Der Aufbau unseres Universum

Ich berichtete bereits von den Dokumentationen gestern auf arte; sehr informativ und inhaltlich aussagekräftig – hier geht es jetzt um das Universum, so wie wir es kennen oder auch nicht.

HIER zur ersten Doku nachlesen

Die zweite Doku brachte dann so Einiges, was einem stellenweise zu denken gibt ….

Universum

Hier ging es im Wesentlichen um 3 Gebiete:

  • Materie, wie wir sie kennen
  • Dunkle Materie
  • Dunkle Energie

Aus der uns bekannten Materie entstanden die Mrd. von Galaxien, wie wir sie mittlerweilen kennen. Man muss sich diese Zahl auf der Zunge zergehen lassen …. Mrd. von Galaxien.

Ganz früher kannten die Menschen nur die Erde, dann kannten sie das Sonnensystem, dann unsere Galaxy (die Milchstraße), dann erkannten sie, dass es noch andere Galaxien gibt, und schließlich, dass die Zahl an Galaxien fast unendlich ist.

Wenn man sich einmal klar macht, wie winzig unser Sonnensystem in dieser riesigen Spirale namens „Milchstraße“ ist, dann werden die Dimensionen klar (oder auch nicht), von denen man spricht, wenn von Mrd. von Galaxien die Rede ist.

Als man mal soweit war, zu erkennen, wieviel es dort draußen gibt, wieviel Materie, da war der nächste Schritt der, dass man erkannte, dass da noch sehr viel mehr sein muss, als das, was sichtbar war für das menschliche Auge bzw. für Weltraumteleskope oder für Raumsonden etc. etc.

Man erkannte, dass das alles, was es dort zu sehen gab, auf Grund der physikalischen Gesetze nur funktionieren konnte, so wie es war, wenn da noch etwas anderes ist. Nachdem man absolut keine Möglichkeit hatte, dieses „andere“ zu erkennen, zu sehen, nannte man es „dunkle Materie„.
Man wusste nur, es muss da sein, sonst könnte das sichtbare Universum nicht so funktionieren, wie es das tat. Aber es fehlte jegliche Möglichkeit es direkt nachzuweisen. So etwa, wie Einstein die Relativität bewiesen hatte, ohne dass es nachweislich sichtbar war.

Man weiß nur, es müssen irrsinnige Mengen davon da sein. Am ehesten ist es noch dadurch greifbar, dass das Licht davon abgelenkt wird, ohne dass die uns bekannte Materie „im Weg“ stehen würde.
Man nannte es „dunkle Materie“ mangels eines besseren Namens. Wobei mich persönlich der Name lange irritiert hatte, weil ich immer der Ansicht war, es müsste irgendeine Art von Materie sein, und „Materie“ war für mich immer etwas Greifbares. Irgendwann habe ich verstanden, dass man schlicht nicht weiß, was das ist, und der Name x-beliebig hätte sein können.

Noch nicht genug, kam plötzlich etwas hinzu, zum Universum, womit niemand gerechnet hatte: Die dunkle Energie.

Das war aber noch etwas nachvollziehbarer für die Menschen. Es hatten nämlich 2 Forschergruppen unabhängig voneinander herausgefunden, dass die Geschwindigkeit, mit der sich das uns bekannte Universum ausdehnt, nicht, wie bisher angenommen, immer geringer wird und irgendwann keine Ausdehnung mehr stattfindet (weil die Anziehungskraft zwischen den Planeten, Sonnen, Galaxien gegen die Ausdehnung wirkt, und sie abbremst).

Erstaunlicherweise fand man heraus, dass die Geschwindigkeit der Ausdehnung immer mehr zunimmt. Dies war nur dadurch erklärbar, dass da eine, bisher unbekannte, Kraft sein musste, die der Abbremsung durch die Gravitation enorm entgegenwirkt. Da man auch dies nicht sehen/messen konnte, nannte man das Unbekannte „dunkle Energie“.

Dies alles lässt uns zurück, damit, dass wir nur die Materie „greifen“ können, und alles andere uns unbekannt ist. Mehr noch, es ist rechnerisch, sprich mathematisch nachweisbar, und jetzt wird es fast schon phantastisch, dass die uns bekannte Materie nur 5% des Universum ausmacht, die dunkle Materie 23%, und die dunkle Energie 72%.

Folglich kennen wir 5% des Universums, und 95% davon ist uns absolut unbekannt.

Eine tolle Vorstellung!!!!!!!

Wer meinen Blog verfolgt, der weiß, dass ich nicht unbedingt ein Fan davon bin, davon auszugehen, die Entstehung all dessen, was existiert, per Definition, einem Gott zuzuschreiben, weil wir es uns anders bisher nicht erklären konnten. Und dies, ohne auch nur den geringsten Beleg dafür zu haben.

Und jetzt sind wir an einer Stelle, an der wir uns eingestehen müssen, zu 95% absolut keine Ahnung davon zu haben, was „da draußen“ ist.

ABER – wir erdreisten uns, zu 100% zu wissen, dass etwas Übernatürliches all das geschaffen hat.

Gibt es einen größeren Widerspruch?????

Freilich haben die Wissenschaftlicher einiges an Theorien zur Verfügung, was das Dilemna erklären kann. Eine dieser Theorien tut das sehr gut, und kann uns sagen, was dahinter steckt (ohne wirklich sagen zu können, was dunkle Materie und dunkle Energie tatsächlich ist).
ABER – es ist eben nur eine Theorie (die ich mir hier jetzt ersparen will, AUCH weil mir selbst viel zu umfangreich/kompliziert).

Ob diese Theorie letztlich stimmig ist oder dann doch irgendwann mal angepasst werden muss, weil irgendetwas, das man tatsächlich gefunden hat, nicht dazu passt, das bleibt abzuwarten, denn Wissenschaft bedeutet IMMER, dass eine Theorie bewiesen werden muss, dadurch, dass sie in der Praxis belegt wird, oder eben widerlegt wird, und damit die bisherige Theorie verbessert werden muss.

Es ist z.B. wie mit Einsteins Relativitätstheorie. Er stellte diese Theorie auf, und es gab Vieles, was dafür sprach, auch mathematisch. Letztlich in der Praxis bewiesen wurde sie erst sehr viel später.

Jedoch lässt die Wissenschaft es zu, falsch zu liegen. Ganz im Gegensatz zu so manchen absoluten Postulaten.

An dieser Stelle mal genug gesagt zum Universum.

Fehlt noch eine 3. Doku von gestern. Ob ich dazu heute noch komme, Sie hier zu skizzieren, bleibt abzuwarten.

Es grüßt,
das Smamap

Freu mich echt über jede Nachricht !!!