Umgebung kennenlernen

Jetzt lebe ich schon 10 Jahre an dem Flüsschen „Selbitz“.

Für diejenigen, denen das nichts sagt: Die Selbitz ist ein kleiner Fluß in Oberfranken, in der Nähe von Hof.

Die Selbitz ist etwa 40 KM lang und mündet am Ende in die Saale, jenen Fluss, an dem dann im weiteren Verlauf die Stadt Halle liegt, aus der bekanntlich unser ehemaliger Außenminister HDG stammt.

Wie auch immer, ich hatte mir vorgenommen, jenen Fluss einmal etwas genauer kennen zu lernen. Und so schwang ich mich heute auf´s

genauer gesagt fuhr ich damit erstmal zur Bushaltestelle, wartete dort auf den „Rad-Bus“, der nahm dann mein Rad auf seinen Anhänger, und fuhr mich bis zum Ort „Blankenstein“.

Das ist eine tolle Einrichtung hier. Es gibt so verschiedene Rad-Bus-Linien, die fahren am Wochenende durch Oberfranken, und da kann man sich verschiedene Touren planen und für 6 €, wenn ich mich richtig erinnere, kreuz und quer irgendwo hin fahren, und dann eben mit dem Rad wieder zurück.

Eine sehr sinnige Einrichtung wie ich finde, denn hier in Oberfranken gilt es doch so einige Berg-Züge zu überwinden.

Jedenfalls fuhr ich also heute mit der „Fichtelgebirgslinie“ zur Mündung der Selbitz in die Saale.

Um das zu sehen, überfährt man auch die ehemalige innerdeutsche Grenze (das ist etwa 10 KM von meinem Wohnort entfernt) fährt dann noch 1 KM weiter, ist dann also schon in den sog. „neuen Bundesländern“, und hat obiges Szenario vor sich. Auf dem Foto sieht man von rechts die Selbitz kommen, und in die Saale münden (links vom 2. Baum).

Auf dem Rückweg fuhr ich dann durch das „Höllental“, eine landschaftlich äußerst reizvolle Passage, passierte zuvor wieder jene ehemalige Grenze, und eben anschließend jenes Tal, das sich relativ unberührt seit Jahrhunderten dem Menschen präsentieren kann, weil (außer einem kleinen Wasserkraftwerk und einem Rad- und Wanderweg) in der felsigen Tallandschaft keine Nutzung der Natur möglich war.

Das Höllental ist zwar nur 5 KM lang, aber für den Wanderer und den Radfahrer eine Faszination. V.a. auch im Sommer, weil angenehm kühl.

So hatte ich 15 KM Rad-Tour hinter mich gebracht, mit entsprechendem Zeitaufwand, weil nur mit reichlich Pausen von mir zu bewältigen.
Und was soll ich sagen ….. für mich war es ein Erlebnis.

Und am Ende, wieder zurück, da gönnte ich mir beim Gastronomen um die Ecke einmal Rigatoni und, so wie es sich für einen Radfahrer gehört, ein großes Glas Wasser (leider vergaß ich, wegen des Hungers, das Beweis-Foto).

Es grüßt,
das Smamap

Ein Gedanke zu „Umgebung kennenlernen

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