Weniger ist Mehr

Das ist der Wahlspruch, nach dem seit einigen Jahren mein Leben im Wesentlichen abläuft.

Und er bewahrheitet sich an jedem einzelnen Tag.

Begonnen hatte ich damals damit, dass ich meine Klamotten ausmistete. Kurz zuvor hatte ich
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gelesen.

Wenn ich mich recht erinnere (ist ja schon eine Weile her), da regte das Buch auch dazu an, sich von Sachen zu trennen, die man ein Jahr lang nicht gebraucht hatte.
Und DAS setzte ich bei meinen Klamotten in die Tat um.

Und urplötzlich hatte ich einen halbleeren Schrank (DAVON, wieviele Schränke meine damalige Frau brauchte, möchte ich hier mal lieber nicht sprechen).

Und ich setzte diese Verfahrensweise so nach und nach auch in vielen anderen Lebensbereichen um.
Und ich kann bestätigen, dass es sich wesentlich entspannter leben lässt, wenn man nicht mehr dem hinterher hechelt, was man vermeintlich alles zu brauchen glaubt.

Abgesehen davon, dass man sich haufenweise Geld spart, das man ja erstmal irgendwie beschaffen muss, so spart man sich auch Unmengen an Zeit, die man für diverseste Aktionen aufwenden muss. Und all das, was man braucht, egal ob jetzt Zeit, Dinge, oder was auch sonst, das muss man ja alles erst mal beschaffen und investieren.

Und für das, was WIRKLICH wichtig ist, bleibt dann in aller Regel nichts mehr übrig.

Ev. ist es ja jemand aufgefallen, dass im vorletzten Absatz einige Male das Wort MUSS auftauchte.

Heute MUSS ich nicht mehr.

Ich beschränke mich auf das Notwendige. Das heißt natürlich nicht, dass ich nicht doch immer mal wieder mich frage, was ich 12 Monate lang nicht mehr verwendet hab. Und da gibt es immer wieder etwas, was ich nicht brauche, wenn auch bei Weitem nicht so viel, wie anno dazumal. Das führt auch automatisch dazu, dass ich mich viel öfter frage, ob ich etwas, das ich gerne käuflich erwerben würde, wirklich brauche oder ob das nicht zuhause irgendwo, meistens ungenutzt, im Eck stehen wird.

Bestes Beispiel aus der jüngsten Vergangenheit: Ich hatte in der neuen Wohnung keinen Backofen und wollte mir einen anschaffen. Ich fragte mich dann, ob ich den wirklich brauche, und musste mir eingestehen, dass ich den ev. 3-4 Mal im Monat nutze und ansonsten steht er ungenutzt in der Küche. Er hätte mich eine Stange Geld gekostet, das mir wieder etliche Monate gefehlt hätte, was wieder entsprechend Stress verursacht hätte. Ich hab dann einen Kompromiss realisiert, und mir so einen kleinen „Back- und Bratofen“ beim Discounter gekauft. Kostete mich 30 €, und damit kann ich alles machen, was es braucht.

Weniger ist mehr.

Früher brauchte ich eine riesen Schrankwand, eine voll ausgestattete Küche, 2 Fernseher, 2 Kühlschränke, 2 Autos usw usf

Ohne das alles lässt sich wesentlich entspannter leben.

Es grüßt,
das Smamap

2 Gedanken zu „Weniger ist Mehr#8220;

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