Wiesenfest

Das alljährliche Wiesenfest hier vor Ort ist mal wieder am Laufen.

Für diejenigen, die das nicht einordnen können: Ist so eine Art kleines Volksfest. Also großes Bierzelt, paar Fahrgeschäfte, paar Buden.

Jeder größere Ort hier in Oberfranken hat ein solches Ereignis im Sommer im Terminkalender.

Ich find´s cool!
Pflegt die Gemeinschaft.
Und meinereiner, der radelt halt da kurz hin, is ja nur 500 Meter von der Wohnung entfernt, und gönnt sich ein Steak, eine Maß und ein Eis.

Das ist MEIN ganz persönliches Wiesenfest.
Ich muss da ev. etwas weiter ausholen: Steak ist hier in der Gegen Pflichtlektüre ….. ähhhh ich meine, das muss schon sein, also genauer gesagt, Semmel auseinandergeschnitten, gegrilltes Steak rein, ev. mit paar Zwiebel und Ketchup, das Ganze für wohlfeile ca. 2,50€ und gutgehen lassen.
Die Maß, das ist für mich eine Radler-Maß. Schmeckt mir am Besten, und der Alkohol hält sich in Grenzen.
Und das Eis, ist ein Softeis. Vorzugsweise in Ausführung „Yogurt“. LEEEECKER !!!

Das Dumme nur, war heute, dass mittags noch kein Festbetrieb war. WEIL heute war der Festumzug! Der fand seines Zeichens um 13.30 Uhr statt. Somit war mein zum Festplatz radeln um die Mittagszeit nicht von Erfolg gekrönt. Das Weißwurstfrühstück war schon vorüber, wovon die Tatsache zeugte, dass der Bürgermeister aus dem Festzelt entschwand, mir also Richtung Rand der Festwiese entgegenkam. Und ansonsten zeugte alles andere von eher verhaltenem bis nicht vorhandenem Festbetrieb. Sprich, die Buden, und damit auch die Grillbude waren durch Abwesenheit der Betreiber gekennzeichnet.

Nun ja, der Schreiber hätte ja auch mal kurz auf die allenortes aushängenden Plakate schauen können, um diesen das Festprogramm zu entnehmen. Hirn war halt am Sonntag noch nicht aktiviert.
Also keine Maß, kein Steak. Aber ein Softeis hab ich bekommen.
Immerhin.

Schwang mich also auf´s Rad und fuhr, mangels Festbetrieb auf dem Wiesenfest, so bissl in der Gegend rum. Wie ich dann wieder zurückkam, war es grad so 13.15 Uhr. Und wie ich so haufenweise die Leute sah, die da zielstrebig ins Ortszentrum unterwegs waren, da fiel mir auch der Umzug wieder ein.

Also Rad flugs zuhause an die Wand gelehnt, an die Straße vor dem Haus gestellt, und der Dinge geharrt, die da kommen sollten. Ist schon von Vorteil, wenn man im Zentrum wohnt.

Was kam, war die Helene Fischer.

Na ja, nicht so direkt, das muss ich jetzt schon sagen. Weil eigentlich war es ja der Zug, der da an mir vorbeimarschierte. Alle Vereine waren vertreten. Ganz schön lang der Zug. Und plötzlich stockte alles. Stillstand. Wollte schon nach Hause und Antenne Bayern hören. Vll hät es ja eine Staumeldung gegeben. Nein im Ernst jetzt ….. Die Flüssigkeit war nicht mehr gegeben. Das heißt, auf dem Anhänger, der da von dem Traktor gezogen wurde, der da geradewegs vor mir stand, DA war die Flüssigkeit schon noch gegeben. Da standen nämlich ein paar Youngster drauf, mit Bechern in der Hand, die von Zeit zu Zeit aus einer Sektflasche gefüllt wurden. Ich glaub, die hatten sich vertan, und dachten an Fasching (zu hochdeutsch: Karneval).

Wie auch immer, plötzlich meinte einer von denen, die Stimmung aufhellen zu müssen, und aktivierte die mitgebrachte (ähh mitgefahrene) Stereoanlage. Und daraus tönte in voller Lautstärke Helene Fischer. Die gab von sich, sie wäre schier atemlos.
Nach 5 Minuten konnte ich mir das nicht mehr länger anhören, und war schon drauf und dran, zu suchen, nämlich das Weite. Aber Gottseidank (und ich danke ihm wirklich), setzte sich urplötzlich der Umzug wieder in Bewegung.

Da sieht man halt mal wieder, dass die Geschmäcker verschieden sind. Aber über Geschmack lässt sich ja bekanntlich nicht streiten. Wenn da die Beatles gekommen wären oder Deep Purple oder ev. Foreigner oder irgendwas in der Richtung, dann hätte die Entflüssigung von mir aus gerne noch länger dauern dürfen. Weil DAS ist dann doch eher mein Ding. Schon alleine aus Gründen der frühen Geburt (Baujahr 1961).

Und dann war der Festzug auch schon zuende.
Aber nachdem die Eigenart so eines Festzugs die ist, dass alle zum Festgelände marschieren (ist also quasi ein „Einzug“), hatte ich dann auch keine gesteigerte Lust mehr, auf eine Maß und ein Steak. Weil schließlich muss ich ja nicht dahin, wo alle sind.
Und so hab ich mir meinen Liegestuhl geholt und mich hinter meiner Wohnung ins Freie gesetzt und noch etwas die Sonne genossen.

Aber heute Abend, da werde ich nochmal aktiv werden, wenn auch nur stehenderweise, denn da ist um 22.30 Uhr das abschließende Feuerwerk. Und wenn ich jetzt schon in unmittelbarer Umgebung wohne, dann möchte ich mir das auch gönnen.

Allerdings hat die Wetterfee für heut Nacht Regen angesagt …… na ja, mal sehen.

Es grüßt,
das Smamap

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