Verantwortung tragen

Oft ist davon zu lesen, dass jemand sich dazu entschlossen hat, Verantwortung tragen zu wollen.

Doch allzuoft ist dies nur ein Lippenbekenntnis. Denn zu „Verantwortung tragen“ gehört untrennbar auch diese dann zu übernehmen, sprich zu ihr zu stehen, wenn es darauf ankommt.

Wenn also einer in einer Firma die Verantworung dafür übertragen bekommt, und dies auch so annimmt, sicher zu stellen, dass eine bestimmte Arbeit fehlerfrei erledigt wird, und es passiert dann aber nicht SO, dann übernimmt er die Verantwortung dafür.

Was allerdings in letzter Zeit so passiert in Positionen, die in der öffentlichen Wahrnehmung stehen, ist haarsträubend.

Ein Bundesminister setzt die PKW-Maut in den Sand, und übernimmt keine Verantwortung dafür; schuld sind natürlich alle anderen und der Minister klebt an seinem Stuhl. Eine Bundesministerin macht ihren Job nicht, und sieht dabei zu, wie ihre Untergebenen reihenweise Millionen in den Sand setzen; sie übernimmt natürlich keine Verantwortung, vielmehr stiehlt sie sich davon und übernimmt einen neuen, noch größeren Posten; wohl weil ihre bisherige Funktion ihr dafür ein gutes Zeugnis ausgestellt hat.

Der Boss eines Bundesligavereins setzt sich verbal ziemlich in die Nesseln; übernimmt er Verantwortung? Weit gefehlt! Das Ganze wird schön geredet und glatt gebügelt. Verantwortung tragen zu wollen, auch dann, wenn es darum geht, im Rahmen dieser Verantwortung für etwas grade zu stehen …. weit gefehlt.

Es wird an hohen bis höchsten Stellen vorgelebt, dass dieses „Verantwortung tragen“ nur etwas ist, was man ablegen kann wie ein Kleidungsstück. Und es nur darum geht, die sich ergebenden Vorteile zu nutzen.

Ich frage mich, wie der ‚Otto Normalverbraucher‘ dann davon überzeugt werden soll, in seinem kleinen Rahmen die Verantwortung zu tragen, die ihm zukommt. Also etwa, wenn es darum geht, Gesetze und Vorschriften zu befolgen, und bei Zuwiderhandeln seiner gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden.

Das Ganze kennt auch keine Grenzen, wie die Handlungsweisen jenes demokratisch gewählten Staatspräsidenten zeigen, der lügt und betrügt, dass sich die Balken biegen. Es ist ja lediglich notwendig, marktschreierisch per Twitter die Dinge glatt zu bügeln.

Der klein Mann auf der Straße bekommt vorgelebt wie es geht, und sagt sich

gleiches Recht für alle

und handelt entsprechend.

Da verkommt dann der Ladendiebstahl zum Kavaliersdelikt.

Es grüßt das Smamap (wer möchte, kann diesen Beitrag gerne verlinken. Der Autor freut sich)

Freu mich echt über jede Nachricht !!!

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