Wehret den Anfängen

Habe vorhin folgenden Text gelesen:

Wenn niemand die Welt zerstört, muss sie auch niemand retten. Wenn niemand andere Länder zerbombt und Kriege munitioniert, verlieren Menschen nicht ihre Heimat. Wenn niemand andere Länder wirtschaftlich ausbeutet, gibt es überall eine lebenswerte Zukunft!

Ich habe den Text etwas gekürzt (in der Länge). Es spielt auch keine Rolle, WER das von sich gegeben hat. Wichtig ist nur, dass es stimmt. Es fehlt zwar in meinen Augen was (sowas wie „wenn niemand andere tötet, kann man friedlich zusammenleben“), aber es steckt schon sehr viel Wahres drin.

Ich hatte jüngst schon mal zum Ausdruck gebracht, dass auf der Welt Kreisläufe im Gange sind bzw. Spiralen.

Keiner kann mehr sagen, wer angefangen hat.

Überall sterben Mensch. In Paris, in Beirut, in Damaskus, in der Ukraine, in Tel Aviv, in Bagdad, in der Türkei, über dem Sinai. Und von denen, die wegen Hunger sterben, wegen Brandrodungen, wegen Bandenrivalitäten oder gar unbemerkt von der Weltöffentlichkeit, ist hier noch gar nicht die Rede.

Und überall ist es das Gleiche: Keiner kann sagen, wer eigentlich angefangen hat, und in den seltensten Fällen, worum es überhaupt geht. Und überall gibt es welche, die Kapital schlagen aus den Ereignissen oder sie ev. sogar angezettelt haben, um Kapital draus schlagen zu können.

Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man sagen, es sei wie bei Kindern im Sandkasten:
DER IST SCHULD
NEIN, DER IST SCHULD
NEIN, DER DA HAT ANGEFANGEN
STIMMT JA GAR NICHT …….

Einer nimmt dem anderen was weg, der zahlt es dem heim, der rächt sich dafür usw usf und am Ende weiß keiner mehr, wo alles seinen Anfang nahm.

Darf man den Vergleich ziehen, dass heutzutage das Gleiche abläuft, nur mit anderen Mitteln?

Jeder sieht es aus seiner Warte. Derjenige, dessen ganze Familie um’s Leben kam, bei einem Bombenabwurf, der schwört Rache. Diejenigen, die dieser Rache ausgesetzt sind, schwören ihrerseits wieder Rache. Und so führt eines zum anderen. Und immer wieder gibt es jemanden, der diese Gewalt-Schaukel, diese Gewalt-Spirale für seine Zwecke benützt.

JA, das alles ist menschlich.

Aber wo soll es hinführen?

Und wie soll es gelingen, diesen Teufelskreis zu durchbrechen?

Aus meiner Sicht sehe ich nur die Möglichkeit, von Gewalt abzulassen und in Frieden und Gleichgerechtigung zusammen zu leben.

Wenn alle Menschen gleichberechtigt wären, und sich die Ressourcen teilen, und niemand dem anderen etwas aufzuzwingen versucht, keinen Glauben, keine Lebensweise ……
Wäre das das Ende des Tötens?

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