch gut 1 Jahr.

Danach gibt es auch fuer diese Systeme nur noch die noetigsten Sicherheits-Updates.

Meine Meinung:
Auch hier bricht MS sein Versprechen, von wegen 2020.
Wenn es noch eines Belegs bedurfte, um die wahren Absichten von Winzigweich zu offenbaren, dann ist er damit erbracht. Mit Gewalt sollen die Anwender zu W10 gezwungen werden. Na gut, nicht mit Gewalt, also mit vorgehaltener Waffe … eben durch Zwangsmassnahmen durch die Hintertuer.

Mal umformuliert, der Verstaendlichkeit wegen……

Wenn man aktuell einen neuen PC kauft, dann hat der normalerweise einen Prozessor des Typs „Skylake“ eingebaut.
Im Lauf des Jahres 2017 kommt dann die noch neuere Generation namens „Kaby Lake“. Das sind jetzt mal die Bezeichnungen von Intel. Für andere führende Prozessor-Hersteller gilt Entsprechendes.

Die Verlautbarung von Terry Myerson würde also bedeuten:
Für PCs mit aktuellem Skylake Prozessor gibt es ab 18.Juli 2017 für Windows 7 oder Windows8.1 nur noch die notwendigsten Sicherheitsupdates. Auf PCs mit dem künftigen Kaby Lake Prozessor wird Windows7 bzw. Windows8.1 überhaupt nicht mehr laufen.

Wenn also ein Windows-Anwender sich in ein paar Monaten einen neuen PC kauft (sagen wir, sein alter sei kaputt gegangen), dann bekommt er zwangsweise Windows10 dazu, und muss das natürlich auch mit bezahlen.
Er könnte sich natürlich auch einen PC besorgen, ohne Betriebssystem, und darauf seine alte Windows7-Lizenz installieren. Spätestens ab Mitte Juli 2017 bekäme er dann aber von MS nur noch die nötigsten Sicherheitsupdates. Darüber hinaus würde er keinen Support mehr erhalten. Wollte er in der Zwischenzeit auf Windows10 gehen, müsste er sich zwangsweise eine W10-Lizenz kaufen, denn das Angebot, kostenlos von W7 auf W10 zu gehen, gab es ja nur bis Mitte 2016. Und selbst wenn er dieses Angebot, zeitlich gesehen, noch hätte nutzen können, in dem Moment, in dem er Wesentliches an seinem PC ändern würde (also z.B. ein neues Board einbauen lassen), würde W10 das erkennen, und ihn zwingen eine Lizenz zu kaufen (ca. 120 €). Denn das kostenlose Upgrade von Windows7 auf Windows10 war an die Hardware gekoppelt. Ändert sich die Hardware, verliert die Lizenz ihre Gültigkeit.
Nach meinem Wissenstand gilt das sogar ganz generell, dass eine Windows10-Installation an die Hardware gekoppelt ist. Sprich IMMER wenn sich die Hardware ändert, müsste man sich eine neue Lizenz kaufen.
Wenn also besagter Anwender Ende 2017 wieder einen neuen PC kauft, warum auch immer, dann müsste er demzufolge erneut eine Windows10-Lizenz mit dazu kaufen; seine alte Windows10-Lizenz könnte er demzufolge nicht mehr benutzen, weil sie an die Hardware seines bisherigen PCs gekoppelt war.

In einem Satz:
In absehbarer Zeit wird es so sein, dass man beim PC-Kauf IMMER eine neue Windows10-Lizenz dazukaufen MUSS. Alte Lizenzen, gleich welcher Windows-Version, sind dann nicht mehr verwendbar.

Und auf diesem Weg hätte es Microsoft dann geschafft, alle Windows-Anwender zwangsweise auf Windows10 zu ziehen. Man hätte dabei zwar so einige Versprechen gebrochen, aber was interessiert das einen solchen Konzern.

Nachtrag:
Es könnte sich ergeben, was derzeit allerdings noch völlig unklar ist, dass MS eine Möglichkeit schafft, eine einmal erworbene W10-Lizenz auf einen anderen PC umzuziehen. MS hält sich dazu allerdings sehr bedeckt, und hat es, meines Wissens, nie definitiv dementiert, dass eine W10-Lizenz an die Hardware gebunden ist.
Nach obiger Verlautbarung des MS-Vize wäre das allerdings, sofern es trotz aller Erwartungen DOCH käme, dass man eine W10-Lizenz mitnehmen kann, nur eine Beruhigungspille. Denn zum einen, und das wurde oft genug nachvollzogen, kann man jene kostenlosen Lizenzen nicht mitnehmen, und zum anderen, wird durch die o.g. neuen Prozessor-Generationen von „interessierter Seite“ sichergestellt, dass alte Windows-Lizenzen (also z.B. Windows7) nicht mehr weiter verwendet werden können.

Es grüßt,
das Smamap