Als ich gestern, eher zufällig, eine Meldung im Netz las, über einen Unfall in Berlin, da dachte ich mir noch nichts.
Eine halbe Stunde später, als dann klar wurde, dass es um einen Anschlag geht, da fing ich wieder an, DAS zu praktizieren, was ich mir seit Längerem in der Hinsicht auferlege:
Ich lese das, was notwendig ist, um informiert zu sein, aus Quellen, die als zuverlässig und seriös gelten, und ignoriere jegliche sonstige „Berichterstattung“ dazu.
Meine Erfahrung ist die, dass viele Menschen sich in solche Szenarien hineinsteigern (ich will mich da nicht ausnehmen), und so manche Medien nicht wenig Anteil daran nehmen, indem die Menschen pausenlos immer und immer wieder mit denselben Meldungen und Filmen regelrecht bombardiert werden, und jeder Sender versucht, den anderen zu übertrumpfen.
Damit wird ein Angst- und Trauerszenario kreiert, das alsbald in keinem Verhältnis mehr steht, zu dem, was tatsächlich passiert ist.
Ich meinerseits praktiziere da ein „Weniger ist Mehr„, beschränke mich auf das Wesentliche, und lebe ansonsten MEIN Leben.
Würde ich anders reagieren, würde dadurch absolut nichts, aber auch gar nichts, geändert. Im Gegenteil: Es würden Emotionen geschürt und hochgekocht, die genau DAS bewirken, was solche Täter beabsichtigen.
Ich verlasse mich da lieber auf unsere Behörden, dass die ihren Job machen. Und auch an deren Handlungsweise könnte ich durch Überinformation nichts ändern.
Und so ist mein Gebot der Stunde dann immer …. sich seriös und ruhig informieren, und so, in aller Ruhe (soweit das möglich ist), die Dinge so betrachten, wie es ihnen zukommt.
Das wäre nämlich aus einer Situation der Überemotionalität heraus absolut unmöglich.
Und insofern haben unsere Medien auch eine Verpflichtung, der sie nicht gerecht werden, wenn sie, wie z.B. ntv, pausenlos Meldungen und Filmchen in Endlosschleife über den Äther jagen, in sensationeller Aufmachung.
Wir brauchen die Medien, keine Frage. Sie sind unverzichtbarer Bestandteil von Meinungsvielfalt und Demokratie.
Wozu sie nicht benötigt werden, ist, die Menschen in Schockstarre zu versetzen.
Es gilt in dem Fall: Weniger ist Mehr.
Es grüßt,
das Smamap
